publiziert: 06.08.2012 16:52 Uhr
aktualisiert: 08.08.2012 12:03 Uhr
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Kleines Juwel in idyllischer Lage

Die Kirche von Aub war gesucht – wo steht die neue?
  • Nicht alltägliche Perspektive: 56 Meter soll das Bauwerk hoch sein. Der Blick von oben ist fantastisch, das Gefühl in der Magengegend denn doch eher weniger. Auf welche Kirche blickt man?
    Fotos (2): Eckhard Heise
  • Auflösung: Die kleine Kirche befindet sich im idyllischen Aub.
Bild von
2 Bilder

Ganz am Rande unseres Landkreises liegt das kleine Dörfchen, in dem die Kirche unserer vorhergehenden Aufgabe steht, in Aub. Das hübsche kleine Gotteshaus wirkt genauso freundlich wie das idyllische Örtchen am nordöstlichen Rande der Haßberge. Schon die weitläufige großzügige Struktur des Dorfes zeigt, dass hier ein offener Geist weht. Das spiegelt sich in der Gestaltung der Kirche wider, die nicht immer im Sinne der Einwohner vorgenommen wurde und die daher selbst handelten.

Aub wird 1317 erstmals erwähnt. Das Gotteshaus wird 1595 zum ersten Mal beschrieben, es muss aber schon vorher eine Kirche gegeben haben, da in der Beschreibung auch von Gaden und Mauern die Rede ist, was also auf eine Kirchenburg hindeutet. Die Reste in Form eines Mauerrings sind noch heute erhalten.

Das Untergeschoss des Turms beherbergt einen der ältesten sakralen Räume der Region, der aus dem 15. Jahrhundert stammen soll. Der Turm in der jetzigen Form entstand 1762, während das Langhaus 100 Jahre jünger ist. 1991 erfolgte die letzte größere Renovierung. Dabei wurde beseitigt, was den Bürgern von Aub 40 Jahre ein Dorn im Auge war.

Bei einer Renovierung in den 1950er Jahren war ein Hochaltar entfernt und dafür ein Wandgemälde angebracht worden, das den Bürgern besonders missfiel. Lang mussten die Bürger den Anblick aushalten, aber 1991 baute eine Schreinerei den Altar nach alten Fotos wieder nach und das Bild verschwand hinter dem Hochaltar. Aber auch Naturgewalten hinterließen an der Kirche ihre Spuren. 1986 schlug ein Blitz in die Turmspitze und richtete gravierende Schäden an. Selbst schwere Balken zerschlug der Blitz, so dass die Kirche über lange Zeit eingerüstet werden musste.

Von Menschen gemacht war jedoch ein Vorfall, der ein großes Unglück hätte werden können. Drei Quadratmeter Deckenputz stürzten 2003 in die Tiefe. Einen Tag zuvor stand an der Stelle des Einschlags eine Fahnenabordnung. Später wurde vermutet, dass der Vorfall mit dem Glockengeläut zusammenhängt. Die Schwingungen des direkt an das Schiff angebauten Turms könnten den Putz gelockert haben.

Neue Aufgabe

Für unsere neue Aufgabe wurde eine Perspektive auf eine Kirche gewählt, die gewöhnlich nur schwer zugänglich ist. Sollte das Foto links etwas unscharf sein, das kommt vom Zittern der Knie des Fotografen.

Von unserem Mitarbeiter Eckhard Heise
    
    

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