publiziert: 22.09.2009 16:46 Uhr
aktualisiert: 22.09.2009 16:48 Uhr
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Viele Ideen für eine Fortsetzung

Positive Bilanz der Jugendkulturwochen in Mellrichstadt und Bad Königshofen

Das größere Netzwerk hat funktioniert – die Jugendkulturwochen (JKW), die zum ersten Mal in Mellrichstadt und Bad Königshofen durchgeführt wurden, waren aus Sicht der Veranstalter ein großer Erfolg.

  • Das Netzwerk hat gut funktioniert: Die Jugendkulturwochen in Mellrichstadt und Bad Königshofen waren ein voller Erfolg. Darüber freuen sich (vorn von links) Sonderpädagogin Renate Knaut, Vhs-Leiter Klaus Schemmerling, Bad Königshofens Bürgermeister Thomas Helbling, (dahinter von links) Museumsleiter Andreas Rottmann, Mitarbeiter Daniel Schreiber und Mitorganisator Thomas Hälker.
    FOTO Regina Vossenkaul
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Bei der Bilanz-Konferenz in Bad Königshofen lobte Bürgermeister Thomas Helbling das Engagement von Klaus Schemmerling, Leiter der Volkshochschule Rhön und Grabfeld, Sonderpädagogin Renate Knaut, dem Leiter der örtlichen Museen, Andreas Rottmann, und den Mitorganisatoren Thomas Hälker und Daniel Schreiber. Er sei oft angesprochen worden, habe E-Mails und sogar Briefe von Kurgastmüttern erhalten, die sich bedankt haben, dass sie an Veranstaltungen teilnehmen durften.

Das konnte Renate Knaut bestätigen, die viele Anfragen erhielt von Stadtlauringen bis Sulzfeld. Viele hätten sich eine Wiederauflage im nächsten Jahr gewünscht. „Die Veranstaltung war eine tolle Werbung für die Städte Mellrichstadt und Bad Königshofen“, sagte Knaut. Es würden sich auch neue Dinge ergeben wie interessante Workshops und Themen, die man gern aufnehmen werde.

Gemeinsamer Weg erfolgreich

Andreas Rottmann freute sich besonders über den Zugang, den die Kinder und Jugendlichen auf diese Weise zu Kultur und Museen bekommen haben. Bei der Nacht im Museum mit 40 Kindern ergab sich ganz automatisch eine Führung durch das Haus. „Die Kinder waren neugierig geworden und fragten von sich aus, ob sie sich alles anschauen dürfen und ob es dazu Erklärungen gibt“, erklärte Rottmann.

Klaus Schemmerling zog ein positives Fazit. Beide Städte hätten durch das hochwertige kulturelle Angebot wieder ein wenig von ihrer Zentralitätsfunktion übernommen, fand er. Es sei schön, dass man hier einen gemeinsamen Weg gehen konnte. Die Eltern wollen, dass ihre Kinder die Freizeit möglichst sinnvoll verbringen und nehmen für bestimmte Veranstaltungen auch mal einen Fahrtweg auf sich. Schemmerling fand es sehr positiv, dass die Veranstaltungen in beiden Städten angeboten wurden. So sei bei der Grenzfahrt jeweils die Hälfte der Kinder aus Mellrichstadt und Bad Königshofen gekommen.

In Mellrichstadt standen alle Veranstaltungen der Jugendkulturwochen auch im Ferienprogramm der Stadt, was jedoch keine Konkurrenz zu den Angeboten der Vereine darstellen sollte, wie Schemmerling erläuterte. Gelernt hat er auch, dass es wichtig ist, die Schwellen für die Kinder und Jugendlichen niedriger zu machen. Beim Anmelden seien viele Jugendliche sehr zurückhaltend. „Sie entschließen sich mehr spontan zu einer Teilnahme“, weiß Schemmerling. Es gibt noch viele gute Ideen, die in die Tat umgesetzt werden können, wichtig sei jedoch eine feste Basis wie das JuZ in Bad Königshofen, wo die Fäden zusammenlaufen, darüber waren sich alle Anwesenden einig.

Schemmerling lobte die wichtige, sozialpolitische Arbeit, die im JuZ läuft und immer weitere Kreise zieht. Von ihrer Arbeit berichtete in diesem Zusammenhang Renate Knaut, die nicht nur Veranstaltungen plant und gemeinsam mit Mitarbeiterin Veronika Keim und ehrenamtlichen Helfern durchführt, sondern auch Ansprechpartnerin ist für Eltern, die über Probleme sprechen wollen, oder für Jugendliche, die Bewerbungen schreiben oder Formulare ausfüllen müssen. Mehr als 500 Kinder und Jugendliche haben an den Veranstaltungen der JKW in Bad Königshofen und Mellrichstadt teilgenommen - das zieht Kreise. Inzwischen haben sich auch weitere Institutionen gemeldet, die gern dabei sein würden, wenn wieder sechs spannende Wochen für Kinder und Jugendliche mit einem anspruchsvollen Programm auf die Beine gestellt werden.

Von unserer Mitarbeiterin Regina Vossenkaul
    
    

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