aktualisiert: 06.02.2012 15:05 Uhr
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WOLLBACH
Neue Halle an den Sauwiesen?
Urnengräber machen eine neue Friedhofssatzung nötig
Die meiste Zeit hielten sich die Bürgervertreter bei ihrer Sitzung im Friedhof auf. Dies ist allerdings nur im übertragenen Sinn zu verstehen, denn angesichts der Dunkelheit und der sibirischen Temperaturen zur Sitzungszeit beriet man doch lieber im Sitzungssaal des Rathauses. Und dort wurde nach gründlicher Erörterung die Änderung der Friedhofs- und Bestattungssatzung verabschiedet.
Laut VG-Geschäftsstellenleiter Josef Krause ist die Ausweisung von Urnengräbern Anlass für die Überarbeitung der Rechtsvorschrift. In die Satzung wurde die Größe der Grabdenkmäler bei den Urnenröhren – Höhe maximal 80 Zentimeter, Breite maximal 50 Zentimeter – Details festgelegt. Die Einfassungen von Urnengräbern müssen bodengleich hergestellt werden. Neu ist auch, dass an den begrünten Urnengrabstätten nur kleine Erinnerungstafeln angebracht werden dürfen.
Nicht nur Einheimische haben einen Anspruch darauf, im örtlichen Friedhof bestattet zu werden, sondern auch ehemalige Wollbacher, die in Alten- oder Pflegeheimen oder auch die bei auswärts wohnenden Angehörigen ihren Lebensabend verbringen. Bei einer Urnenbestattung muss die Urne aus verrottbarem Material bestehen.
Ein Ausrufezeichen setzten die Bürgervertreter hinter der nun in der Satzung verankerten Bestimmung, wonach Bestandteile des Grabschmucks, die nicht verrotten können, wie der Draht bei einem Kranz oder auch Grablichter, ordnungsgemäß entsorgt werden müssen und nicht einfach auf dem Grünabfall landen dürfen. Auch die Gebührensatzung wird geändert werden. Allerdings müssen zuvor erst die Urnengrabstellen angelegt und fertig gestellt sein.
Beleuchtung
Seit langem beklagen Kirchenbesucher, die im östlichen Bereich des Dorfes wohnen, das Fehlen einer Beleuchtung im Friedhof, da der Weg durch den Friedhof eine willkommene Abkürzung beim Kirchgang darstellt. Nun soll das Thema endgültig angepackt werden. Bürgermeister Alois Gensler berichtete über ein Gespräch, das er mit der Elektrofirma Erich Greier geführt hatte. Danach ist das Anbringen einer Wandleuchte an der Leichenhalle mit Bewegungsmelder problemlos möglich. Für den vorderen Bereich nahe der Kirche schlägt der Fachmann eine Stehlampe mit Zeitschaltuhr und einem Dämmerungsschalter vor. Dieser Idee gab die Mehrheit der Bürgervertreter dann auch den Vorzug gegenüber einer Lampe mit Bewegungsmelder. 1200 Euro wird man dort in die Hand nehmen müssen.
Das geplante Dorfgemeinschaftshaus und seine nicht unerheblichen Kosten bewegen weiterhin die Gemüter im Dorf. Wie in der letzten Sitzung bekundet, hat die „Wollbacher Wählergemeinschaft“, die im Gemeinderat durch Cornelia Müller, Werner Hilberth und Klaus Zimmer vertreten wird, nun auch schriftlich beantragt, eine Kosten-Nutzen-Analyse im Zusammenhang mit der geplanten Vermietung eines Teilbereiches des Gebäudes vornehmen zu lassen. „Wir wollen prüfen, in welchem Verhältnis die durch die Vermietung verursachten Mehrkosten zu den zu erwartenden Mieteinnahmen stehen“, betonte Cornelia Müller. Da finanzielle Argumente im Zusammenhang mit der Vermietung noch vor einer Entscheidung ausgetauscht werden sollten, verlegte man die weitere Beratung in den nichtöffentlichen Teil der Sitzung.
Gewerbegebiet
Im Gewerbegebiet „An der Sauerwiese“ tut sich was. Zwei Anfragen liegen Bürgermeister Alois Gensler vor. In unmittelbarer Nähe zum Parkplatz der Spedition Albert Werner war bisher ein Regenrückhaltebecken geplant gewesen. Da die Oberflächenentwässerung nun aber anderweitig erfolgt, kann diese Fläche nun gewerblich genutzt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass der Bebauungsplan im vereinfachten Verfahren geändert wird. Wie Bürgermeister Alois Gensler verriet, soll auf dem Grundstück eine Halle errichtet werden.
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