aktualisiert: 30.03.2011 15:57 Uhr
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HOHENROTH
Bürgerbegehren Windkraft: Beschluss am 12. April
Überprüfung des Bürgerentscheids durch die Verwaltungsgemeinschaft
Fast 750 Unterschriften hat die Interessengemeinschaft Gegenwind am Montag, 14. März, bei Bürgermeister Georg Straub im Rathaus Hohenroth als Bürgbegehren gegen Windkraft in Hohenroth abgegeben. Damit ist zwar die derzeit schon geplant Anlage in Hohenroth nicht zu stoppen, weil dafür bereits vor dem Bürgerbegehren das gemeindliche Einvernehmen erteilt wurde (wir berichteten), doch kann es für die Zukunft derartige Anlagen in Hohenroth verhindern.
Damit aus dem Bürgerbegehren ein Bürgerentscheid werden kann, ist allerdings eine entsprechende Entscheidung des Hohenrother Gemeinderats nötig. So sieht es das bayerische Gesetz vor. Die Entscheidung des Gemeinderates wiederum basiert auf der rechtlichen Bewertung der Formulierung des Bürgerbegehrens. Derzeit erfolgt die Überprüfung bei der Verwaltungsgemeinschaft Bad Neustadt.
Nach den bayerischen Vorgaben muss ein Bürgerbegehren in Form einer Frage formuliert sein, die eindeutig mit ja oder nein zu beantworten ist. Diese Frage lautet in Hohenroth: „Sind Sie gegen die Errichtung jeglicher Windkraftanlagen auf dem Gebiet der Gemeinde Hohenroth einschließlich der Ortsteile?“ Diese Frage muss dann auch noch begründet sein. Die Begründung von Gegenwind zum Bürgerbegehren lautet: „Die Anlagen zerstören das Landschaftsbild und beeinträchtigen aufgrund der Geräuschemission sowie des Schattenwurfs der sich drehenden Flügel die Lebensqualität und eventuell unsere Gesundheit.“
Wie Bernhard Rösch, der Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Bad Neustadt, auf Anfrage der Main-Post erklärt, wird die Formulierung des Bürgerbegehrens derzeit intensiv geprüft. Bis zur Hohenrother Gemeinderatssitzung am Dienstag, 12. April, wird die Prüfung abgeschlossen sein, so Rösch. Auf dessen Basis muss der Gemeinderat darüber abstimmen, ob das Bürgerbegehren zulässig ist und damit der eigentliche Bürgerentscheid zustande kommt. Je nachdem, wie die rechtliche Beurteilung des Bürgerbegehrens ausfällt, ist der Entscheidungsspielraum des Gemeinderates mehr oder weniger eingeschränkt.
Sollte sich der Gemeinderat für den Bürgerentscheid aussprechen, dann, so bestätigt Rösch, muss dieser innerhalb von drei Monaten stattfinden. Er würde organisiert wie eine Wahl mit entsprechender schriftlicher Benachrichtigung. Im Fall Hohenroth müsste der Bürgerentscheid bis spätestens 12. Juli durchgeführt sein. Vorausgesetzt, der Gemeinderat spricht sich am 12. April tatsächlich dafür aus.
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Gegenwind (1 Kommentare) am 14.04.2011 20:04
Windkraft kann krank machen und zerstört das Lebensumfeld von AnwohnernWir in Oberkrämer/Brandenburg leben nun seit 1,5 Jahren mit 4 Windkraftanlagen - zwei 90 m hohe und zwei 170 m hohe - in unmittelbarer Nachbarschaft, zwischen zwei Dörfern. Meine Familie selber lebt 1 km entfernt und wir können wenn der Wind über 3,5 Windgeschwindigkeit liegt nachts nicht mehr schlafen, abends nur bei geschlossenen Fenstern und höhere Lautstärke Fernseh schauen. In diesem Jahr haben wir bereits 8 schlaflose Nächte hinter uns und fühlen uns ausgelaugt und schlecht. Unser Kind hat Schwindelanfälle und klagt ständig über morgendliche Übelkeit und kein Arzt kann etwas finden. Bei einer anderen Familie, die 520 m Entfernung zu den WKA's haben, hat die Frau Herzrythmusstörungen bekommen. Ein Anwohner aus dem Nachbardorf, der 800 m von den Windmühlen lebt hat seit einem halben Jahr Tinitus. Ein anderer Anwohner hat sein Schlafzimmer geräumt und ist in den Keller umgezogen. Ich glaube nicht dass Leute die das nicht selber erleben sich soetwas vorstellen können. Alle meckern wenn sich Leute dagegen wehren - haben wir nicht ein Anrecht darauf unsere Kinder und unsere eigene Gesundheit zu schützen? Viele Familien haben sich für hohe Finanzierungen Einfamilienhäuser mit eigenem Garten gekauft den sie jetzt nicht mehr nutzen können weil genau gegenüber Riesenmonster stehen? Die Kinder von keinen Freunden mehr besucht werden weil die Geräusche Angst machen? Noch nicht mal mehr das Grundstück verkaufen können weil es keiner mehr haben will? Wie egosistisch sind alle die Leute die sich darüber aufregen wenn es Menschen gibt die keine Windkrafträder als Nachbarn haben wollen und selber nicht betroffen sind? Die Grundrechte schützen Menschenrechte und die werden durch keine einheitlich geregel-ten Abstandsflächen von unter 2000 m (Empfehlung WHO) gebrochen. Das Märchen der Arbeitsplatzschaffung durch Windenergie glauben auch immer weniger - es sind subventionierte Arbeitsplätze. Biogasanlagen, E10 Sprit ist ebenso Augenwischerei, Brot gehört auf den Tisch und in knurrende Mägen und nicht als Strom in den Fernseher oder als Sprit ins Auto. Wann werden die Deutschen endlich wach?:-( |
