aktualisiert: 29.07.2012 12:03 Uhr
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BAD KÖNIGSHOFEN
Vogel oder doch Machon?
CSU-Kreisverbände wählen Direktkandidaten
Wird es der 38-jährige Rechtsanwalt Steffen Vogel oder schafft es vielleicht doch der gleichaltrige Apotheker Christian Machon? Die Antwort auf die Frage, wen von beiden die CSU-Kreisverbände Haßberge und Rhön-Grabfeld zum Direktkandidaten für die Landtagswahl 2013 küren, wird am Montag im großen Kursaal in Bad Königshofen in einer Stimmkreisversammlung beantwortet.
Als Favorit geht Steffen Vogel aus Theres in diese Delegiertenversammlung, in der es für die CSU-Kreisverbände darum geht, einen Nachfolger für MdL Bernd Weiß (Mellrichstadt) zu bestimmen, der nicht mehr für den Landtag kandidiert. Denn Vogel, CSU-Verbandsvorsitzender im Kreis Haßberge, hat 65 Delegierte im Rücken, während Christian Machon aus Unsleben, Verbandsvorsitzender im Kreis Rhön-Grabfeld, nur auf 55 Delegierte zählen kann.
Vogel ist zuversichtlich
Steffen Vogel weiß, dass es bei der Abstimmung am Montag jedem Delegierten völlig freigestellt ist, für wen er stimmt. Trotzdem ist er zuversichtlich, das Direktmandat der CSU im Stimmkreis 604 zu holen. „Ich sehe keine Anzeichen dafür, dass die 65 Delegierten aus dem Landkreis Haßberge nicht geschlossen für mich stimmen sollten“, so Vogel am Freitagmittag gegenüber dieser Zeitung. Er sei als Vorsitzender des CSU-Kreisverbands Haßberge viel im Stimmkreis unterwegs gewesen und habe immer gut mit den Leuten draußen zusammengearbeitet. „Ich war immer sehr präsent“, so Vogel.
Machon ist unaufgeregt
„Erwartungsvoll entspannt“ – so beschreibt Christian Machon seine Stimmungslage wenige Tage vor der Stimmkreisversammlung in Bad Königshofen. Noch gebe es kein Gefühl der Aufregung, und auch schlaflose Nächte habe er bislang noch nicht gehabt. Möglicherweise liegt das auch daran, dass er seine Chance, das Direktmandat im Stimmkreis zu erringen, realistisch sieht. „Die Zahlen sprechen schließlich eine deutliche Sprache.“
Gemeinsame Einladung
Steffen Vogel und Christian Machon betonen, dass sie auch nach der Abstimmung respektvoll miteinander umgehen werden – egal, für wen sich die Delegierten als Direktkandidaten entscheiden sollten. „Das Leben geht schließlich weiter“, so Vogel, der wie Machon darauf hinweist, dass es doch ein weiteres untrügliches Zeichen dafür gibt, dass es am Montag eine sachliche Stimmkreisversammlung geben wird. Man habe schließlich gemeinsam zu dieser Versammlung eingeladen und werde das Abstimmungsergebnis deshalb auch gemeinsam tragen. „Wir kennen uns jetzt seit vielen Jahren und telefonieren öfter miteinander“, so Christian Machon. Das solle auch nach der Delegiertenversammlung so bleiben.
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