publiziert: 10.04.2011 12:10 Uhr
aktualisiert: 10.04.2011 12:13 Uhr
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Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text BASTHEIM
Taktik, Technik und Ausbildung müssen ineinander greifen

Informationsveranstaltung über Atemschutz für Feuerwehrleute war gut besucht
  • Die Feuerwehr Bastheim veranstaltete in der Besengau-Scheuer einen Informationsnachmittag, bei dem der 1. Vorsitzende Sebastian Karl zwei renommierte Fachleute begrüßen konnte. Deren Referate verfolgten die teilnehmenden Feuerwehrleute im großem Interesse.
    Foto: Ruth Müller
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(rm) Atemschutzunfälle, Grundsätze zur Ausrüstung und Einsatzgrenzen – diese Themen interessierten nicht nur Feuerwehrleute aus Rhön-Grabfeld. Die Einladung der Bastheimer Feuerwehr zur Infoveranstaltung nahmen Wehrleute aus den Landkreisen Bad Kissingen, Schweinfurt, Coburg, Fulda und Hildburghausen an.

Adrian Ridder, Mitautor des Buches „Atemschutz-Notfallmanagement“ und Atemschutzausbilder der Feuerwehr Bergrheinfeld referierte über die Themen „Atemschutzunfälle“ sowie „Grundsätze zur Ausrüstung und Ausbildung von Sicherheitstrupps“. Er stellte das Team Atemschutzunfälle vor. Es führt in Privatinitiative Statistiken über Unfälle im Atemschutz und gibt Hinweise zu Ursachen. Auch gibt das Team Tipps, Atemschutzunfälle zu vermeiden, die Atemschutzausbildung zu verbessern und damit für mehr Sicherheit bei Übung und Einsatz zu sorgen.

Anhand von schweren Unfällen erläuterte er die Ursachen und gab Ansätze für die Ausbildung, um solche Unfälle zu verhindern. Sein Fazit: Um Unfälle zu vermeiden, müssen Taktik, Technik und Ausbildung wie ein Zahnrad ineinander greifen. Dazu ist eine realitätsnahe und standardisierte Ausbildung in den Feuerwehren nötig. Man sollte aus den Fehlern anderer lernen.

Im zweiten Vortrag stellte Adrian Ridder die Ausrüstung eines leichten und schweren Sicherheitstrupps vor. Er gab Anregungen, wie ein Sicherheitstruppkonzept in der eigenen Feuerwehr oder mit Nachbarfeuerwehren erstellt werden und eine realitätsnahe Ausbildung erfolgen kann. Auch die Atemschutzüberwachung, Anleiterbereitschaft und taktische Ventilation verbessern die Situation im Notfalleinsatz. Fazit: Die Grundlagen müssen sitzen. Dies kann durch gute Ausbildung erreicht werden. Technik, wie beispielsweise eine Wärmebildkamera, sollte zur Unterstützung des Sicherheitstruppeinsatzes verwendet werden.

Als weiterer Referent war der aus Mellrichstadt stammende Martin Bach, Leiter des Dezernates Feuerwehr der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen und stellvertretender Löschzugführer des Löschzuges Münster-Gremmendorf, in Bastheim. Er referierte über das Thema „Persönliche Schutzausrüstung im Atemschutzeinsatz – Hinweise und Einsatzgrenzen“.

Bach stellte die Ausrüstung vor, die ein Atemschutzträger benötigt, gab Informationen über Normen, die es bei der Beschaffung von Ausrüstung zu beachten gilt. Auch Handhabung, Risiken und Grenzen der Ausrüstung wurden erklärt.

Die Fragen der zahlreich erschienenen Feuerwehrleute wurden durch die Referenten fachkundig beantwortet. Die Teilnehmer konnten so viele Anregungen für die Ausbildung in den Wehren mitnehmen.

Weitere Infos zum Team Atemschutzunfälle gibt es unter: www.atemschutzunfaelle.eu

    
    

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