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FreistattBayern (26 Kommentare) am 31.03.2011 14:36
Danke InpunctoTja, von außen betrachtet kann man sich klug äußern. Die näheste Anlage steht 642 von der Wohnbebauung weg. Der Regionalplan der Regierung von Unterfranken hat für die Landkreise Rhön-Grabfeld, Bad Kissingen, Schweinfurt, Stadt Schweinfurt und Haßfurt Flächen, die für die Menschen und die Natur geeignet sind ausgewiesen. Da Hohenroth nicht geeignet ist, wurden hier keine Flächen berücksichtigt. Genau aus dem Grund, weil sowohl Landschaftsschutz, als auch Wohnschutz eine Eignung für die Anlagen ablehnen.Mit den ausgewiesenen Flächen des Regionalplanes leisten die Landkreise eine ausreichende Stromversorgung für sich selbst. Negative Beeinträchtigungen, nur weil Investor, Verpächter und Gemeinde gegen den Willen der Bürger, gegen den Willen der übergeordneten Politik dies aus rein wirtschaftlichen Gründen möchten - wo steckt da der Sinn. Alternative Energieformen, da führt kein Weg dran vorbei, aber bitte schön mit Sinn und (Sach)Verstand und mit guter Planung für die Zukunft der Menschen in Hohenroth und in Deutschland. |
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inpuncto (6 Kommentare) am 31.03.2011 13:06
FrageWer von den drei Kommentatoren hat den nun einen "Spargel" vor der Haustüre und kann mitreden? Ich bin zwar nicht betroffen, habe aber Verständnis für die, die nicht ihre Ruhe, Landschaft und Gesundheit opfern wollen für alle anderen, die es angeblich besser wissen; zumal es auch mit minder großen Beeinträchtigungen geht, indem man genügend Abstand hält. Das wäre nämlich in Hohenroth theoretisch möglich, wenn die Grundstücke nicht "verchromt" wären. Wie ich feststellen konnte, ist in Hohenroth niemand gegen Windkraft. Bitte ein bisschen mehr Sachlichkeit und Solidarität. |
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peterhaag (10 Kommentare) am 31.03.2011 12:21
UnverständnisJeder erzählt, dass man in alternative bzw. regenerative Energiegewinnung investieren muss und auch soll. Auch der gemeine Bürger gibt dies als äuserst Wichtig an.Soll dann eine Anlage errichtet werden, dann rennt man Sturm um diese zu verhindern. Meist sind es fadenscheinige Ausreden, die man z.B. hier lesen kann. Das ist für mich persönlich absolut unverständlich und nicht nachvollziehbar. Es ist halt wie immer: Wir müssen etwas tun. Aber bitte nicht bei mir vor der Haustüre. |
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chrihand (366 Kommentare) am 30.03.2011 18:56
kopfschüttel...„Die Anlagen zerstören das Landschaftsbild und beeinträchtigen aufgrund der Geräuschemission sowie des Schattenwurfs der sich drehenden Flügel die Lebensqualität und eventuell unsere Gesundheit.“ok, das Landschaftsbild wird verändert. Geschmack liegt im Auge des Betrachtes. Aber Lärm und Schattenwurf? Hallo? Schon mal 500m neben einem Windrad gewesen? Egal, ihr werdet so oder so krank. Weil ihr krank werden wollt! Siehe auch diverse Meldungen über Kopfschmerzen und Schlafstörungen nach der Errichtung von Mobilfunkantennen. Ich hab mich damals fast totgelacht: nicht nur das keine Sendeanlage im Gebäude war, noch nicht mal Strom war gelegt. Die dummen Gesichter der strahlengeplagten Anwohner werde ich nie vergessen. Übrigens: die Greifvögel haben die Maschinenhäuser als idealen Ansitz entdeckt und lassen sich vom drehenden Rotor genauso wenig ablenken wie die restliche Vogel- und Tierwelt. "Wir wollen Strom aus alternativen Energiequellen. Aber nicht hier, und da drüben auch nicht!" Euch ist klar, dass das Pro-Argumente für die Atomlobbyisten sind? |
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