aktualisiert: 01.09.2009 13:17 Uhr
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BAD KÖNIGSHOFEN
Der Geist des Archivars ließ sich nicht blicken
„Das geheime Bad Königshofen“ wollten die Kinder beim Ferienprogramm entdecken
(hä) So richtig glauben wollten die Kinder den Worten der Organisatoren im Kulturnetzwerk nicht, als sie erzählten, dass an diesem Abend mit etwas Glück ein alter Geist, der im Rathaus spukt, zum Vorschein kommt, oder dass Quellengeister an der versiegten Quelle am alten Stadttor ihr Unwesen treiben. Das geheime Bad Königshofen entdecken, das jedenfalls versprach das Ferienprogramm der Jugendkulturwochen.
Zu Beginn waren sie noch mutig und lautstark, die 70 Kinder und einige Eltern, die an der Veranstaltung teilnahmen. Erste Station war der Grabfelddom, der mit seiner einzigartigen doppelten Wendeltreppe die Nachtwanderer in seinen Bann zog. Auf der Empore erzählte man vom Henkerstübchen und von den Berufen, die früher nicht gerade beliebt waren.
Eine besondere Überraschung hatte das Team, das aus Veronika Keim, Roswitha Hey, Andrea Knorr, Karolina Keim, Karin Mahar, Thomas Hälker und einigen Aktiven des Jugendzentrums bestand, nach der Kirchenbesichtigung für die Kinder anzubieten: Einen echten Bürgermeister mit Frau und Tochter, der einen großen Schlüsselbund dabei hatte, der für alle Schlösser in der Stadt passte. Immer wieder wurden die Kinder mit Geschichten und Sagen konfrontiert und mussten durch gutes Zuhören herausfinden, ob die Geschichte wahr oder falsch ist.
Erstmalig konnten die Kinder die Darre bestaunen und einen Blick in das neugestaltete alte Gemäuer werfen. Das Highlight war aber der Rundgang durchs Rathaus. Die Kinder konnten in alle Räume spitzen, dazu wusste Bürgermeister Thomas Helbling allerhand Interessantes zu erzählen. Kein Kind wusste, dass auf dem Dachboden des Rathauses ein alter Archivar seit Hunderten von Jahren Akten bewacht und herumgeistert. Mit Taschenlampen durchstöberte der Nachwuchs dann etwas ängstlich den Dachboden und hoffte, dass der Archivargeist diesmal nicht auftaucht und herumspukt.
Nach soviel Aufregung und Geschichten zog der Tross zu seiner vorletzten Station, der Klosterkirche. Dort wurde mit den Taschenlampen in den Keller geleuchtet in der Hoffnung, etwas Außergewöhnliches zu entdecken. Im Spitalhof wurde schließlich ein kleines Lagefeuer entzündet.
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