publiziert: 03.02.2012 16:52 Uhr
aktualisiert: 03.02.2012 16:55 Uhr
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FOS/BOS: ganz nah am i.s.i.-Preis

In der Endrunde
  • Werkstattausbilder Erhardt Speth (Mitte) erklärt den i.s.i-Juroren Kurt Banzerus (links) und Wolfgang Servas Inhalte der fachpraktischen Ausbildung im Praktikum.
    Foto: FOS/BOS
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Für die Staatliche Fach- und Berufsoberschule Bad Neustadt heißt es derzeit „Ruhig Blut!“, denn die Rhöner Bildungseinrichtung hat die große Chance beim Wettbewerb um den „Inneren Schulentwicklung Innovationspreis“, kurz i.s.i. den ersten Platz zu erreichen. Die FOS/BOS hat es von 136 teilnehmenden Schulen mit 22 weiteren bis in die Endrunde geschafft. Weil der Preis jeweils in verschiedenen Schularten vergeben wird, und aus dem Bereich FOS/BOS-Wirtschaftsschulen kaum noch Konkurrenz in der Endrunde vorhanden ist, wird die Bad Neustädter Schule auf jeden Fall ganz weit vorne landen.

In dieser Woche hat sich die Jury aus Vertretern des Kultusministeriums, der Industrie und der Stiftung „Bildungspakt Bayern“ in Bad Neustadt ein Bild vor Ort gemacht. Nach Einschätzung von Schulleiter Peter Klör ist der Begriff Schulentwicklung allerdings nichts Neues. Um den veränderten Bildungsanforderungen und vielfältigen gesellschaftlichen Entwicklungen gerecht zu werden, entwickeln sich Schulen von jeher immer weiter, so der Schulleiter.

Mit dem Innovationspreis, der alle zwei Jahre verliehen wird, werden Schulen ausgezeichnet, die es sich darüber hinaus zur Aufgabe gemacht haben, langfristig angelegte pädagogische Ziele und systematische Prozesse der Qualitätssicherung zu verfolgen. Es geht dabei um die allgemeine Bereitschaft, die eigene Schule einer kontinuierlich kritischen Betrachtung zu unterziehen und sie gemeinsam voranzubringen.

Diesen Weg der inneren Schulentwicklung beschreitet die Berufliche Oberschule Bad Neustadt seit rund zehn Jahren. „In dieser Zeit wurden von einem speziell eingerichteten Arbeitskreis immer wieder gezielt pädagogische Schwerpunkte erarbeitet, in Lehrerkonferenzen verabschiedet und auf eine kontinuierliche Umsetzung Wert gelegt“, so Hildegard Neumann, Mitverantwortliche eines Arbeitskreises.

Im Verlauf der Besichtigung ließen sich die Juroren verschiedene Konzepte erklären, führten Gespräche mit Schülern, Lehrern und Schulleitung. Den Kern des Jury-Programmes bildeten jedoch die Unterrichtsbesuche der fünf Jury-Mitglieder. Besonders beeindruckt waren sie, dass neben der Vermittlung von prüfungsrelevanten Lerninhalten der ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung eine große Bedeutung beigemessen wird. „Die Schüler müssen bei der Klärung ihres Selbstbildes, ihrer Interessen, der Entwicklung ihrer Fähigkeiten und Begabungen unterstützt und angeleitet werden“, erläutert FOS-Beratungslehrer Reinhold Spee. „Dies wiederum heißt, dass Schulen Erfahrungsräume schaffen müssen, in denen Schüler sich ausprobieren können, ein Feedback erhalten und dadurch Schritt für Schritt ihre Persönlichkeit erleben und begreifen können“.

Ob die Neustädter Schule nun sogar ganz vorne ist, wird sich im April zeigen, wenn Kultusminister Ludwig Spänle den Sieger in München kürt. An der FOS und BOS ist man relativ gelassen. „Wir sind für den Preis nominiert, allein das ist schon ein Erfolg“, gibt Ewald Blum, Leiter der pädagogischen Steuergruppe die Stimmung im Kollegium wieder.

jb
    
    

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