publiziert: 08.02.2012 15:38 Uhr
aktualisiert: 08.02.2012 17:24 Uhr
» zur Übersicht Mellrichstadt
    
    
Artikel
 

Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text FILKE
Gstanzln und „Korell-Draw“ a la Filke

Beim Büttenabend der Feuerwehr blieb kein Auge trocken – Närrische Eigengewächse sorgten für Stimmung
  • Stimmungsmacher in Filke: Mario Dutz und Thomas Hodermann brachten das Publikum mit lokaltypischen Gstanzln zum Lachen.
    Federlein
  • Die Purzelgarde begeisterte in Filke als Schlümpfe.
    Federlein
  • Zum Schießen: die "Korell-Draw-Version von Filke". Trampel Thorsten Korell benutzte Hiffenmark als Lippenstift.
    Federlein
Bild von
3 Bilder

Die Narren der Feuerwehr freuten sich über mächtig Stimmung beim Büttenabend im Dorfgemeinschaftshaus. Und nicht nur Filkemer waren im vollbesetzten Saal, stellte das Moderatorenteam Alexandra Beck und Thomas Hodermann fest. Auch aus Ostheim, Fladungen, Stetten, Brüchs, Sands, Stockheim, sogar aus Münnerstadt und natürlich aus Willmars war närrisches Publikum nach Filke angereist.

Das bis dato geheim gehaltene Prinzenpaar Freddy und Moni wurde zum Auftakt von der Garde in den Saal geleitet und verbreitete einen Hauch von Glamour im Saal. Den Showteil eröffnete die Garde mit ihrem Tanz, der alle im Saal begeisterte. Moderator Thomas Hodermann hob hervor, dass die Gardemädels fast ausschließlich aus dem kleinen Ort Filke stammen.

Sketch-Thema eins waren die publikumserheiternden amourösen Abenteuer von Papagallo Luigi Spaghetti und seiner Luisa, gespielt von Thorsten und Ines Korell, und die daraus resultierenden Folgen, die zu einer Gerichtsverhandlung führten. Probleme mit der Agentur für Arbeit hatte Mike Lattermann; Er musste sich mit der neuesten Errungenschaft der Agentur, einer automatischen Sachbearbeiterin mit der Stimme von Lena Hodermann, auseinandersetzen. Bereits die Namensnennung führte zu witzigen Verwechslungen.

Die Purzelgarde hüpfte in süßen Kostümen mit Papa Schlumpf über die Bühne. Stefan Hartmann, einer von zwei Trappern, berichtete seinem Kollegen Eberhard Hodermann, dass an 99 Prozent aller Autounfälle Männer schuld sind, weil sie ihren Frauen den Autoschlüssel überlassen. Und der Ötzi war vermutlich ein Deutscher, weil er in Sandalen im Gebirge unterwegs war.

Die wilden Kids legten anschließend eine kesse Sohle aufs Parkett. Danach wurde in Eigenleistung (wenn auch nur auf der Bühne) ein Parkplatz am Friedhof erstellt. Der Clou war, dass dort ein Parkscheinautomat aufgestellt wurde. Nach der zwar unsichtbaren, aber dennoch eindeutig akzentuierten Stimme von Bürgermeister Reimund Voß rechnet die Gemeinde mit sieben- bis achttausend Euro Einnahmen im Jahr aus dem Ticket-Verkauf.

Lokaltypische und auch grenzüberschreitende Inhalte lieferten die „Filkemer Gstanzln“. Dabei wurde auch die Presse nicht verschont. Sänger Mario Dutz und Thomas Hodermann am Schifferklavier meinten: „Der Rhön- und der Streubot', die sin scho e Graus, immer wenn mer neischaut, schaut e Mellerschter raus.“ Und außerdem: „Der Streubot' in Mellerscht kennt der Themen nur drei: die Baustell', der Streit und dem Wulf sei Schmarrerei.“ Weiter ging's: „Bionade aus Ostheim trank mer einst literweis, mittlerweile fast nimmer, vielleicht liegt's am Preis.“ Zur Stockheimer Eisenbahnbrücke meinten die Gstanzlsänger: „E Brücke von Ostheim zur Mellerschter Höh' – müsst mer nimmer durch Stooge, ach, des wär schöö.“ Und: „Auf der Baustell' in Mellerscht viel Brunne mer find - jetzt wäs ich, warum so viel Wasserköpf dort sind.“

Zu guter Letzt sorgten zwei Filkemerinnen, die auf einer Parkbank saßen, für reichlich Gelächter im Saal. Ähnlich dem pantomimischen „Sandwich-Sketch“ von Mister Bean versuchte eine rustikale Bauersfrau, gemimt von Thorsten Korell, der anderen, seriös und vornehm wirkenden Dame alles nachzumachen. Was natürlich gründlich misslang. Das Schminken der Lippen hat die Rustikale wegen fehlenden Lippenstifts als „Korell-Draw in der Filke-Version“ mit einem in Hiffenmark getauchten Finger imitiert und sich damit selbst Marmelade „ums Maul geschmiert“. Anschließend versuchte die Holde, diese plastische Malerei mit Mehl zu fixieren, wobei auch das Publikum in der ersten Reihe einen Schwung abbekam. Man nahm's mit Humor.

Von unserem Mitarbeiter Peter Federlein
    
    

Diesen Artikel

  • Webnews einstellen
  • Teilen
Kontakt Redaktion     An Bekannten versenden     Druckversion
    
    

Die neuesten Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben...
Zum Kommentar abschicken bitte vorher einloggen
Benutzername Passwort
 
     
Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de? Dann jetzt gleich »hier registrieren
    
Anzeige
    

Gelesen

 
    

Kommentiert

 
    
Anzeige
    

1200 Jahre Oberelsbach 

EIn Markt und seine Geschichte
Das Dorf in der Rhön weist viele Besonderheiten auf. Wir stellen sie vor. »mehr
    
    

40 Jahre Landkreis Rhön-Grabfeld 

Aus drei mach' eins
Königshofen, Mellrichstadt und Bad Neustadt wuchsen vor 40 Jahren zusammen. »mehr
    
    

Fotografen und ihre Fotos 

Bilder und Eindrücke
Wir stellen ambitionierte Hobbyfotografen aus der Region Main-Rhön vor. »mehr
    
    

Leserbriefe 

Schreiben Sie uns
Wenn Sie uns einen Leserbrief schreiben wollen, dann können Sie das direkt hier tun. »mehr
    
    

Testen Sie Ihr Wissen 

Unser wöchentliches Quiz
Acht Fragen rund um ein aktuelles Thema.  »mehr
    
    

Recht auf Auskunft 

Kommunalpolitik
Bürger haben ein Recht auf politische Teilhabe und Journalisten ein Recht auf Auskunft. Das mussten auch einige Bürgermeister erst lernen. »mehr
    
    

Rückblende 

Blick in die Vergangenheit
Was bestimmte die Schlagzeilen vor 60, 80 und 90 Jahren im Grabfeld? »mehr
    
    

Ausflugstipps für die Rhön 

Geschichten und Fotos
Die Bayerische Rhön: Ob Tagesausflug oder Urlaub - Die Rhön ist immer eine Reise wert. »mehr