publiziert: 01.02.2012 15:38 Uhr
aktualisiert: 01.02.2012 18:43 Uhr
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Campen unter Null Grad - kein Problem für Profis

Die wenigen Reisemobilurlauber lassen sich von der Kältewelle nicht beeindrucken
  • Fast schon zweistellig: Die Temperaturen fallen auch tagsüber immer immer weiter in den Keller. Die wenigen Wohnmobilisten auf dem Stellplatz an der Frankentherme sind aber für die sibirische Kälte gut gerüstet.
    Foto: THOMAS HÄLKER
  • Ist alles okay? Horst und Rosemarie Marasus überprüfen die Technik ihres Reisemobils, was bei so niedrigen Außentemperaturen besonders wichtig ist.
    Foto: ALFRED KORDWIG
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Ob es auch an der Kältewelle liegt, die am Freitag ihren vorläufigen Höhepunkt erreichen soll? Die Zahl der Fahrzeuge, die momentan auf dem Bad Königshöfer Wohnmobilstellplatz vor der Frankentherme stehen, kann man jedenfalls leicht an den Fingern einer Hand abzählen.

Rosemarie und Horst Marasus aus Essen sind gerade mit ihrer Concorde auf dem Reisemobilstellplatz neben der Frankentherme gelandet. Wobei es sich bei ihrem Fortbewegungsmittel natürlich nicht um das berühmte französische Überschallflugzeug handelt, sondern ein neun Meter langes Reisemobil aus deutscher Produktion, das in etwa soviel gekostet hat wie ein ausgewachsenes Einfamilienhaus.

Wer so viel Geld für ein „Haus auf Rädern“ hinblättert, sollte sich auch vor Minusgraden nicht fürchten. Tatsächlich ist es im Reisemobil des Essener Ehepaares wohlig warm. „Wir sind selbst für sehr kalte Außentemperaturen bestens gerüstet“, erzählt Horst Marasus, der mit seiner Frau nach einem Kurzaufenthalt in Ebern nach Bad Königshofen gekommen ist, nachdem die beiden zuvor beim Biathlon-Weltcup in Antholz zugeschaut hatten. Auch dort war es schon kalt, doch lagen die Temperaturen längst nicht so niedrig wie sie in den nächsten Tagen im Grabfeld erwartet werden.

Den Essener Ruheständler ist die anrückende Kaltfront allerdings so gut wie egal. „Neben einem fest eingebauten 100-Liter-Gastank führen wir mehrere Propangasflaschen mit“, erklärt Horst Marasus. „Selbst bei Temperaturen unter zehn Gerad minus reicht das mindestens für vierzehn Tage.“

Mit dem Brennstoff wird wie in einem richtigen Haus über einen Gasbrenner Wasser erwärmt, das dann wie bei einer normalen Zentralheizung in die einzelnen Heizkörper des Reisemobils geführt wird. Ausgefallen ist die Heizungsanlage der Wohnmobilisten aus dem Ruhrgebiet nach ihren Worten noch nie, obwohl sie schon fünf Jahre mit ihrem Gefährt auch viel im Winter unterwegs sind. Und sollte die Gasheizung doch mal schlapp machen, gibt es in der Concorde zwei weitere Heizsysteme. „Wir können unser Reisemobil auch mit Strom oder über den Motor des Fahrzeuges mit Diesel beheizen“, so Horst Marasus. „Das wäre dann allerdings ein recht teurer Spaß.“

Zehn Tage will das Ehepaar Marasus in Bad Königshofen bleiben und hier den größten Vorzug des Reisemobilstellplatzes nutzen: Seine Nähe zur Frankentherme. „Wir haben uns schon für die ersten Anwendungen angemeldet“, freut sich Rosemarie Marasus auf die nächsten Tage in Bad Königshofen.

Zum fünften Mal hat es sich das Essener Ehepaar auf dem Bad Königshöfer Stellplatz gemütlich gemacht. Dass zu dieser Jahreszeit so wenig los ist auf der Anlage, stört sie nicht. „Wir waren auch schon hier, als der Platz richtig voll war“, erinnert sich Rosemarie Marasus. Das sei zwar okay gewesen, doch auch ein fast leerer Stellplatz habe seine Vorzüge. „Da haben wir jetzt wirklich mal unsere Ruhe.“

Von unserem Redaktionsmitglied ALFRED KORDWIG
    
    

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Die neuesten Kommentare

masterdoc (38 Kommentare) am 01.02.2012 22:31

Respekt?...

Man muss nur genug Geld haben, damit man sich diesen nahezu sinnlosen Aufenthalt leisten kann. Da gibt es doch zu dieser Jahreszeit eine Unmenge anderer Ziele, bei denen dieser extreme Aufwand zumindest rentiert.
(0)
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