aktualisiert: 23.07.2010 18:10 Uhr
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NIEDERLAUER
Ernst lobt Solidarität in der Region
Linken-Chef zu Gast
(bib) Parteifreunde kennen und duzen sich. So auch bei den Linken, als sich Frauen und Männer aus Coburg, Thüringen und dem Main-Rhön-Gebiet zum Sommerfest in Niederlauer trafen. Selbst Parteichef Klaus Ernst, dem einen Tag später wegen seiner Flugabrechnungen eine verstärkte Medienpräsenz widerfuhr, war in Niederlauer zugegen. Kreisverband-Sprecher Stefan Bannert hatte die Genossen begrüßt und war in seiner kritischen Ansprache neben Politik und Wirtschaft auch auf die regionale Situation eingegangen.
Beim gekündigten Pachtvertrag des Steigenberger Hotels in Bad Kissingen mit dem bayerischen Staat hätte nach Bannerts Ansicht alles in Bewegung gesetzt werden müssen, um das Hotel mit all seinen Mitarbeitern zu halten: „Stattdessen erhält die Regierung nun Abschlagszahlungen und zahlt für den Sozialplan“, sagte Bannert. Beim Standort Siemens kritisierte er den Interessenausgleich, der bis Ende September den Abbau von 540 Arbeitnehmern festschreibt.
Eine Abstimmung der Belegschaft über die Annahme dieses Interessenausgleiches wäre nach Ansicht der Linken wünschenswert gewesen – mit dem Ziel, die bisher erreichte Solidarität der Region aufrechtzuerhalten.
Parteichef Ernst, bis Juni Erster Bevollmächtigter der IG Metall Schweinfurt, lobte die Solidarität der regionalen Unternehmen mit den Siemensianern. Sie hatten ihre Arbeitnehmer zum Teil freigestellt, damit diese für die Erhaltung der Arbeitsplätze bei Siemens kämpfen können. Dass Bad Neustadt Modellstadt für Elektromobilität wird, sei eine Möglichkeit, den Standort Siemens in Bad Neustadt zu halten, so Ernst.
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