aktualisiert: 06.02.2012 09:31 Uhr
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NIEDERWERRN
„Aller Anfang war schwer“ auf Niederwerrns Straßen
Fünf Jahre Streetworking: Anke Ostermann legt dem Gemeinderat eine Bilanz vor – Viel Kundschaft mit Migrationshintergrund
„Im Großen und Ganzen sind mir die Niederwerrner Jugendlichen schon ans Herz gewachsen“: Bereits auf fünf Jahre Streetworking in der Stadtrandgemeinde blickt Anke Ostermann zurück, beim Jahresbericht zur Jugendarbeit 2011 im Gemeinderat. Und: „Aller Anfang war schwer.“
Die Sozialarbeiterin beschäftigt sich mit den Jugendlichen auf öffentlichen Plätzen, aber auch mit den Besuchern des Jugendtreffs: Hauptschüler, Berufsschüler, Azubis und Arbeitssuchende, meist männlich (80 Prozent) und mit Migrationshintergrund.
„Massiv“ und problematisch genutzt werde etwa der Pavillon am Dittelbrunner Weg – ein Treffpunkt auch für Jüngere, für den es bereits einen eigenen russischen Kraftausdruck gibt.
Beliebt ist auch der „Amispielplatz“ an den Hochhäusern oder an der Ehrlichstraße, ebenso wie das Tretbecken, weitere Spielplätze oder auch die Bushaltestellen.
Über Wettkämpfe und Landkreisturniere kommt Ostermann an die Jugendlichen und Cliquen heran, aber auch per SMS und Facebook. Das Problem der Straffälligkeit habe sich gelegt, meinte die Streetworkerin auf Nachfrage von Roland Fick: Derzeit sitzt noch ein Jugendlicher ein.
Klar ist aus Gemeindesicht, dass Ostermanns Arbeit viel Geld spart, dass früher für Security ausgegeben werden musste. Eine „deutliche Zunahme schwerwiegender sozialer Probleme“ verzeichnet auch Gemeindejugendpfleger Andreas Kaiser, bei der Jugendsozialarbeit an den Schulen: in Kooperation mit Jugendamt, Schule, Arge und sonstigen Behörden. Los geht es bereits in den Familien: „Wir müssen die Familie überzeugen, dass ihr Kind ein Problem hat - und es nur in der Familie zu lösen ist.“ Dazu kommen aggressives Verhalten in der Schule, Notenversagen, Aufmerksamkeitsdefizite Probleme bei der Berufswahl...
Etwas ruhiger ist da die Arbeit im Niederwerrner und dem renovierten Oberwerrner Treff, bei Ferienspaß und Hausaufgabenbetreuung – das Kindertheater „Die Böse Gurke“ bewarb sich für den Jugendkulturpreis. Insgesamt wurden 11 803 Kinder, Jugendliche und junge Heranwachsende betreut, erneut ein Anstieg bei den Kontakten im Vergleich zu 2010.
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