publiziert: 08.02.2012 15:03 Uhr
aktualisiert: 08.02.2012 15:07 Uhr
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Fit für die Rettung auf den Skipisten

17 Anwärter der Bergwacht Rhön absolvieren Eignungstest „Winter am Kreuzberg“
  • Bergwachtnachwuchs auf Skiern: 17 angehende Bergwachtler waren beim Eignungstest „Winter 2012“ am Kreuzberg in der Rhön. Hier mussten sie nicht nur ihr skifahrerisches Können beweisen, sondern erfuhren auch viel über das Thema Winterrettung.
    Fotos(2): Hanns Friedrich
  • Kritische Beobachter: Regionalleiter Bruno Büchs und Ausbilder Ernst Bilz begutachteten die abfahrenden Bergwachtanwärter von ihrem Einsatzfahrzeug aus.
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Etwa zehn Einsätze hat die Bergwacht Rhön seit Beginn der Wintersaison vor wenigen Tagen absolviert. Damit die Bergwachtler ihren Dienst auch weiterhin leisten können, fand nun eine Winterübung für Bergwachtanwärter am Kreuzberg statt. Dabei ist die Bergwacht Rhön im Winter nicht nur hier, sondern auch am Arnsberg und am Feuerberg präsent.

Regionalleiter Bruno Büchs berichtete von Schulter- und Knieverletzungen, aber auch von Oberschenkelfrakturen und Kopfverletzungen, die in den vergangenen Tagen behandelt werden mussten. Die meisten Unfälle ereigneten sich auf den Pisten, wenige auf den Loipen der Rhön.

Über Nachwuchs braucht sich die Bergwacht Rhön, die auch in Frammersbach eine Bereitschaft hat, keine Sorgen zu machen. Am Wochenende absolvierten 17 Anwärter aus Oberbach und Frammersbach unter Leitung von Ernst Bilz im Bereich der Bergwacht-Hütte am Kreuzberg erfolgreich den Eignungstest „Winter“, wobei es um Lawinen- und Verschütteten-Rettung ebenso ging wie um die Skitechnik im Gelände und das Bergsteigen im Winter.

Jeder Anwärter, so erläuterte Bruno Büchs, muss diesen Wintereignungstest absolvieren. Da geht es um das Skifahren ebenso wie um die Technik beim Lawinensuchen. Mit 17 Anwärtern sehen die Perspektiven für die Bergwacht Rhön sehr gut aus. Die meisten Lehrgangsteilnehmer kamen aus Oberbach und aus Frammersbach, wo eine neue Bergwachtbereitschaft aufgebaut wird. Aus dem Spessart unterzogen sich sieben Anwärter dem Test am Kreuzberg. Die gesamte Bereitschaft Frammersbach hat 15 Mitglieder.

Ausbilder Ernst Bilz ging auf die beiden Prüfungsteile des Lehrgangs ein. Da geht es zum einen um den technischen Bereich, also das Skifahren. Es gibt außerdem eine Skitour mit Lawinensuche und „Verschütteten“. Dabei sei nicht alles vorgegeben, die Teilnehmer müssten die Aufstiegsroute erkennen und natürlich auch den schnellsten und vor allem den richtigen Weg finden und dann noch den Lawinenlagebericht einbringen.

„Sie müssen einiges können und das geht nicht von heute auf morgen,“ sagt Ernst Bilz. In den Bereitschaften laufen deshalb schon Wochen vorher die Vorbereitungen. Dann entscheidet sich für die Teilnehmer, ob sie überhaupt geeignet sind, aktives Mitglied bei der Bergwacht zu werden.

Eine Lawinensuche wird es in der Rhön sicher nicht geben, meinte Bilz. Aber der Einsatz der Bergwachtler sei durchaus auch im Allgäu gefragt. „Ein aktiver Bergwachtler kann dort durchaus eingesetzt werden und muss dabei den Umgang mit dem Lawinensuchgerät kennen.“

Auch wenn Regionalleiter Bruno Büchs und Ausbilder Ernst Bilz sehr zufrieden über das Interesse junger Leute für den Dienst in der Bergwacht sind, meinen sie doch: „Wir können schon noch einige brauchen, wer Interesse hat, der sollte sich bei uns melden“.

Büchs erinnert daran, dass sich die Arbeit der Bergwacht sowohl auf die Winter- als auch die Sommermonate erstreckt. Wichtig sei bei den Wintereinsätzen natürlich das Skifahren. Hier sollten Grundkenntnisse vorhanden sein. Das Bergsteigen im Sommer oder auch das Tourengehen seien dagegen erlernbar. Mitbringen müsse man Zeit und viel Idealismus. Geboten werde unter anderem viel Kameradschaft. Ernst Bilz nennt als wichtige Voraussetzung die Eigeninitiative. Letztendlich mache die Arbeit bei der Bergwacht aber doch viel Spaß.

Von unserem Mitarbeiter Hanns Friedrich
    
    

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