publiziert: 07.02.2012 16:13 Uhr
aktualisiert: 07.02.2012 16:25 Uhr
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„Gehsteigscheißer“ wollen ins Heim

Gänse waren die Stars der NVW-Prunksitzung – Attraktive „Schneggli“ und Bauarbeiter
  • Geflügel im Aufruhr: Die Wipfelder Gans (Jasmin Heinrich, rechts) und ein Schwanfelder Schwan (Jenny Leidig) gingen mit der Gemeinde ins Gericht und wollen ein Wohnstift am „Bad Baggersee“ gründen.
    Foto: Otto Friedrich
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„In Wipfeld ist jede Gans ein Star“: Das wurde bei der Prunksitzung der Närrischen Vereinigung (NVW) ganz klar. Ausnahmslos alle Büttenredner hatten an die Gänse gedacht: „Denn sie haben über Nacht Wipfeld in ganz Deutschland berühmt gemacht.“ Den Auftakt machten Victoria und Laetitia Gießübel in Sachen Federvieh: „Ich bin ein Star, holt mich hier raus, denn in Wipfeld sind wir zu Haus.“

Auch Schwanfelds Bürgermeister Richard Köth hatte an die Gänse gedacht und seinem Wipfelder Kollegen einen Korb voll mitgebracht: Vielleicht werde es Peter Zeißner „gelingen, die Gäns' als Wachsfiguren im Literaturhaus unterzubringen“.

    
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NVW-Prunksitzung
Wipfeld
02.02.2012
    

Arbeit machen die Gänse ja schon, aber sie sind für die Touristen eine Attraktion, klang es aus der Bütt. Wobei weniger Kritik als Sympathie für die „Gehsteigscheißer“ deutlich wurde. In Überlebensgröße beschwerten sich schließlich eine Wipfelder „Gans“ (Jasmin Heinrich) und einen Schwanfelder „Schwan“ (Jenny Leidig) über die Gemeinde und versuchten, ein Wohnstift am „Bad Baggersee“ zu gründen.

Mit dem eigentlichen Thema der Session 2012 – „Die Närrische Vereinigung Wipfeld rockt mit Jung und Alt am Mee“ – forderte das Prinzenpaar Carola I. und Steffen I. die Narren im ausverkauften Saal zum Mitmachen auf. Alexander Leidig, seit Jahren als Sitzungspräsident erprobt, leitete mit viel Witz und Humor die Narrenschar durch das fünfstündige Programm.

„Till“ (Günther Pusch) hoffte in der Bütt, dass die EU bald den Bau einer Pipeline beschließe, „damit unser Geld noch schneller nach Griechenland“ fließe. Flotte Märsche und Tanzeinlagen gab es von der Prinzen- und Jugendgarde. Eine Augenweide waren auch die „Wengertsschneggli“, das Tanzmariechen (Nina Kirchner), die Showtanzgruppe und das Männerballett im Bauarbeiter-Look.

„Sind wir hier wohl in der richtigen Veranstaltung?“, fragten zwei Discomädels (Anna-Lena Ottl und Franziska Grob), die frei von der Leber weg über Ü30 und noch Ältere lästerten. Der Zehntgrafensender, moderiert von Sabine Halbig, erzählte alles aus Wipfeld und Umgebung: ob ein Sprecher für die Kaufhausdurchsagen gesucht wurde oder ein Schultest zum Überspringen einer Klasse stattfand. Still und andächtig wurde es im Saal, als ein Priester (Stefan Volkmuth) und ein Ministrant (Sebastian Heinrich) lateinisch predigten und dachten, eine Kollekte bringe viel ein. Harry Potter (Thomas Gropp) himself outete so manchen zauberbegabten „Wipfelder“, bevor die Ordnungshüter (Dieter Schneider und Thomas Lother) von der Polizeiwache Wipfeld Ost sich ein letztes Mal Gedanken über die Gänse machten und zur abschließenden Playback-Show überleiteten.

Von unserem Mitarbeiter Otto Friedrich
    
    

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