publiziert: 15.02.2012 16:47 Uhr
aktualisiert: 15.02.2012 16:54 Uhr
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Nur Sanierung mit Gestaltung bringt Fördergeld

Rege Diskussion bei Infoveranstaltung zum Umbau des Kirchplatzes und der Premicher Straße
  • So soll's werden: Landschaftsarchitektin Mirjam Glanz (von links), Bauingenieurin Erika Stubenrauch, Jürgen Eisentraut, Arbeitskreisleiter Volker Zehe und Bürgermeister Detlef Beinhauer erläuterten die Pläne für die Sanierung der Premicher Straße.
    Foto: M. Eckert
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Bei einer Informationsversammlung wurden die aktuellen Pläne für den Umbau des Kirchplatz Waldberg und die Sanierung der Premicher Straße vorgestellt. Landschaftsarchitektin Mirjam Glanz (Hohenroth) und Bauingenieurin Erika Stubenrauch (Königsberg) erläuterten die Eckpunkte.

An der Kirche entlang soll ein Streifen mit niedriger Bepflanzung entstehen, gegenüber der Kirche drei Parkplätze. Auf dem Kirchplatz sind eine Lampe und ein geschützter Platz mit Sitzgruppe und zwei Bäumen vorgesehen. Für den Bereich vor dem Pfarrhaus und den Kirchplatz wurde ein einheitliches Pflaster ausgesucht, jedoch mit variablen Steingrößen. Die Stufen zur Sakristei werden ausgewechselt.

Die Pläne für die Premicher Straße wurden vom Arbeitskreis der Dorferneuerung und in Bürgerversammlungen intensiv diskutiert. Wie Erika Stubenrauch jetzt informierte, komme eine wichtige Veränderung hinzu. Das Straßenoberflächenwasser werde gesammelt und in Richtung Premich in den Kellersbach abgeleitet. Das bedeute bauliche Veränderung. Die Straße werde nicht bis Mitte des Friedhofs, sondern bis zum Ende des letzten Hauses ausgebaut.

Andreas Bott äußerte sich kritisch über das Vorhaben. „Ich sehe es negativ, was in der Premicher Straße geschehen soll. Ich habe dann keine Möglichkeit mehr, Fahrzeuge zu parken.“ Gehwege könnten nicht mehr mit größerem Gerät geräumt werden. Und die große Frage: „Wohin mit den Fahrzeugen im Winter?“ Die bisherige Funktionalität der Premicher Straße falle weg. „Wir verschlechtern uns, dieser Meinung sind auch die Nachbarn. Wer befindet die Pläne überhaupt für gut?“

Heinrich Arnold wollte die Kritik nicht stehen lassen. Dass der Schnee künftig schwieriger geräumt werden könne, sei nicht ausschlaggebend. „Es wurde lange genug darüber gesprochen, wie es in der Premicher Straße werden soll.“ Auch verwahrte er sich dagegen zu pauschalieren, dass Nachbarn das auch so sähen. „Eins ist klar, die Premicher Straße schaut jetzt miserabel aus. Die Chance auf die Zuschüsse aus der Dorferneuerung kriegen wir nie wieder.“

Dem konnten Jürgen Eisentraut und Bürgermeister Detlef Beinhauer nur zustimmen. „Eine Sanierung ohne Gestaltung ist genauso teuer, nur dann eben ohne Förderung“, machte Eisentraut deutlich. Werde nichts gestaltet, gebe die Dorferneuerung auch kein Geld. Die Kostenschätzung für die Sanierung der Premicher Straße liege bei rund einer Million Euro. Bei einem Zuschuss von 50 Prozent liege der Gemeindeanteil bei 204 000 Euro, der Bürgeranteil bei 317 000 Euro. Beinhauer wagte eine Prognose: 8,67 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche. Eisentraut warnte, das jetzt so genau zu berechnen. Geplant sei, über den nächsten Winter auszuschreiben und 2013 mit der Sanierung zu beginnen.

Diskutiert wurde über die Abrechnung des Dorfplatzes, der 480 Quadratmeter umfasst. Es wurde der Wunsch laut, den Dorfplatz separat und nicht über die Umlage auf die Anlieger abzurechnen. „Der Dorfplatz ist für ganz Waldberg da und alle nutzen ihn“, machte Arnold aufmerksam. „Ich finde es nicht richtig, dass die anderen Bürger nicht belastet werden.“ Andererseits räumte er auch ein, dass bei einer Gesamtfläche von 36 582 Quadratmetern in der Premicher Straße der Dorfplatz nicht so sehr ins Gewicht falle. „35 Prozent übernimmt die gesamte Gemeinde“, ergänzte Beinhauer.

me
    
    

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Die neuesten Kommentare

punkbone (700 Kommentare) am 18.02.2012 17:21

Desweiteren ist es ökologischer und totaler

Schwachsinn, einen Umbau nach der Zahl der Fahrzeuge auszurichten. Der Durchgangsverkehr durch Waldberg hält sich auch in Grenzen, so das es egal ist ob ein paar Fahrzeuge auf der Straße parken oder nicht.
Was mich viel mehr wundert ist, das die Bevölkerung freiwillig ohne Einwände bereit ist für einen Umbau Geld zu bezahlen. Für was bezahlt man eigendlich noch Steuern, wenn für jeden Käse extra Geld bezahlt werden muss? Die Gemeinde erhält Steuern und damit müssen solche Maßnahmen bezahlt werden.
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punkbone (700 Kommentare) am 18.02.2012 11:55

In so einem Rhönkaff gibt es in Zukunft wahrscheinlich

weniger Autos als mehr. Durch Abwanderung und weniger Kinder werden es weniger statt mehr Autos, also ist diese Planung schon sinnvoll.
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buechs (1 Kommentare) am 16.02.2012 10:17

Keine Frage über eine Sanierung, aber...

... es wurde nie behauptet, dass alle Anwohner der Straße gegen einen Umbau sind. Allerdings sind es sehr viele.

Nachdem ca. 700 qm zusätzlich begrünt werden, fällt diese Fläche als Parkmöglichkeit weg, obwohl es immer mehr Autos in den Haushalten werden. Zusätzlich wird die übrige Parkfläche parallel zur Straße ausgelagert. Das bedeutet, dass der Schneeräumdienst die Parkplätze im Winter zuschiebt. Als Konsequenz fallen diese Parkplätze im Winter weg.

Wer mehrere Autos in einen engen Hof parken soll, bekommt mit Sicherheit massive Probleme mit der Parklogistik. Ergo wird früher oder später die Straße zugeparkt.

Die momentane Situation in der Straße hat sich bewährt. Warum ein bewährtes System wegen einem Zuschuss geändert werden soll, ist mir unverständlich. Es gibt bisher auch noch keine Kostenermittlung über eine „einfache“ Sanierung der Premicher Straße, weshalb man nicht beurteilen kann, was unter dem Strich günstiger wäre.

Zudem gebe ich der Gemeinderätin Jacomina van Strien völlig Recht. Zunächst sollten Kosten ermittelt werden, das ganze Projekt vorgestellt und dann erst darüber entschieden werden. Plötzlich ist eine Entscheidung schon Fakt und es ist nur noch eine Info- Veranstaltung für die Anwohner?!?

Die Begründung, dass das Projekt schon lange besprochen wurde, ist doch keine Argument dafür, dass es nun auch so ausgeführt werden muss. Einerseits soll sich der Bürger über ein vorgeschlagenes Projekt Gedanken machen, andererseits wird man abgeschmettert, wenn man sich nach reiflicher Überlegung dagegen ausspricht.
Das nennt man also Demokratie...

Andreas Bott
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