publiziert: 03.02.2012 16:47 Uhr
aktualisiert: 03.02.2012 16:53 Uhr
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Aufgespießt: Rhön-Yeti

Er soll Fußabdrücke von bis zu einem halben Meter Länge hinterlassen, an die 200 Kilo wiegen und ziemlich groß sein. Gesehen hat ihn noch keiner, aber über seine Existenz wird gestritten, sogar wissenschaftlich gefachsimpelt. Das zweibeinige behaarte Fabelwesen heißt dort, wo es angeblich vorkommt, Kangchendzönga-Dämon. Besser bekannt ist es unter der Bezeichnung: Yeti.

Im Zuge der Globalisierung ist die Verbreitung des Wesens nicht mehr auf den Himalaya beschränkt. Es hat sich – wie auch immer – in die Welt aufgemacht. Immer öfter wird eine neue Unterart auf den Kuppen der Rhön gesichtet. Ein wenig kleiner vielleicht als die sturmumwehte Gestalt der höchsten Berge der Welt.

Und es gibt einen weiteren, gravierenderen Unterschied zwischen der originalen Himalaya-Spezies und der Rhöner Abart. Der asiatische Ur-Yeti ist ja eher ein scheuer Typ. Macht sich rar, lässt sich nicht sehen, hinterlässt höchstens undeutliche Abdrücke. Sein Rhöner Verwandter ist ganz anders. Der ist aufdringlich. Der möchte so oft wie möglich in die Zeitung. Mit Bild, was sein Urvater vom Mount Everest angewidert ablehnen würde.

Und da sind wir dann drauf gekommen. Der Rhön-Yeti, das ist gar kein echter Yeti. Liebe Leser, das ist einer von diesen seltsamen Typen, die auf Schneeschuhen Birkhühner erschrecken. Wenn sie irgendwo im Schnee Spuren finden, dann stammen die nicht vom Yeti, auch wenn sie besonders tief sein sollten. Das war einfach ein übergewichtiger Schneeschuhläufer. Sind die Spuren flacher, war er auf der Flucht vor dem Wolf.

Von Hubert Herbert hubert.herbert@mainpost.de
    
    

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