aktualisiert: 05.12.2010 19:59 Uhr
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SULZFELD
Das Mekka für Country-Fans
Trucker-Weihnacht zog wieder viele Besucher an
Das Einzige, was bei der Trucker-Weihnacht in der Sulzfelder Höhberghalle fehlte, waren echte Pferde, Indianerzelte und ein Sheriff, der für Recht und Ordnung sorgte.
Die Trucker-Weihnacht genießt seit vielen Jahren über das Grabfeld hinaus einen guten Ruf und war auch diesmal wieder gut besucht. Die Fans nahmen teilweise wieder lange Fahrstrecken in Kauf, um mit Organisator Herry Schunk zu feiern.
Aus der Schweiz, aus München, Passau und anderen Städten reisten die Country-Begeisterten an. Typisch amerikanisch war die Höhberghalle in Sulzfeld für die 24. Trucker-Weihnacht geschmückt. Eine riesige Amerikafahne hüllte zusammen mit einem übergroßen Christbaum die Bühne in eine besondere Atmosphäre.
Beste Stimmung verbreiteten die „Texas Wings“, die mit ihrer Frontsängerin und Gitarristin Angela bei den Fans für reichlich Beifall sorgten. Die nicht ganz klassische Besetzung einer Countryband überzeugte mit ihren mehrstimmigen Passagen und der klaren und kräftigen Stimme der Frontfrau. Neu arrangierte Stücke brachten frischen Wind in die altbekannten Szenesongs und ließen Klassiker wie „Take It Easy“ von den Eagles, „The Next Time I'm In Town“ von Mark Knopfler oder „Blue Bayou“ von Linda Ronstadt im neuen Licht erscheinen.
Wer ein echter Szeneprofi ist, den hält es keine fünf Minuten in Ruhe auf den Stühlen. Meistens befanden sich mehr Western-Fans vor der Bühne als an den Tischen. „Line Dance“ in seiner perfekten Form zeigten die Tänzer, die in Reihen und Linien voreinander und nebeneinander tanzten. Selbst in den Bandpausen wurde weitergetanzt.
In der Szene ist jeder mit jedem bekannt. So wurden wieder viele Hände geschüttelt und Umarmungen vollzogen. Herry Schunk an diesem Abend für einen kurzen Small Talk zu gewinnen, war sehr schwer, zu viele wollten sich mit ihm unterhalten.
Für das leibliche Wohl sorgte einmal mehr der Musikverein Sulzfeld, der zum Gelingen des Abends einen großen Beitrag leistete. Tatkräftig unterstützt wurden die Veranstalter und Organisatoren auch von der örtlichen Feuerwehr, die um die Höhberghalle für die Parkordnung zuständig war und für einen reibungslosen Ablauf sorgte.
Gespannt darf man auf nächstes Jahr sein wenn Herry zur 25. Truck-Weihnacht einlädt. „Dann ist aber Schluss“, meinte er. „Für das nächste Mal lasse ich mir etwas Besonderes einfallen.“ Was, das werde noch nicht verraten.
Ob es tatsächlich die letzte Trucker-Weihnacht für den unermüdlichen und in der Szene überall bekannten Herry sein wird, sei dahingestellt. Sicher ist – und das können viele Fans bestätigen: „Ohne unseren Herry ist die Trucker-Weihnacht keine Trucker-Weihnacht, sondern eine Veranstaltung wie jede andere auch.“
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