aktualisiert: 09.05.2010 16:23 Uhr
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KREUZBERG
Mit Muskelkraft knapp vor Elektroantrieb
Rhöner Sonnenfest: Spannendes Rennen zwischen Mountainbikern und Elektrorädern auf den Kreuzberg
Eine gute Idee und vor allem ein Beitrag zum Thema Elektromobilität haben die Energie-InitiativeRhön und Grabfeld und der Verein der Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön mit Unterstützung der Stadt Bischofsheim in die Tat umgesetzt: Kommunalpolitiker auf Elektrofahrrädern traten gegen Mountainbiker an und fuhren den Kreuzberg hinauf.
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Wer ist zuerst auf dem Kreuzberg? Mit einem sonnengelben Luftballon gab Daniel Miller von der Energie- Initiative den Start frei für die Wettfahrt E-Bikes gegen Mountainbikes von Bischofsheim zum Parkplatz am Kloster.Fotos: Regina Vossenkaul -
Renner auf dem Sonnenfest: Mit dem Segway wollte jeder mal fahren, hier ist es Michael Dohrmann.
Prominenter Vertreter der Sparte „Muskelkraft“ war Mountainbiker Andy Eyring, Deutscher Meister Jugend 2007 und gerade zurück vom Worldcup aus Großbritannien. Eyring opferte seinen freien Samstagnachmittag gern für die gute Sache.
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Auf dem Bischofsheimer Marktplatz trafen sich die 22 Teilnehmer der Wettfahrt, die den Auftakt zum 2. Rhöner Sonnenfest bildete, einer Veranstaltung innerhalb der Woche der Sonne, in der in vielen Orten Deutschlands auf die Nutzungsmöglichkeiten der Sonnenkraft hingewiesen wird.
Bei der Anmeldung erkannte man gleich die Radsportler an ihrer zweckmäßigen Kleidung, während die Kommunalpolitiker in normaler Freizeitkleidung antraten. Auch Bischofsheims Bürgermeister, Udo Baumann, CSU-Kreistagsfraktionsvorsitzender Dr. Christian Machon und die Kreisrätin von den Grünen, Birgit Zirkelbach, ließen sich von den Fahrradhändlern aus der Region, die Elektrofahrräder zur Verfügung gestellt hatten, die Funktion erklären.
Wer wird gewinnen? Andy Eyring war sich nicht ganz sicher, wie viel Kondition die Gemeindevertreter mitbringen. Trotz Unterstützung durch den Elektroantrieb muss man bei den Höhenunterschieden am Kreuzberg kräftig in die Pedale treten, will man vorne mitfahren.
Der Vorsitzende der Energie-Initiative Rhön und Grabfeld, Daniel Miller, meinte, dass die Elektrobikes an starken Steigungen schneller sind, konnte aber nicht voraussagen, ob sie auf der nur sieben Kilometer langen Strecke ihre Überlegenheit zeigen können.
Baumann und Miller wiesen in kurzen Ansprachen auf dem Marktplatz auf die Bedeutung der Elektromobilität für die Umwelt hin. Der Dank der Veranstalter galt der örtlichen Feuerwehr, die die Absicherung der Strecke übernommen hatte.
Mit einem sonnengelben Luftballon gab Miller den „Startschuss“ und schloss sich selbst den E-Bikefahrern selbst an, um auf der Strecke einige Mountainbiker hinter sich zu lassen. „Wir strengen uns an und der rauscht im Anzug an uns vorbei“, beschwerten sich hinterher lachend einige Teilnehmer.
Eigentlich ging es ja nicht ums Gewinnen, aber keiner wollte sich abhängen lassen und so legte Andy Eyring „einen Zahn zu“, als Birgit Zirkelbach auf ihrem E-Bike zum Überholen ansetzte. Der trainierte Sportsoldat siegte schließlich mit großem Vorsprung, gab aber zu, dass er keine Chance gehabt hätte, wäre die Strecke noch steiler gewesen.
Außerdem hatte er ein Rennrad benutzt, das schneller fährt als das Mountainbike. Auf dem zweiten Platz landete Steffen Kleinheinz vom RWV Haselbach, Platz drei ging an Clemens Klug aus Unterweißenbrunn. Zirkelbach kam als Fünfte ins Ziel und war damit schnellste Fahrerin auf dem E-Bike. Als jüngster Teilnehmer erhielt Elia Behr aus Großbardorf und vom Mountainbikestützpunkt des Gymnasiums Bad Königshofen einen Extrapreis.
Die Trommel-Gruppe RaTaTong aus Rödles heizte den Teilnehmern am Ziel, dem Parkplatz unterhalb des Klosters Kreuzberg, nach der Siegerehrung mit Sambaklängen ein, denn die Sonne ließ sich am „Tag der Sonne“ nicht blicken, aber immerhin regnete es nicht.
Probefahren mit Elektrofahrrädern, Elektrorollern und dem Segway, letzteren hatte Günter Lieberth von der Energie-Initiative mitgebracht, beschäftigte die Interessenten, die ihr Wissen auch bei einem Energie-Quiz beweisen konnten. Am Stand des Naturparks konnte man sich bei Michael Dohrmann über regenerative Energien und die Aktivitäten im Biosphärenreservat und Naturpark informieren, die großen Solarkocher mussten jedoch mangels Sonne kalt bleiben.
ONLINE-TIPP
Mehr und Bilder unter rhoengrabfeld.mainpost.de

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