aktualisiert: 06.02.2012 13:38 Uhr
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HEUSTREU
Räuber und Polizisten in Aktion
Ausgelassene Fröhlichkeit beim Büttenabende des Turn- und Sportvereins
Draußen herrschte sibirische Kälte – drinnen sorgten fetzige Tänze und Büttenreden mit hintergründigem Humor dafür, dass kein Auge trocken blieb. Die Büttenabende des Turn- und Sportvereins setzten einmal mehr Akzente der ausgelassenen Fröhlichkeit.
Der Auftakt war famos – die Purzelgarde legte im Outfit von Bankräubern und Polizisten gleich kräftig los. Bei solchen Polizisten braucht Höschter auch in Zukunft keine Angst mehr zu haben, war zu hören.
Wenn Michael Schneider und Harald Stäblein die Narrenbühne betreten, dann erwartet das Publikum feinen Humor. Die beiden Urgesteine des Höschter Fasching blieben den Besuchern nichts schuldig. Die Garde Rot-Weiß des TSV fegte gleich einem Wirbelwind über die Bühne. Denn die Mädels hatten eindruckvoll unter Beweis gestellt, dass nicht nur flotte Märsche, sondern auch zünftige Rockmusik für sie kein tänzerisches Problem darstellten.
Wie das Leben auf dem Bauernhof abläuft, erfuhren die Gäste unter schallendem Gelächter. Die junge Bäuerin (Sabine Menniger) und Knecht (Sascha Kugler) führten den Bauernalltag vor Augen.
Heustreu war im vergangenen Jahr das „Dorf der Baustellen“. Die drei Bauarbeiter Paul Greb, Michael Schneider und Petra Menninger nahmen manches Vorkommnis aufs Korn und begeisterten durch ihren geschliffenen Vortrag. Ja, da sind sie alle froh, die Heustreuer, dass sie nach langer Bauphase wieder sicher durchs Dorf fahren können.
Einer Prinzessin fällt ihre goldene Kugel beim Spielen in den Brunnen. Die Augen der Gäste im Sportheim leuchteten vor Begeisterung, wie es den Mädels der Showtanzgruppe mit ihrem „lieblichen Spiel“ gelang, den Frosch in einen Prinzen zu verwandeln.
Heustreu hat mit der Saale, Streu und Wollbach wasserreiche Flussläufe. Was sich darin bewegt und warum die Brücke über den Mühlbach an der Wiesenmühle eingestürzt und noch nicht wieder gebaut ist, erfuhr das Publikum von den drei Wassermännern. Es war einmal mehr eine gelungene Show der Brüder Bernd und Christian Hemmert und ihres Cousins Roland Illig. Was sie alles im närrischen Outfit ans Tageslicht beförderten.
Nach der Pause war es im Sportheim mucksmäuschenstill, als Thomas Wohlfahrt, Lorenz Manger, Walter Heitel und Achim Wüst kräftig vom „Leder zogen“. Da blieb kein Auge trocken. Der Vorschlag, Heustreu in Heufurt umzubenennen, weil durch die eingefallene Brücke an der Wiesenmühle „das Heu furt ist“ und die Schafe vom Reinhold Benkert traurig über den Mühlarm blicken und kräftig blöken. Auch der langsame Straßenbau durch die Ortsmitte bekam sein Fett weg, ebenso die „krummen Straßenlampen“.
Das Musical Starlight Express setzte die zweite Showtanzgruppe mit viel Temperament in die Tat um.
Dass Alexander Wohlfart nicht nur vorzüglich moderieren, sondern ebenso gut singen kann, unterstrich er mit der Parodie: „Ist das nicht der Pharao“.
Dass die Opernvon Wagner durchaus auch in einem Faschingsprogramm ihren Platz haben können, bewiesen Sabine Menniger, Michael Schneider und Petra Menninger dem begeisterten Publikum.
Was sich im Wartezimmer beim Arzt abspielt, das hörten die aufmerksamen Gäste mit sichtlichem Vergnügen. Mit deftigen Wortspielen ging die Post ab und wieder waren die „schrägen Lampen im Dorf“ ein beliebtes Diskussionsthema, über dem alle Wehwehchen schnell vergessen wurden. Verena Troibner, Steffanie Greb, Tobias Oppelt und Michael Reubelt waren die flotten Interpreten.
Das seit vielen Jahren begeistert das Männerballett und ließ auch heuer keine Wünsche offen. Vier Polizistinnen und neun Gefangene boten eine perfekte Show.
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