publiziert: 31.07.2012 15:11 Uhr
aktualisiert: 02.08.2012 12:11 Uhr
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Komasaufen, Kopfwunde, Beinbruch: Schülerfeier am Suhlesturm artete aus

Rettungswagen musste dreimal anrücken

Schulabschluss geschafft oder endlich Ferien – vor diesem Hintergrund ließen es sich die Besucher einer Fete am Suhlesturm in der Nacht zum Dienstag gut gehen. Leider artete die Feier, die von Schülern des Martin-Pollich-Gymnasiums initiiert und organisiert worden war, am Ende aus, teilt die Polizei mit.

Kurz vor Mitternacht meldeten Anwohner der Suhlesstraße, dass einige Jugendliche offensichtlich zu tief ins Glas geschaut hatten. Die Polizisten verständigten vor Ort die betroffenen Eltern, die ihre Schützlinge dann abholten. Kurz nach Mitternacht musste der Rettungsdienst dann erstmals ausrücken, um einen 15-jährigen Jungen mit Alkoholvergiftung ins Krankenhaus zu bringen.

Gegen 1.30 Uhr wurde eine 15-Jährige, die zwar schon auf dem Nachhauseweg war, sich aber noch in der Nähe des Suhlesturmes befand, von einem Unbekannten stark geschubst. Das Mädchen prallte daraufhin mit dem Bein gegen ein Auto. Kurz darauf waren die Schmerzen im Bein so stark, dass ein zweites Sanitätsfahrzeug zum Einsatz kam und die Verletzte zur Untersuchung ins Krankenhaus bringen musste. Wie mittlerweile feststeht, hat das Mädchen einen Beinbruch erlitten.

Flasche flog in die Menge

Gegen 3 Uhr eskalierte die Feier: Ein bislang noch nicht bekannter Mann warf eine Glasflasche mitten in die feiernde Menge, wobei ein 19-Jähriger am Kopf getroffen wurde. Da die Flasche beim Aufprall zerbrach, trug der junge Mann durch die heimtückische Attacke eine tiefe Schnittwunde am Kopf davon. Er musste mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Kurz nach 3 Uhr bat dann der Veranstalter der Feier um polizeiliche Unterstützung, weil er mit einigen betrunkenen Personen nicht mehr klarkam. Nach der Streitschlichtung beendete die Polizei dann die Party.

Die Ermittlungen in den Fällen der vorsätzlichen Körperverletzung sind im Gange, teilt die Polizei mit. Zeugen werden aufgefordert, sich unter Tel. (0 97 76) 80 60 zu melden.

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»Alle 7 Kommentare anzeigen Die neuesten Kommentare

GBreun (2 Kommentare) am 01.08.2012 11:20

Viele Jahre ging das gut

... bis das G8 kam. Bringen wir es einmal auf den Punkt: Am MPG steht niemand mehr für die Schüler ein, weil es sich nicht rentiert. Genauso haben auch die Schüler kein Bewusstsein dafür, wie man etwas richtig anpackt.
Sowohl Abifahrt als auch andere Veranstaltungen wurden entweder falsch organisiert oder endeten in einem Fiasko.
Auch wenn die Argumentation "wir waren damals anders" meist nicht angebracht ist: Warum werden erst jetzt 15jährige (und das waren nicht die jüngsten! Wo sind da die Eltern?) ins Krankenhaus eingeliefert, warum werden erst jetzt Flaschen geworfen (trotz dem vorhandenen "Sicherheitsdienst"), warum weigern sich die betrunkenen Minderjährigen erst jetzt, nach Hause zu gehen, wenn der Veranstalter das Voschreibt?

Ich sage warum: Weil es sowohl im Elternhaus als auch in der Schule hapert. Den Eltern sind ihre Kinder wohl über den Kopf gewachsen und in der Schule bekommen sie es nicht auf die Reihe, für sich selbst einzustehen, weil ihnen an Standhaftigkeit fehlt.
(5)
LittleLionMan (4 Kommentare) am 02.08.2012 09:40

Fehlende Aufsicht durch Eltern (2)

Er hat sofort die Polizei verständigt als Jugendliche auf die Mitglieder der organisierenden Jahrgangsstufe losgingen, er hat den Ordnungsdienst angewiesen Minderjährige des Platzes zu verweisen, etc.

Es ist einfach so das die Jugend sich nicht mehr benehmen kann und deshalb (um nochmal den Gedanken von mrkotter aufzunehmen) wird es wirklich so sein das es sich um die letzte Feier gehandelt hat (Ehrlich gesagt möchte ich die Verantwortung die der Veranstalter übernommen hat auch niemandem mehr zumuten)

Eine kleine Anmerkungen jedoch noch, GBreun. Die Schule hat sich schon immer von dieser Veranstaltung distanziert, es hat sich schon immer um eine Privatfeier gehandelt.
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GBreun (2 Kommentare) am 02.08.2012 15:49

Distanzierung

Mir ging es nicht darum, dass die Schule sich davon distanziert (das war auch zu "meiner" Zeit so), das war mir natürlich klar, allerdings sieht man es auch an anderen "Baustellen": Siehe Abistreich: kein Lehrer (außer einem) möchte freiwillig die Aufsicht über die Abiturienten stellen. Noch vor wenigen Jahren lief das ganz anders. Natürlich verlange ich nicht, dass die Lehrer unbezahlt etwas für die Schüler tun, allerdings war das viele Jahre lang für diejenigen kein Problem bzw. sogar ein großer Spaß.

Auch das vom Rektor bei einer Veranstaltung zitierte "gute Schüler-Lehrer-Verhältnis" halte ich für höchst fraglich und wohl aus dem sprichwörtlichen Ärmel geschüttelt.
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LittleLionMan (4 Kommentare) am 02.08.2012 09:36

Fehlende Aufsicht durch Eltern

Ich stimme hierbei vollkommen mit dem Kommentar überein.
Woran es wirklich mangelt ist nicht an Auflagen etc (Ich habe mich mit dem Veranstalter mal unterhalten, inzwischen sind Ordnungsdienst, Versicherung und ähnliches wirklich Auflagen der Stadt). Woran es wirklich mangelt ist die fehlende Fürsorge der Eltern. Wär ich früher mit 14 oder 15 zu meiner Mutter und hätte um die Teilnahme an einer solchen Feier gebeten hätt ich mir einen Vortrag anhören dürfen der sich gewaschen hätte.

Heute ist es doch leider so, dass nicht nur die Eltern eine Teilnahme zulassen, es ist heutzutage sogar soweit das die eigenen Eltern (!!!) ihren minderjährigen Söhnen & Töchtern hochprozentigen Alkohol kaufen (Ja, klingt wirklich hart, ist aber inzwischen leider Realität)
Ich bin auch der Meinung das dem Veranstalter keine Schuld zuzuschreiben ist, ich hab ihn die ganze Nacht gesehen und muss sagen, er hat sich vollkommen richtig verhalten.
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Groschi (1226 Kommentare) am 01.08.2012 21:35

Wie wäre es mit der Einführung von

Sozialisierungs- und Erziehungsstunden als Unterrichtseinheit? Das braucht es heutzutage anscheinend grinsen
(1)
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