aktualisiert: 10.07.2009 15:14 Uhr
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BAD KÖNIGSHOFEN
Zweimal Ich und etwas Wichtiges
Foto-Ausstellung mit den Portraits der JuZ-Jugendlichen eröffnet
„Mein zweites Ich“ ist der Titel der neuen Foto- Ausstellung, die am Donnerstagabend im Gewölbekeller des Archäologischen Museums eröffnet wurde. Thomas Hälker und Daniel Schreiber haben gemeinsam mit Jugendlichen aus dem Jugendzentrum Bad Königshofen ein interessantes Konzept umgesetzt, eine ansprechende Ausstellung zusammengestellt und damit ihre Talente in den Bereichen Fotografie und Design unter Beweis gestellt.
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Die linke Seite zeigt, wie die Person vom Fotografen erlebt und gesehen wird, die rechte Seite, wie die Person sich selbst sieht, dazwischen befindet sich ein besonderer Gegenstand, der eine große Bedeutung im Leben des Portraitierten hat.FOTOs Regina Vossenkaul -
„Mein zweites Ich“ heißt die Foto-Ausstellung, die Bürgermeister Thomas Helbling (Mitte) eröffnete. Thomas Hälker (links) und Daniel Schreiber (rechts) zeigen dort ihre Talente in den Bereichen Fotografie und Design.
Bei der Eröffnung freute sich Bürgermeister Thomas Helbling über die unerwartet große Resonanz. „Einfach cool“, fand Klaus Schemmerling, Leiter der vhs Rhön-Grabfeld und Münnerstadt, die Ausstellung, die er auch nach Mellrichstadt holen wird. Man könne sich das, was hier in der Jugendarbeit geleistet werde, zum Vorbild nehmen, so Schemmerling. Interessant fand er auch, dass an diesem Abend ganz andere Leute im Museum anzutreffen waren als sonst bei Vernissagen.
Sonderpädagogin Renate Knaut, die im Rahmen des Integrationsprojektes im JuZ tätig ist, erinnerte an ein vorangegangenes Fotoprojekt. Dabei hatte man entdeckt, dass die Fotografie etwas ist, womit man die Jugendlichen begeistern kann. Durch das neue Projekt, das nicht das letzte sein soll, wurde die interessante Arbeit vor und hinter der Kamera fortgesetzt.
Thomas Hälker berichtete von den sieben Fototerminen mit den 13 teilnehmenden Jugendlichen. Er schoss zunächst Portraitfotos, die die Person so zeigen, wie er sie als Fotograf wahrnahm. Anschließend durften die Jugendlichen sich selbst fotografieren und ein Bild auswählen, auf dem sie mehr von ihrer Persönlichkeit verraten und sich so zeigen, wie sie sich selbst sehen. Zwischen den beiden ausgestellten schwarz-weißen Portraits befindet sich jeweils ein Bild von einem Gegenstand, der dem Abgebildeten viel bedeutet und auch einiges über ihn verrät. Die anfängliche Befürchtung, jeder würde sein Handy präsentieren, bewahrheitete sich nicht. Schmuckstücke, ein Boxhandschuh, ein Paar Tanzschuhe, Fußballschuhe, Schiedsrichterzubehör, Autoschlüssel und Ähnliches wurden abgelichtet.
Die Seiten des Menschen
Die Idee sei entstanden, als er beobachtet habe, wie anders sich die Jugendlichen in einer Gruppe oder als Einzelner verhalten, berichtete Fotograf Hälker. Die unterschiedlichen Seiten des Menschen sollen in der Ausstellung gezeigt werden. Daniel Schreiber erläuterte, dass es auch das Ziel gewesen sei, die Eigenheiten der unterschiedlichen Gesichter hervorzuheben. Die Abbildungen der Gegenstände wurden vor einen rein weißen Hintergrund gesetzt, der sie wie schwebend erscheinen lässt. Einige der Schnappschüsse, die während der Fotositzungen entstanden, wurden zusätzlich auf Tafeln zugänglich gemacht und ergänzen die Ausstellung.
Die gelungene Präsentation ist noch bis zum 3. August im Keller des Archäologischen Museums zu sehen, dann vom 4. August bis 8. September in Mellrichstadt, anschließend noch einmal bis zum 18. September in Bad Königshofen. Die Öffnungszeiten sind Dienstag und Donnerstag 10 bis 12 Uhr, Dienstag, Mittwoch und Freitag 14 bis 16 Uhr, Donnerstag 17 bis 19 Uhr und Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr.
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