aktualisiert: 11.09.2011 15:36 Uhr
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BISCHOFSHEIM
Auch Bischofsheim hat einen Roten Platz
Vertreter aller wichtigen Parteien der Stadt erweisen dem SPD-Ortsverband ihre Referenz zum 100. Geburtstag
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Ehrensache: Langjährige Treue zum SPD-Ortsverein Bischofsheim wurde geehrt. Im Bild (von links) Ewald Simon, Susanne Kastner, Albrecht Finger, Wilhelm Link und Martin Eisenmann.Foto: Eckert -
Alle Parteien am eckigen Tisch: Der Eintrag in das Goldene Buch der Stadt wurde zum parteiübergreifenden Stelldichein. Im Bild (von links): Bernhard Adrian (FWG Bischofsheim), Wolfgang Hoesch (FDP), Ewald Simon (SPD), Angelika Keil-Fuchs (SPD-Kreisrätin), Bürgermeister Udo Baumann, Martin Eisenmann, Sabine Dittmar (MdL), Sabine Stührmann (SPD-Kreisrätin), Georg Seiffert (CSU Bischofsheim) und Egon Friedel (SPD-Kreisrat).Foto: Marion Eckert
Mit einem Bürgerfest auf dem Marktplatz wurde das 100jährige Jubiläum des SPD-Ortsvereins Bischofsheim gebührend gefeiert. Ehrungen, Grußworte, politische Richtungsweisung und ein Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Bischofsheim prägten den Festakt. Es war im wahrsten Sinne des Wortes ein roter Marktplatz mit roten Sonnenschirmen und unzähligen roten Luftballons mit SPD-Logo.
Als Festredner konnte die Bundestagsvizepräsidentin a. D. Susanne Kastner begrüßt werden. Der SPD-Ortsvorsitzende Martin Eisenmann und sein Stellvertreter Ewald Simon übernahmen die Begrüßung der Festgäste und die Moderation. „Fast auf den Tag genau vor 100 Jahren gründeten 24 mutige Sozialdemokrat den ersten SPD-Ortsverein im Bezirk Bad Neustadt“, begann Martin Eisenmann.
Im Bischofsheim von 1911 gab es neben dem kleinen Handwerk nur zwei Brauereien und den örtlichen Steinbruch. Ansonsten war das Gebiet sehr ländlich geprägt. Zu dieser Zeit hatte in der Rhön die Kirche das Sagen. Da versteht es sich, dass die SPD der Arbeiterklasse und der Unterschicht nicht willkommen war. Dies zeigte sich im ungleichen Wahlrecht, in den Artikeln der katholischen Presse, aber vor allem auch bei den Löhnen, der Sozialversorgung und der Bildung der einfachen Leute.
Damals zählte die Stimme des Arbeiters bei den Wahlen gar nicht oder nur sehr wenig. Frauen hatten überhaupt keine Stimme, das volle Wahlrecht hatten nur Männer mit hohem Einkommen. Um ihre Situation zu verbessern haben sich die Arbeiter in Bischofsheim zu einer Vereinigung zusammen geschlossen, nach dem Motto: „Einigkeit macht stark.“
Eisenmann erinnerte an die Errungenschaften, die Dank der SPD durchgesetzt werden konnten, wie das Wahlrecht, die Absicherung gegen Arbeitslosigkeit, Vorsorge für das Alter und Bildung für alle – Dinge die heute als selbstverständlich angesehen werden. Auch in Bischofsheim sei hierfür hart gekämpft worden.
Eisenmann erinnerte an den ersten SPD-Vorsitzenden Richard Dreisch, den ersten SPD-Bürgermeister von Bischofsheim, Ferdinand Krenzer, oder Bürgermeister Hermann Fromme von den Freien Wählern, der aus Überzeugung SPD-Mitglied wurde. Auch in den letzten Jahren habe es SPD-Bürgermeisterkandidaten gegeben, zweimal stellte sich Albrecht Finger zur Wahl, einmal Ewald Simon.
Eisenmann schloss mit dem Dank an alle Parteigenossen, die stets für ihre Überzeugung kämpften. Gemeinsam mit Susanne Kastner nahmen Eisenmann und Simon Ehrungen für langjährige und treue Mitglieder vor.
Glückwünsche des Landrats
Für 30 Jahre Mitgliedschaft im SPD-Ortsverein Bischofsheim wurden Wilhelm Link und Werner Holzheimer geehrt. Albrecht Finger wurde für 20-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Landrat Thomas Habermann überbrachte seine Glückwünsche und würdigte die Bedeutung der SPD in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.
Bei vielen historischen Entscheidungen in Deutschland habe die SPD maßgeblich mitgewirkt und richtig gelegen. Der Einsatz und das Bemühen um Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Freiheit und Grundrechte sei Parteiübergreifend. Habermanns besonderer Dank ging an den Ortsverein Bischofsheim für die gute Zusammenarbeit, auch auf Landkreisebene, verbundenen mit besten Wünschen für eine gute Zukunft.
Eintrag ins Goldene Buch
Bürgermeister Udo Baumann begrüßte die SPD-Mitglieder in der „guten Stube von Bischofsheim“ überbrachte Glückwünsche zum Jubiläum und würdigte die Chronik, die der Ortsverein zum 100-jährigen Bestehen herausgab. Die Chronik sei informativ und gebe interessante Einblicke über die Geschichte des Ortsvereins hinaus.
Als Zeichen der Wertschätzung der Arbeit des SPD-Ortsvereins lud Bürgermeister Baumann zum Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Bischofsheim ein. Nicht nur Vertreter der SPD bat Baumann, sich zum Eintrag einzufinden, sondern auch die Vertreter der weiteren politischen Gruppierungen, die für Bischofsheim und den Landkreis von Bedeutung sind. Gerade rechtzeitig zum Gruppenbild kam Sabine Dittmar, SPD-Landtagsabgeordnete, nach Bischofsheim und überbrachte in launigen Worten Glückwünsche zum 100 Jahre währenden Bestehen und den Wunsch, dass Sozialdemokratische Werte auch künftig in Bischofsheim immer von Bedeutung sein werden.
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Hingucker (1481 Kommentare) am 12.09.2011 12:44
BischofsheimBöscheme hat doch scho fast alles , oder so. A Moscheele, jetzt en rots Plätzle,vielleicht sollte man noch ein Türmchen bauen oder so, wo Mittags jemand singt oder Musik macht, oder so |
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