aktualisiert: 12.09.2011 18:54 Uhr
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BAD NEUSTADT
14 Behinderte in Regelklassen
Schulamt zur Inklusion
(ir) Nach einer im Jahr 2009 in Kraft getretenen UN-Resolution sollen Schüler mit Behinderung auch an Regelschulen unterrichtet werden können. Wie das Schulamt Rhön-Grabfeld das Thema Inklusion sieht, darüber informierte Schulamtsdirektorin Ruth Krauß beim Pressetermin zum neuen Schuljahr, bei dem sie auch die Schüler-Statistiken für 2011/2012 präsentierte.
14 Schüler mit Behinderung seien im vergangenen Schuljahr im Landkreis inklusiv beschult worden, darunter Kinder mit Organschäden, Sehbehinderung, Down Syndrom und Autismus. Fast alle würden auch heuer erneut die Regelschule besuchen. Zum Erfolg wollte sich Krauß vorerst nicht äußern, das müsste langfristig beobachtet werden. Für das kommende Jahr geht sie von einem leichten Anstieg der inklusiv beschulten Kinder auf rund 20 aus.
Das Thema Inklusion werde von Seiten des Schulamts grundsätzlich positiv gesehen. „Unsere Gesellschaft muss jeden Menschen gleichermaßen anerkennen, egal wie er geartet ist“, so Krauß. Entsprechend sollte jedes Kind das Recht haben bei der Schulwahl mitzureden. Dem entgegen setzt sie aber das „Recht des Kindes auf optimale Förderung“. „Mit Inkrafttreten des Gesetzes wurden leider nicht auch schon alle notwendigen Ressourcen, räumlich und personell, bereit gestellt.“ Das sei eine Frage der folgenden Jahre.
Betroffenen Eltern rät sie dringend, sich rechtzeitig mit der gewählten Schule zu klären, ob die Möglichkeiten ausreichen, das Kind genauso zu fördern wie das an einer speziell ausgerichteten Förderschule geschehen könnte.
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