aktualisiert: 08.02.2012 17:24 Uhr
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FILKE
Gstanzln und „Korell-Draw“ a la Filke
Beim Büttenabend der Feuerwehr blieb kein Auge trocken – Närrische Eigengewächse sorgten für Stimmung
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Stimmungsmacher in Filke: Mario Dutz und Thomas Hodermann brachten das Publikum mit lokaltypischen Gstanzln zum Lachen.Federlein -
Die Purzelgarde begeisterte in Filke als Schlümpfe.Federlein -
Zum Schießen: die "Korell-Draw-Version von Filke". Trampel Thorsten Korell benutzte Hiffenmark als Lippenstift.
Federlein
Die Narren der Feuerwehr freuten sich über mächtig Stimmung beim Büttenabend im Dorfgemeinschaftshaus. Und nicht nur Filkemer waren im vollbesetzten Saal, stellte das Moderatorenteam Alexandra Beck und Thomas Hodermann fest. Auch aus Ostheim, Fladungen, Stetten, Brüchs, Sands, Stockheim, sogar aus Münnerstadt und natürlich aus Willmars war närrisches Publikum nach Filke angereist.
Das bis dato geheim gehaltene Prinzenpaar Freddy und Moni wurde zum Auftakt von der Garde in den Saal geleitet und verbreitete einen Hauch von Glamour im Saal. Den Showteil eröffnete die Garde mit ihrem Tanz, der alle im Saal begeisterte. Moderator Thomas Hodermann hob hervor, dass die Gardemädels fast ausschließlich aus dem kleinen Ort Filke stammen.
Sketch-Thema eins waren die publikumserheiternden amourösen Abenteuer von Papagallo Luigi Spaghetti und seiner Luisa, gespielt von Thorsten und Ines Korell, und die daraus resultierenden Folgen, die zu einer Gerichtsverhandlung führten. Probleme mit der Agentur für Arbeit hatte Mike Lattermann; Er musste sich mit der neuesten Errungenschaft der Agentur, einer automatischen Sachbearbeiterin mit der Stimme von Lena Hodermann, auseinandersetzen. Bereits die Namensnennung führte zu witzigen Verwechslungen.
Die Purzelgarde hüpfte in süßen Kostümen mit Papa Schlumpf über die Bühne. Stefan Hartmann, einer von zwei Trappern, berichtete seinem Kollegen Eberhard Hodermann, dass an 99 Prozent aller Autounfälle Männer schuld sind, weil sie ihren Frauen den Autoschlüssel überlassen. Und der Ötzi war vermutlich ein Deutscher, weil er in Sandalen im Gebirge unterwegs war.
Die wilden Kids legten anschließend eine kesse Sohle aufs Parkett. Danach wurde in Eigenleistung (wenn auch nur auf der Bühne) ein Parkplatz am Friedhof erstellt. Der Clou war, dass dort ein Parkscheinautomat aufgestellt wurde. Nach der zwar unsichtbaren, aber dennoch eindeutig akzentuierten Stimme von Bürgermeister Reimund Voß rechnet die Gemeinde mit sieben- bis achttausend Euro Einnahmen im Jahr aus dem Ticket-Verkauf.
Lokaltypische und auch grenzüberschreitende Inhalte lieferten die „Filkemer Gstanzln“. Dabei wurde auch die Presse nicht verschont. Sänger Mario Dutz und Thomas Hodermann am Schifferklavier meinten: „Der Rhön- und der Streubot', die sin scho e Graus, immer wenn mer neischaut, schaut e Mellerschter raus.“ Und außerdem: „Der Streubot' in Mellerscht kennt der Themen nur drei: die Baustell', der Streit und dem Wulf sei Schmarrerei.“ Weiter ging's: „Bionade aus Ostheim trank mer einst literweis, mittlerweile fast nimmer, vielleicht liegt's am Preis.“ Zur Stockheimer Eisenbahnbrücke meinten die Gstanzlsänger: „E Brücke von Ostheim zur Mellerschter Höh' – müsst mer nimmer durch Stooge, ach, des wär schöö.“ Und: „Auf der Baustell' in Mellerscht viel Brunne mer find - jetzt wäs ich, warum so viel Wasserköpf dort sind.“
Zu guter Letzt sorgten zwei Filkemerinnen, die auf einer Parkbank saßen, für reichlich Gelächter im Saal. Ähnlich dem pantomimischen „Sandwich-Sketch“ von Mister Bean versuchte eine rustikale Bauersfrau, gemimt von Thorsten Korell, der anderen, seriös und vornehm wirkenden Dame alles nachzumachen. Was natürlich gründlich misslang. Das Schminken der Lippen hat die Rustikale wegen fehlenden Lippenstifts als „Korell-Draw in der Filke-Version“ mit einem in Hiffenmark getauchten Finger imitiert und sich damit selbst Marmelade „ums Maul geschmiert“. Anschließend versuchte die Holde, diese plastische Malerei mit Mehl zu fixieren, wobei auch das Publikum in der ersten Reihe einen Schwung abbekam. Man nahm's mit Humor.
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