publiziert: 03.08.2010 15:08 Uhr
aktualisiert: 03.08.2010 16:09 Uhr
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Was macht den Treffpunkt sicher?

Muss eine Brandmeldeanlage her oder genügt eine Alarmanlage – Eine Frage der Kosten

Ein vollgepacktes Programm hatte der Stadtrat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause zu absolvieren. Darunter auch den Tagesordnungspunkt „Brandmeldeeinrichtung im Treffpunkt Bauerngasse 63“, den das Gremium ausführlich diskutierte. Dass eine solche Einrichtung dringend vonnöten ist, daran bestand überhaupt kein Zweifel. Dies unterstrich Bürgermeister Eberhard Streit, der sich und seine Ratskollegen in die Pflicht nahm, mit dem Hinweis: „Mit der Bekanntgabe des Mankos, dass dort der Brandmelder nicht funktioniert, steht jetzt der Stadtrat in der Verantwortung.“

Die Frage richtete sich im Laufe der Diskussion ausschließlich nach den Möglichkeiten der Alarmierung, die sicher und zugleich auch kostengünstig ist. Mit Jürgen Schwanzer, Chef der gleichnamigen Elektrofirma in Mellrichstadt, hatte sich der Bürgermeister einen Fachmann an die Seite geholt, der zum einen den Unterschied zwischen den Systemen einer Brandmeldeanlage wie auch einer Alarmanlage aufzeigte und die notwendigen Arbeiten dazu erläuterte. Der Aspekt der Sicherheit für die Besucher des Treffpunkts steht natürlich im Vordergrund.

Der Unterschied der Alarmierungssysteme zeigt sich bei den Kosten. Die Installation einer Brandmeldeanlage, die Kreisbrandrat Peter Bulheller aus Gründen der Sicherheit favorisiert, kostet etwa 30 000 Euro, zuzüglich der Projektierungskosten von rund 2000 Euro. Eine herkömmliche Alarmanlage für das Treffpunkt-Gebäude wird mit etwa 7000 bis 8000 Euro kalkuliert. Schließlich einigte sich das Ratskollegium darauf, dass die Verwaltung zunächst mit dem Kreisbrandrat die Frage des Alarmierungssystems klärt, ehe das entsprechende Objekt ausgeschrieben wird. Das letzte Wort hat dann der Stadtrat, der über die Angebote entscheidet.

Die Baumaßnahmen in der Innenstadt mit der Sperrung der Hauptstraße erhöhe die Gefahr für Grund- und Realschüler, die im Bereich der Bushaltestelle Alfons-Halbig-Platz über die Straße gehen. Dem erhöhten Verkehrsaufkommen, so hatte der Stadtrat in seiner April-Sitzung angeregt, könnte doch mit einem Zebrastreifen Rechnung getragen werden – zumindest für die Dauer der Ausbaumaßnahme. Wie Bürgermeister Streit informierte, haben sowohl das Staatliche Bauamt Schweinfurt wie auch die Polizeiinspektion Mellrichstadt einem Zebrastreifen nicht zugestimmt. „Es würde nur eine trügerische, gefährliche Scheinsicherheit geschaffen“, wurde dies von Behördenseite begründet.

Während Christel Heid eine Geschwindigkeitsbegrenzung im Bereich des Übergangs ins Gespräch brachte, regte Walter Graumann an, mit Hilfe von Schülerlotsen einen sicheren Übergang zu organisieren. Ob ein entsprechenden Schülerlotsendienst eingerichtet werden kann, will der Bürgermeister mit der Leitung der Ignaz-Reder-Realschule besprechen.

Da konnte der Stadtrat gar nicht anders, als dieser „außerplanmäßigen Ausgabe“ zuzustimmen: Die Möblierung der Alten Schule im Stadtteil Eußenhausen erfolgt durch die Firma Papier Schmitt (Salz) zum Angebotspreis von 15 232 Euro. Die Summe sei leider nicht förderfähig, „aber wir können das Haus doch schlecht leer übergeben“, so Eberhard Streit.

Im Zuge des Flurbereinigungsverfahrens Sondheim/Grabfeld 3 soll der Mühlhagweg bis zur Gemarkungsgrenze nach Behrungen ausgebaut werden – vom Amt für Ländliche Entwicklung auch in der Funktion als Radweg empfohlen. Die Kosten für den Wegausbau werden auf 50 000 Euro geschätzt, wobei der Eigenanteil der Teilnehmergemeinschaft voraussichtlich 7500 Euro beträgt. Dazu ist aber der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft nach Streits Worten nicht bereit. Um das Projekt realisieren zu können, müsste die Stadt Mellrichstadt den Anteil freiwillig übernehmen. Das aber tut sie nicht, beschloss der Stadtrat einstimmig.

Von unserem Redaktionsmitglied Georg Stock
    
    

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