aktualisiert: 08.02.2012 17:57 Uhr
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STETTEN
Besen und Schrubber fürs Prinzenpaar
Gemeindechefin Monika Götz wurde entmachtet, Birgit und Folker haben nun in Stetten das Sagen
Just in der Bürgermeistersprechstunde hat das vorerst letzte Stündlein in der Amtszeit von Sondheims Gemeindechefin Monika Götz in Stetten geschlagen. Der oberste „Nurdemer“ Waldgeist hatte die Entmachtung der Gemeindechefin beschlossen, nachdem es ihr nicht gelungen war, drei Rätselfragen richtig zu beantworten und Stetten von einem bösen Zauber zu befreien. Bis Aschermittwoch haben nun die Steedemer Fosenöchter mit ihrem Prinzenpaar Birgit und Folker (Schilling) im Dorf das Sagen und Monika Götz muss im frostigen, dunklen Wald darben.
Die Stettener Faschingsnarren hatten die Ruhe der Nordheimer Waldgeister gestört, und diese belegten zur Strafe das ganze Dorf mit einem Zauber, so dass die Stettener nun selbst einige Zeit als ihresgleichen leben sollten. Die verwunschenen Bürger machten sich deshalb auf zum Dorfgemeinschaftshaus, wo Monika Götz gerade ihre Bürgermeistersprechstunde abhielt. Nur der wichtigsten Frau im Ort sollte es möglich sein, das schlimme Schicksal noch vom Stettener Volk abzuwenden. Der älteste Waldgeist hatte die Ruhestörer nämlich vor die Wahl gestellt. Er gab ihnen drei Fragen – sollten sie jemanden finden, der diese beantworten kann, dann wäre der Bann vorbei. Doch die Fragen erwiesen sich als sehr knifflig, und die Bürgermeisterin hatte auch nur jeweils zehn Sekunden Zeit. Bei der Frage, welche Grundsteuer der Großvater der Prinzessin mütterlicherseits einst im Geburtsjahr seiner Enkelin für seinen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb entrichten musste, lag die Bürgermeisterin mit ihrer Antwort denn auch voll daneben, ebenso wie bei der Frage, was der Großvater des Prinzen ein Jahr später zu bezahlen hatte und wann die gemeindliche Bullenhaltung abgeschafft wurde.
Aber da war ja noch der mysteriöse Brief des obersten Waldgeistes, mit dem sich für die Stettener schließlich doch noch alles zum Guten wenden sollte. Der Waldherrscher hatte darin verfügt, dass die Bürgermeisterin bis Aschermittwoch im Wald zubringen muss, während das Prinzenpaar Birgit und Folker das Regierungszepter schwingt.
Monika Götz fand sich mit ihrem Schicksal ab und sah die Lage letztendlich positiv – schließlich hat sie jetzt ein paar Tage Zeit zum Ausspannen. Sie machte die Narren noch mit den dringlichsten Aufgaben, zu denen allen voran das Putzen im Dorfgemeinschaftshaus gehört, vertraut. Monika Götz übergab Besen und Schrubber an die neuen Regenten, die als erste Amtshandlung über die Dorfsprechanlage die Nachricht von der Machtübernahme verkündeten und den allgemeinen Frohsinn verhängten. Danach wurde im Schützenhaus noch kräftig gefeiert. Auch die suspendierte Bürgermeisterin ließ die Tollitäten hochleben, bevor sie ihren Weg in den Nordheimer Wald antrat.
Weitergefeiert wird dann bei den Büttenabenden im Gasthaus „Zur Linde“. Für die Faschingsabende am 11. und 19. Februar gibt es noch Restkarten, sie können bei Sigrid und Ralf Klett, Tel. (0 97 79) 17 93, bestellt werden.
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