publiziert: 24.03.2009 16:36 Uhr
aktualisiert: 24.03.2009 16:37 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text OSTHEIM
Ein schöner Tag für Gospelfreunde

Chor „spirit of joy“ reißt das Publikum beim Benefizkonzert in Ostheim mit

Der Gospelchor „spirit of joy“ begeisterte das Publikum am Sonntag in der vollbesetzen Stadtkirche St. Michael in Ostheim restlos. Für viele Besucher gab es schon bald kein Halten mehr, sie sangen und klatschten bei den eingängigen Melodien mit. Der über 50-köpfige Chor aus Hohenroth gab in der Kirchenburg ein Benefizkonzert zugunsten des Wollbacher Vereins „Kinder aus Shitkowitschi – Hilfe für Tschernobyl“ und übertraf alle Erwartungen.

  • Begeisterte das Publikum beim Benefizkonzert für den Verein „Kinder aus Shitkowitschi“ in der Stadtkirche St. Michael in Ostheim mit seinem Können: der Gospelchor „spirit of joy“ aus Hohenroth. Die Besucher sangen und klatschten bei den eingängigen Melodien gerne mit.
    FOTO Ralph Rautenberg
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Mit einem musikalischen Auftakt begrüßte der imposante Chor die Zuschauer und gab schon einen Vorgeschmack auf das, was man in den kommenden eineinhalb Stunden erwarten durfte: leidenschaftliche Musik, bei der alle mit Herz und Seele bei der Sache sind. Stefan Zehfuß, Vorsitzender des Wollbacher Vereins, sprach bereits im Vorfeld von einem musikalischen Genuss und stellte den Anlass der Veranstaltung vor.

Der Verein „Kinder aus Shitkowitschi“ hilft seit 18 Jahren in der weißrussischen Provinz, die als eine der am schlimmsten betroffenen Regionen in Folge der Tschernobylkatastrophe gilt. In dem am Tschernobyl-Kühlfluss Pripjat gelegenen Sumpfgebiet leben etwa 50 000 Menschen, viele davon in Armut. Der Verein engagiert sich, um den Bedürftigen Lebensmittel und Medikamente zukommen zu lassen und vor allem für die Kinder eine ausreichende medizinische Versorgung zu gewährleisten.

Zehfuß' Dank galt der Chorleiterin Sybille Scholz-Eckert, die zusammen mit ihrem Chor zum dritten Mal für den Verein ein Konzert gab und so dafür sorge, dass „Geld in die Kassen“ kommt. Auch Pfarrer Christian Schümann dankte Zehfuß für die Bereitstellung des perfekten Ambientes in der St.-Michaels-Kirche.

Eine ausgewogene Mischung aus modern anklingenden und klassischen Gospels, die mit viel Enthusiasmus dargeboten wurde, riss schon bald das Publikum mit. So war es kaum verwunderlich, als bei „Born again“ das Publikum spontan mitklatschte. Damit war die Marschroute klar, die Zuhörer wollten miteinbezogen werden. Immer wieder animierte Scholz-Eckert das Publikum zum Mitmachen. Sowohl die rhythmische Unterstützung als auch das Gesangstalent der Zuhörer war gefragt, die bei bekannten Liedern wie „Kum ba yah, my Lord“, „He's got the whole world“ oder „We shall overcome“ kräftig mitsangen.

Nach einer Uraufführung von dem Song „We pray“, den der Chor vom Gospelkirchentag in Hannover mitgebracht hatte, sollte „Oh happy day“ den Abschluss eines gelungenen Konzerts bilden. Doch das Publikum war alles andere als gewillt, die Sänger schon gehen zu lassen. Standing Ovations und anhaltende Zugabe-Rufe überzeugten den Chor, der sich selbstredend nicht lange bitten ließ, ein Extraprogramm zu bieten, das noch einmal halb so lang dauerte wie das eigentliche Konzert.

Erst als der letzte Ton von „I love you, lord“ verklungen war, entließ das Publikum das Ensemble. Die herrlichen Stimmen des Chors, die hervorragenden Solisten und die tolle musikalische Unterstützung durch Monika Braun und Irene Schmitt am Keyboard sowie durch Cora Braun an der Gitarre konnten nur begeistern und so war der aufbrausende Jubel zum Ende der Veranstaltung alles andere als ein Wunder.

Wie gut es den Zuschauern gefallen hatte, durften sie am Kirchenausgang beweisen, wo Spenden für die „Kinder aus Shitkowitschi“ gesammelt wurden.

Von unserem Mitarbeiter Ralph Rautenberg
    
    

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