aktualisiert: 19.07.2011 09:36 Uhr
Text
Text
MERKERSHAUSEN
Viel Theorie über Futter und Vieh
Fünf frisch gebackene Landwirte haben ihre Prüfung bestanden
-
Kontrollierter Anbau: Bei der Aussaat der Zwischenfrucht überprüft Christian Weber (links) unter den strengen Augen von Landwirtschaftsmeister Gerald Ort (rechts) ob die Saattiefe korrekt ist.Foto: Maximilian Stuhl -
Bestandskontrolle: Christoph Benckiser (rechts) zählt die Körner einer Ähre für die umfangreiche Bestandshochrechnung. Landwirtschaftsmeister Martin Götz kontrolliert das Ergebnis.Foto: Maximilian Stuhl
Bereits seit Anfang Juni stellen sich in verschiedenen Betrieben in der Region Main-Rhön angehende Landwirte der Abschlussprüfung. Auch fünf Landwirte in Bad Königshofen mussten sich den Prüfungsaufgaben des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schweinfurt stellen.
Längst sind Landwirte keine reinen Praktiker mehr. Nicht zuletzt durch die gesetzlichen Anforderungen und zu beachtenden Auflagen müssen sich Landwirte heute auch am Schreibtisch bestens auskennen. Nur praktische Erfahrungen reichen für die erfolgreiche Führung eines Betriebes eben sowenig aus wie der Besitz von reinem Fachwissen.
Kaufmännische Erfahrung
Moderne Landwirte müssen heute kaufmännische Erfahrungen haben und in der Praxis Höchstleitung zeigen. „Entsprechend hoch sind die Anforderungen unserer Prüfungen", betont Martin Mack, der als Ausbildungsleiter verantwortlich für die Prüfungsabnahme der angehenden Landwirte ist.
Insgesamt zehn Prüfer, darunter Agraringenieure, Berufsschullehrer und Landwirtschaftsmeister, nahmen die Prüfung der fünf Prüflinge in den Betrieben von Ruthard Kindermann in Merkershausen und Arnold Lurz in Großeibstadt ab.
Diese haben im Vorfeld entweder eine normale klassische Ausbildung über drei Jahre in einem landwirtschaftlichen Betrieb absolviert oder kamen als Quereinsteiger zum Wunschberuf Landwirt.
Nachdem die Teilnehmer die schriftliche Prüfung bereits im Juni abgelegt haben, stand nur doch die praktische Prüfung aus, in der aber auch durchaus theoretisches Fachwissen notwendig war. So mussten Mastschweine umfangreich beurteilt werden, eine entsprechende Futterberechnung erstellt werden und darauf basierend eine Verkaufsberechnung kalkuliert werden.
Im pflanzlichen Bereich führten die Prüflinge eine Bodenuntersuchung mit Düngeplanung durch und bereiteten die Aussaat einer Zwischenfrucht vor.
Dabei sind die Anforderungen höher als man vermuten könnte. „Der Beruf Landwirt erfordert kaufmännisches Wissen in einem ebenso großen Maße wie praktisches Geschick“, weiß Agraringenieur Martin Mack aus Schweinfurt. Dementsprechend erwarten die Prüfer sehr gute Leistungen von den angehenden Landwirten.
Alle Anwärter haben bestanden
Auch wenn die Qualität der Ausbildung in der Region Main-Rhön vergleichsweise hoch ist, ist das keine Garantie dafür, dass die Landwirte die Prüfung auch tatsächlich bestehen. „Es gab in den vergangenen Wochen bedauerlicherweise Kandidaten, die nicht bestanden haben“, resümiert der Ausbildungsleiter. Umso erfreulicher die Tatsache dass alle Anwärter bei den umfangreichen Prüfungen in Merkershausen und Großeibstadt neben der theoretischen nun auch die praktische Prüfung erfolgreich bestanden haben. Zukünftig offiziell den Titel Landwirt tragen dürfen unter anderen Christian Weber (Bad Königshofen), Christoph Benckiser (Maßbach), Randy Diez (Sulzthal) und Alexander Grebner (Ebrach).
Diesen Artikel
Die neuesten Kommentare
Gelesen
Kommentiert
|
|
WILDFLECKEN Der Rhönklub ist nicht mehr Rinkes Verein |
|
|
WILDFLECKEN Das Lebenswerk ist zerstört |
|
|
IRMELSHAUSEN Zu zweit und noch allein auf dem See |
|
|
WILDFLECKEN Rinke tritt aus ihrem Rhönklub aus |

Wetter