aktualisiert: 08.02.2012 18:10 Uhr
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LÖFFELSTERZ
50 Jahre Löffelsterzer Fasching im närrischen Zeitraffer
Akteure vergangener Jahre wiederholten bei der Prunksitzung 2012 ihre Shownummern von einst – „Löffelorden“ verliehen
Alle Register des närrischen Humors und der Gaudi zogen die rund 80 Akteure der Löffelsterzer Faschingsbande bei der Prunksitzung, denn es galt heuer ein Jubiläum zu feiern. Seit einem halben Jahrhundert begeistern Mitglieder der Faschingsgesellschaft des Sportvereins die Zuschauer mit Büttenreden, Sketchen sowie Gesangs- und Tanzeinlagen. In die Vergangenheit blickte man zurück: augenfällig angezeigt von einer überdimensionalen Brille mit Riesen-Gläsern als Bühnenbild.
Ein würdiger, alter Herr mit Frack und Zylinder (Burkard Schneider) leitete die Sitzung genau wie vor Jahrzehnten. Tolle Geschichten aus den vergangenen fünf Jahrzehnten gab Ortschronist Johannes Hein zum Besten. „Heile, Heile Gänsle“: Dieses Faschingslied aus den Anfangsjahren sangen Christian Nicklaus und Georg Stula, die die Prunksitzungen mit aus der Taufe gehoben haben.
Highlights aus ihren früheren Büttenreden trugen Siegmar Liszka, Jürgen Hein und Bruno Liszka, die Singing Sisters (Monika Liszka und Sabine Oßwald) sowie „Pfarrer und Küster“ (Hans und Sieglinde Biegner) vor, die bedauerlicherweise Knöpfe im Klingenbeutel vorfanden.
Ehemalige Gardemädchen, zum Teil unterstützt durch die aktiven Garden, bewiesen, dass sie auch jenseits ihrer Teenager-Jahre noch bei einem flotten Radetzkymarsch oder zu American Melodies, wie „Das gibt es nur in Texas“ flott die Beine schwingen können. Beim Potpurri zeigte diese 25 Frauen starke Showtanzgruppe im Zeitraffer Tänze aus früheren Jahren, einen Auszug aus dem Musical „Grease“, „It's raining men“ und den „Cowboytanz“ von 1985. Nicht fehlen durften da ein Rock'n'Roll aus den 70er Jahren, Melodien aus dem Musical „König der Löwen“ und ein Bauchtanz.
Den fulminanten Abschluss bildete ein Cancan, der in den 80er Jahren schon die Zuschauer mit ins „Moulin' Rouge“ von Paris führte und die Mädels mit ihrem pink-buntem Outfit zu einer prächtigen Kulisse für das Schlussbild werden ließ.
Jung geblieben, spritzig und närrisch zeigte sich die Faschingsbande mit ihrem aktuellen Programm. Garant dafür ist der Sitzungspräsident Alexander Nicklaus, der nicht nur lustige Bemerkungen für die auftretenden Akteure und besondere Gäste parat hatte, sondern auch sich selbst manchmal auf den Arm nahm.
Einen Kalauer nach dem anderen gab Jürgen Selsam als „Der Zer-Stoiber“ zum Besten. Florian Liszka kam zusammen mit Volker Nicklaus von der Tour de France zurück. Zum ersten Mal brachte Moritz Suhl als Ortschronist Missgeschicke von Dorfbewohnern in diesem Jahr ans Licht.
Marschtanz, „vornehmes“ Männerballett, Purzelgruppe und „Schellnbuben“ zeigten flotte Showeinlagen. Selbstverständlich wurden bei dieser Jubiläumsprunksitzung wieder die „Löffelorden“ an die Mitwirkenden verliehen, wie in der Anfangszeit der Faschingsbande üblich.
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