publiziert: 07.02.2012 16:13 Uhr
aktualisiert: 07.02.2012 16:24 Uhr
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Haben sie Angst vor dem Wolf in der Rhön?

Gerhard Höhn aus Mellrichstadt, passionierter Jäger und Leiter der Hegegemeinschaft Mellrichstadt, hat an sich nichts gegen eine Wiederansiedlung des Wolfes in der Rhön. „Ich glaube aber nicht, dass er ideale Lebensbedingungen vorfindet“, so der Fachmann. Zu kleinteilig sei das Gebiet strukturiert, selbst das Gebiet zur Hochrhön sei von vielen Straßen zerschnitten. „Ich sehe da die Gefahr, dass Wölfe zu schnell überfahren werden.“ Das Birkwild sei eher nicht in Gefahr, wenn der Wolf komme. „Aber die Schafzüchter dürften Probleme bekommen, denn in Konkurrenz zu den Jägern wird der Wolf dorthin ausweichen“, glaubt Höhn. „Es wird auf jeden Fall Konflikte geben“, meint der Jäger. Gebiete im Osten Deutschlands wie die Niederlausitz seien geeignetere Reviere für den Wolf, schätzt Höhn. Foto: Mauder

Dorothee Fries aus Aub hat erst kürzlich einen Bericht über Wölfe gesehen und hält eine Einwanderung in der Rhön für einen wichtigen Beitrag innerhalb des biologischen Gleichgewichts. Die Rhön gehöre zu den ursprünglichen Lebensräumen dieser Tiere. Da sie sehr menschenscheu sind, sieht sie keine Gefahr für Spaziergänger. Landwirte und Kleintierhalter sollte man finanziell entschädigen, wenn ihre Tiere gefressen werden. Foto: Vossenkaul

Florian Bauer aus Trappstadt ist für die Einbürgerung von Wölfen in der Rhön, weil sie zum natürlichen biologischen Kreislauf dazugehören. Das seien schöne Tiere, die eine wichtige Aufgabe erfüllen. Für den Menschen seien sie nicht gefährlich, da er nicht zu ihrem Beuteschema gehöre. Die Landwirte würden sich über Wölfe in der Rhön sicher nicht freuen, sie müssten entschädigt werden. Foto: Vossenkaul

Dieter Schwenkert aus Bad Neustadt hat keine Bedenken, wenn sich der Wolf in der Rhön ansiedelt. Wenn das Tier auf natürlichem Weg zu uns kommt, sieht er keine Probleme. Allerdings findet er es nicht gut, wenn die Tiere nur angesiedelt werden, um eine Attraktion zu sein. Für den Menschen sieht er keine Gefahr, er wird auch weiterhin im Wald joggen gehen. Foto: Berger

    
    

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