aktualisiert: 01.11.2011 14:19 Uhr
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OBERELSBACH
Barockvesper wie zu Rathgebers Zeiten
Liturgisches Abendgebet in lateinischer Sprache mit Weihbischof Bauer und Aufführung von Rathgeber-Werken
(mch) Zu Ehren von Professor Gottfried Rehm zelebrierte Weihbischof em. Helmut Bauer in der Oberelsbacher Kirche eine festliche Barockvesper zu Ehren des Heiligen Benedikt, zu der viele Interessierte nach Oberelsbach kamen.
Im Mittelpunkt stand die Aufführung der „Vespera solemnis“ des Oberelsbacher Barockkomponisten Johann Valentin Rathgeber (1682-1750) aus dem Jahr 1723.
Die Vesper wurde wie zu Rathgebers Zeit, also wie vor dem II. Vaticanum, in lateinischer Sprache gefeiert. Rathgebers geistliche Musik sollte der liturgische Rahmen gegeben werden, für den sie geschrieben worden ist, was beim Publikum sehr gut ankam. So entfaltete die Musik Rathgebers ihre besondere Wirkung. Die originale Abfolge der Texte und Gesänge wurde beibehalten.
Neben Rathgebers Psalmen, Benedikt-Hymnus, Magnificat und Salve Regina erklangen die zugehörigen gregorianischen Antiphonen und Gesänge zum Fest des Heiligen Benedikt, die vom Präsidenten der Internationen Valentin-Rathgeber-Gesellschaft, Berthold Gaß, aus einem benediktinischen Antiphonale (liturgischen Buch für das Stundengebet) um das Jahr 1700 entnommen wurden.
Weihbischof Helmut Bauer lobte nach der außergewöhnlichen Messe, die in dieser Art heutzutage nur noch sehr selten aufgeführt wird, „die mitreißende Musik, die uns Valentin Rathgeber geschenkt“ hat und dankte der Valentin-Rathgeber-Gesellschaft für ihr Engagement. Die Würde und Schönheit der Musik habe ihren Ursprung in Gott.
Bei seinem Dank an den Weihbischof machte Präsident Gaß darauf aufmerksam, dass dessen Vorgänger vor 300 Jahren Rathgeber in Würzburg zum Priester geweiht hätten. Sehr froh ist Gaß über die Verbundenheit Würzburgs mit Valentin Rathgeber und mit Oberelsbach, die der Bischof schon bei zahlreichen Festlichkeiten gezeigt habe.
Die Ausführenden der Messe unter der Leitung von Martha Bergner waren: Michael Stumpf, Kantor; Christine Stumpf, Johanna Back, Susanne Handwerker, Sopran; Anja Seifert, Alt; Stefan Koch, Tenor; Carola Kroczek, 1. Violine; Erika Fischediek, 2. Violine; Arwitt Löflund, Cello; Rainer Nöth, 1. Trompete; Felix Nöth, 2. Trompete; Berthold Gaß, Orgel-continuo. Den Chor bildeten Mitglieder der ehemaligen Jungen Kantorei Bad Neustadt und Männerstimmen des Kirchenchores St. Kilian Nüdlingen.
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