publiziert: 11.04.2013 17:52 Uhr
aktualisiert: 11.04.2013 17:54 Uhr
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Altlast-Firma beantragt Insolvenz

Arbeiten sollen dennoch am Montag weitergehen
  • Foto: Rita Steger-frühwacht
    Gespenstische Ruhe statt Betriebsamkeit: Die Sattler-Altlast-Baustelle Sattlerwiese am östlichen Ortsrand an der Steinach. Die ausführende Baufirma hat Insolvenz beantragt.
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(rsf/mjs) „Für uns alle ein Schock.“ So hat sich Bürgermeister Stefan Rottmann in der Gemeinderatssitzung ausgedrückt. Es ging um die Firma Eneotech, die nach Ostern einen Insolvenzantrag gestellt hat und derzeit unter Insolvenzverwaltung steht. Das Unternehmen hatte den Auftrag für den ersten Bauabschnitt der Sattler-Altlast-Sanierung erhalten. Laut Rottmann sollen die für diesen Abschnitt noch ausstehenden Arbeiten am 15. April weitergehen; das teilt auch das Landratsamt auf seiner Altlast-Internet-Seite mit. Ende April soll in Schonungen die Sattler-Altlast-Projektgruppe unter Teilnahme von Landrat Florian Töpper zusammentreten. Danach erhofft sich der Bürgermeister Klarheit über den Fortgang der Arbeiten.

Noch in dieser Woche, so hieß es im Rat, soll ein Gespräch zwischen Firmenvertretern und dem Landratsamt geführt werden, an dem aber Rottmann nicht teilnahmeberechtigt ist. Grund: Das Landratsamt als Vertreter des Freistaats ist alleiniger Auftraggeber der Altlastsanierung. Mit Zustimmung der CSU-Fraktion hat SPD-Sprecher Klaus Reimann dennoch gefordert, dass der Bürgermeister zum Gespräch hinzugezogen wird. Bürgermeister Rottmann wolle sich darum bemühen, sagte er, sprach aber auch dem Landratsamt sein Vertrauen aus.

Eindringlich wiesen Mitglieder des Gremiums darauf hin, dass die über vier Millionen Euro aus Europäischen Fördermitteln für die städtebaulichen Maßnahmen im Sattler-Altlastgebiet von Schonungen nur bis 2015 von der Gemeinde abgerufen werden können. Bekanntlich steht das Projekt deswegen unter Zeitdruck. Manfred Kraus (CSU) monierte, dass die Information über den Eneotech-Insolvenz-Antrag sehr spät an die Gemeinde weitergegeben worden sei. Dem widerspricht das Landratsamt: Dessen Sprecherin Uta Baumann äußerte gegenüber dieser Zeitung, dass der Behörde der Insolvenzantrag am 2. April bekannt geworden sei und sie am gleichen Tag die Kommune informiert habe. Tags darauf habe man sich auch mit der Bürgerinitiative SuB in Verbindung gesetzt.

Einstimmig billigte der Gemeinderat die Eilentscheidung Rottmanns zu Planänderungen des Mainausbaus. Sie betreffen die Umgestaltung der Buhnenfelder bei Mainberg und die Schaffung einer Insel in der Schonunger Bucht. Die Änderungen wurden durch einen Mehrbedarf an so genannten „aquatischen Kompensationsmaßnahmen“ notwendig. Thomas Rösch (CSU) forderte aufgrund des Entgegenkommens der Gemeinde von der Rhein-Main-Donau-Gesellschaft ein finanzielles Mitwirken beim Bau eines Anlagestegs für ein Personenschiff in Schonungen.

Folgende Einwohner sind als Schöffen am Amtsgericht Schweinfurt vorgeschlagen: Thomas Brand, Nicole Braun, Elisabeth Brüggemann, Jacqueline Hartmann, Margit Kempf, Egbert Kraus, Karlheinz Kupfer, Adalbert Lösch, Ingo Macalla, Margit Molenaar, Rudolf Müller, Kristina Pulvermüller, Monika Rösch, Monika Rom-Neubert, Gustl Schneider und Manuela Will.

Als Stellvertreter für Reinhard Ganz (CSU) im Agenda-Beirat wurde Sieglinde Diller gewählt. Zum gemeindlichen Datenschutzbeauftragten wurde Torsten Köhler aus der Verwaltung bestellt.

    
    

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