publiziert: 07.02.2012 15:07 Uhr
aktualisiert: 07.02.2012 15:13 Uhr
» zur Übersicht Rhön Nachrichten
    
    
Artikel
 

Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text GINOLFS
Gaudi mit der„Allerweltskrähe“ und dem „Cotton Eye Joe“

Gingelser Narren übertrafen sich bei Prunksitzung wieder einmal selbst – Stefanie Schrenk ziert den Faschingsorden
  • Präsident: Harald Omert, der Mann für Lokalnachnachrichten.
  • Begeisternd: Der flotte Cowboytanz der Ginolfser Kindertanzgruppe war unumstritten einer der Höhepunkte beim Faschingsabend.
    Fotos (2): Marc Huter
Bild von
2 Bilder

Auch wenn Ginolfs nur ein relativ kleiner Ort ist, gibt es doch eine Faschingsgesellschaft mit Elferrat und Faschingspräsidenten sowie einen Sitzungspräsidenten - das kann nicht jeder Rhöndorf vorweisen. Jahr für Jahr lassen sich die Ginolfser Narren so einiges einfallen, um zur Faschingszeit zünftig zu unterhalten.

Selbst der Faschingsorden ist in Ginolfs eine Besonderheit. Seit einigen Jahren ist üblich, dass örtliche Persönlichkeiten ob ihrer Verdienste um den Ort, den Faschingsorden zieren. In diesem Jahr wurde Stefanie Schrenk die Ehre zu Teil. Liebevoll wurde sie als „Allerweltskrähe“ bezeichnet. Sitzungspräsident Harald Omert klärt auf: „Sie ist Vorsitzende im Heimatpflegeverein, spielt im Musikverein Klarinette und singt, sie ist im Kirchenchor und beim Fasching aktiv, sie hat Zwillinge und einen Job. Naja – und einen Mann hat sie auch noch. Den Faschingsorden hat Stefanie Schrenk mehr als verdient.“

Sie ist es, die auf die Träger des Faschingsordens ein Lied dichtete. So auch in diesem Jahr. Nur hat sie vom Sitzungspräsidenten einen anderen Namen genannt bekommen, trug ihr Liedchen brav vor, um dann zu erfahren: „Thema verfehlt.“ Stefanie Schrenk lachte herzlich und freute sich über den Faschingsorden.

Auf diese humorvolle und kurzweilige Einführung in das Faschingsgeschehen folgten Schlag auf Schlag die Darbietungen. Ob „Cotton Eye Joe“ der Kindertanzgruppe oder Caroline Kolb als Ärtzin, die von ihren alltäglichen Problemen berichtete, das Publikum war begeistert. Ein Jägerpraktikum hatten Sebastian Schrenk und Michael Nennstiel zu absolvieren, was zu Turbulenzen führte.

Die Müllmänner Stefanie Schrenk, Nadja Lenhardt und Caroline Kolb hatten so über die Müllentsorgung nach einem Gingelser Faschingsabend zu berichten, bevor Beauty-Experte Frank Omert sich perfekt darauf verstand Nadine Herbert mit einfachsten Mitteln herzurichten. Dabei wurden allen klar: Billig ist nicht unbedingt schlecht. Weiter ging es mit einer Bäuerin (Stefanie Schrenk), die krampfhaft einen Mann sucht, und den Sparmaßnahmen in der Gesundheitsreform.

Nicht fehlen dürfen in Ginolfs die lokalen Nachrichten, die stets Harald Omert vorträgt, hat er doch den besten Draht zu allem, was in und um Ginolfs so geschieht. Zur Sinnestäuschung lud die Damentanzgruppe „Black & White“ ein. Ein tolles Schauspiel, wobei die Frauen jeweils mit einem Bein in eine weiße und eine schwarze Strumpfhose schlüpften. Dass der Staat verlangt, dass jedes Ehepaar nach fünf Ehejahren Nachwuchs zu haben hat, war Nadine Herbert und Frank Omert neu. Und wenn nicht? Dann übernimmt ein Staatsbeamter die Ehepflichten. Das Männerholz-Dream-Boy-Ballett kam in diesem Jahr als„Bob der Baumeister“ auf die Bühne. Sie sind immer der Hingucker beim Ginolfser Fasching. Den begeisterten Abschluss setzt schließlich „Bauer sucht Frau“. Der Bauer bekam viele gute Angebote, doch das beste kam von einem Mann. Musikalisch umrahmt wurde der Gingelser Faschingsabend von SOS, das sind Stefanie und Marko Schrenk, Michael Omert und Kurt Sitzmann.

mch
    
    

Diesen Artikel

  • Webnews einstellen
  • Teilen
Kontakt Redaktion     An Bekannten versenden     Druckversion
    
    

Die neuesten Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben...
Zum Kommentar abschicken bitte vorher einloggen
Benutzername Passwort
 
     
Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de? Dann jetzt gleich »hier registrieren
    
Anzeige
    

Gelesen

 
    

Kommentiert

 
    
Anzeige
    

1200 Jahre Oberelsbach 

EIn Markt und seine Geschichte
Das Dorf in der Rhön weist viele Besonderheiten auf. Wir stellen sie vor. »mehr
    
    

40 Jahre Landkreis Rhön-Grabfeld 

Aus drei mach' eins
Königshofen, Mellrichstadt und Bad Neustadt wuchsen vor 40 Jahren zusammen. »mehr
    
    

Fotografen und ihre Fotos 

Bilder und Eindrücke
Wir stellen ambitionierte Hobbyfotografen aus der Region Main-Rhön vor. »mehr
    
    

Leserbriefe 

Schreiben Sie uns
Wenn Sie uns einen Leserbrief schreiben wollen, dann können Sie das direkt hier tun. »mehr
    
    

Testen Sie Ihr Wissen 

Unser wöchentliches Quiz
Acht Fragen rund um ein aktuelles Thema.  »mehr
    
    

Recht auf Auskunft 

Kommunalpolitik
Bürger haben ein Recht auf politische Teilhabe und Journalisten ein Recht auf Auskunft. Das mussten auch einige Bürgermeister erst lernen. »mehr
    
    

Rückblende 

Blick in die Vergangenheit
Was bestimmte die Schlagzeilen vor 60, 80 und 90 Jahren im Grabfeld? »mehr
    
    

Ausflugstipps für die Rhön 

Geschichten und Fotos
Die Bayerische Rhön: Ob Tagesausflug oder Urlaub - Die Rhön ist immer eine Reise wert. »mehr