aktualisiert: 06.02.2012 15:07 Uhr
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OBERELSBACH
Von wortkargen Rhönern und dem Elsbeerbaam vorm Kolosseum
Valentin-Rathgeber-Chor begeistert sein Publikum mit abwechslungsreichem Programm beim Faschingsabend in der Elstalhalle
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Der Paul un sei Gaul: Werner Kaufmann und Günther Sitzmann (im Vordergund) glänzten in ihren Rollen als wortkarge Rhönbauern. Das Publikum applaudierte reichlich.Fotos (2) marc Huter -
Königin Birgit I.: Sonja Rahm spielte Oberelsbacher Regentin und sang „Ei ja, ei ja, n Elsbeerbaam pflanzt die Birgit vor ihr'm Stadion“. Die original Birgit kam bei diesem Song mit auf die Bühne.Foto: Huter
Wenn eine blonde Traumfrau namens Ute ihren Waldemar huldigt, der Musikvereinvorsitzende nach der 1200. Sitzung zur 1200-Jahrfeier in den Himmel kommt und das Publikum am laufenden Band singt und lacht, dann ist Oberelsbacher Fasenacht: Und zwar die Fasenacht des Valentin-Rathgeber-Chors Oberelsbach, die in ihrer dritten Auflage unter dem beMotto „Oberelsbach - wie es singt und lacht“ wieder für einen Höhepunkt nach dem anderen sorgte.
Viele „Öwerälsbicher Originale“ waren zu dem bunten Faschingsabend gekommen, mit dabei „Königin Birgit I., die Königin der Kreuzbergallianz“ und „König Habermann I. zu Rhön-Grabfeld“. Alle erlebten einen überragenden Abend mit voller Musik und Gesang.
Sonja Rahm, Dirigentin des Chors, moderierte flott, spontan und witzig und präsentierte sich zugleich als Akteurin und Texterin. Als „Öberälsb“ schwärmte sie in Liedform von Oberelsbach, vom Durst, den sie mit Pax Bräu löscht und von der „Wurscht“, die sie vom Mangold holt.
Ihre Untertanen, die Männer und Frauen des Rathgeber-Chors sorgten für Begeisterungsstürme. Mit einem Lied stellten sie sich als Sänger des Oberelsbacher Chores vor: „1200 Jahrfeier in Oberelsbach, da lass mers richtig krach, da werden die Tage einfach durchgemacht“.
In den Himmel kam der Musikvereinsvorsitzende (Klaus Mölter), nach der 1200. Sitzung zur 1200-Jahrfeier. Von Petrus (Otto Schwark) wurde ihm das „Frohlocken“ unter anderm mit Punk-Engel (Werner Kaufmann) aufgetragen, was ihm jedoch sehr missfiel. So bekam er die einmalige Chance, nach Oberelsbach zurückzukehren und dort die göttliche Eingebung zur 1200-Jahrfeier an die Bürgermeisterin heranzutragen. Doch da der Gasthof „Winni“ auf der Strecke lag, wartet die Bürgermeisterin noch heute darauf.
Mit Werner Kaufmann und Günther Sitzmann verirrten sich zwei wortkarge Rhönbauern auf die Bühne, bevor Barbara Kraus als Engel von „Ein bisschen Frieden“ für die 1200-Jahrfeier sang. Ein Problem hatten Klaus Mölter und Günther Sitzmann als Bauhofarbeiter, die den Auftrag hatten, einen Baum vor das Kolosseum zu pflanzen und keinen Betreiber fanden. Welcher Baumart es ist, beantwortete der gesamte Chor: „Ei ja, ei ja, n Elsbeerbaam pflanzt die Birgit vor ihrm Stadion.“ Dazu passten die gesanglichen Huldigungen von Sonja Rahm alias Birgit Erb: „Gott schütze Birgit Erb“.
Otto Schwark interpretierte mit einem Sologesangstück Pfarrer Andreas Bosl, der nicht nur „Oh, wann kommt ihr?“ sang, sondern auch dabei eine Mütze aufhatte. Ohne Instrumente brachte der Valentin-Rathgeber-Chor als Musiker der Trachtenkapelle Oberelsbach den Böhmischen Traum ins Publikum, dirigiert vom Nachwuchsdirigenten Eric Huter mit den strammen Waden.
Der Dr. Rupp ist weg, jedoch war nun Dr. Müller, bravourös gespielt und gesungen von Rudi Müller, au die Oberelsbacher Bühne gekommen, der die Lösung für alle Wehwehchen hatte. Die Oberelsbacher Faschings-Originale „Regine“ und „Mariechen“ glänzten ebenso wie der Held aller Frauen, der Friseur Bruno. Die blonde Traumfrau Ute (Barbara Schnepf) aus Oberelsbach huldigte ihren Waldemar mit Sangestexten wie „Ich seh ihn mir täglich an, wie er die Säu erlegt“.
Die Purzelgarde und das Damenballett aus Unterwaldbehrungen hatten beim Valentin-Rathgeber-Chor genauso einen Auftritt wie das Männerballett aus Birx. Zum fulminanten Höhepunkt sang der Valentin-Rathgeber-Chor 40 Volkslieder in drei Minuten, bevor bis spät in die Nacht dank Alleinunterhalter Patrick Müller getanzt und gefeiert wurde.
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Mehr und Bilder unter rhoengrabfeld.mainpost.de
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