publiziert: 06.02.2012 16:17 Uhr
aktualisiert: 06.02.2012 16:54 Uhr
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Vater, Mutter, Kinder – alle musizieren in einem Orchester

Stehende Ovationen für die Darbietungen des Generationenorchesters in der Heustreuer Festhalle
  • Stehende Ovationen: Ein Konzert der Extraklasse bot das Orchester der Generationen in Heustreu.
    Foto: Hanns Friedrich
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Wenn der Dirigent zum Zirkusdirektor wird, Musiker zu Clowns und Kuno Holzheimer sich als Tellerjongleur versucht, dann kann man sicher sein, dass das Orchester der Generationen wieder einmal unterwegs ist. Diesmal spielte es für die Caritasstiftung Rhön-Grabfeld.

Beim Konzert am Sonntagnachmittag begeisterten die 53 Musiker, die aus 23 Musikvereinen ihr Publikum. „Es ist ein echtes Generationenorchester, denn wir haben auch eine komplette Familie mit Vater, Mutter und drei Jungs dabei“, berichtete die Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes Rhön-Grabfeld, Renate Haag. Kein Wunder, dass nach gut zwei Stunden der Beifall kein Ende nehmen wollte und stehende Ovationen zeigten, dass die Musiker zu Höchstleistungen aufgelaufen sind.

Ein dickes Lob für die Musiker, die sich bei gerade mal vier Proben auf das Konzert vorbereiten konnten. Das Orchester der Generationen, das vor vier Jahren aus der Taufe gehoben wurde, hat sich enorm gesteigert und bot ein Konzert, das keine Wünsche offen ließ. Eine musikalische Reise von Norwegen bis ins Frankenland, Musik von Ludwig van Beethoven bis zum Bon Jovi-Rock Mix. „Wir sind hier im Landkreis die Hochburg der Blasmusik“, sagte Dirigent Kuno Holzheimer, künstlerischer Leiter der Bayerischen Musikakademie Hammelburg.

Wie gewohnt, waren es Musikerinnen und Musiker, die durch das Programm führten. So erfuhren die Gäste zum Beispiel, dass Henk van Belcum, dessen Werk Fanfare, Cance and Choral das Konzert eröffnete, das Lied „In Dir ist Freude“ verwendet. Das Stück begann mit einer festlichen Fanfare und ging in einen beschwingten Tanz über. Das eigentliche Lied war dann im Choral mit Umspielungen zu hören. Danach erklang von Ludwig van Beethoven das Allegretto, das aus der 7. Sinfonie stammte. Vor genau 200 Jahren komponierte Beethoven das Stück. Es folgte von Lorenzeo Pusceddu „Chantueri“ das mit einer prachtvollen Einleitung eröffnet wurde. Es bestand aus wenigen Themen, die immer wieder verändert aufgeführt wurden. Die Anfangsfanfare war denn auch der grandiose Abschluss des Liedes. Mit Norway Impressions von Alfred Bösendorfer spannte dann einen weiten Bogen von der feierlichen Hymne über die Fjorde bis Dänemark. Feine Holzbläserklänge stellten dabei die atemberaubende Seenlandschaft dar. Die „freudig hüpfenden Stakkatoklänge der Musiker“ sollten dabei die Skispringer darstellen.

„Frankenfest“ war das nächst Musikstück und es war nicht verwunderlich, dass dieses in fränkischer Mundart vorgestellt wurde. In dem Musikstück hat Manfred Gaetjens viele bekannte fränkische Musik- und Liedstücke verarbeitet.

Dem „Einzug der Gladiatoren“ folgte der „Manegenzauber“ bei dem selbst das Publikum eingebunden war. Anhand eines Schildes, das Dirigent Kuno Holzheimer hochhielt, gab's Applaus zur rechten Zeit. Der Posaunist war in Frack und Zylinder zu sehen, die Musiker hatten sogenannte Klostopfer, also Saugglocken, parat, um die Musiktöne entsprechend zu variieren, man sah Clowns und schließlich versuchte sich Kuno Holzheimer sogar als Tellerjongleur. Kein Wunder, dass der Beifall nicht enden wollte.

Weiter ging es mit „The Wizard of Oz“ sowie mit einem Bon Jovi- Rock Mix. Renate Haag bat die Zuschauer abschließend um eine Spende für die Caritasstiftung Rhön-Grabfeld, denn für sie war das Konzert angesetzt. Zu Gast war deshalb auch die Kreisvorsitzende Angelika Ochs. Kuno Holzheimer hatte natürlich einen Marsch als Zugabe bereit, das Ave Maria: „Musiker wollen sich ausblasen und da ist so ein ruhiges Stück zum Abschluss genau richtig.“

hf
    
    

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