aktualisiert: 06.05.2011 19:17 Uhr
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HEIDENFELD
Am Drücker: Neues Umspannwerk geht in Betrieb
ÜZ investiert 4,4 Millionen Euro in Anlage bei Heidenfeld
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Knopfdruck bei strahlendem Sonnenschein: Gut Lachen haben die ÜZ-Verantwortlichen bei der Inbetriebnahme des Umspannwerkes Heidenfeld, markiert doch dieser neue Einspeisepunkt einen technischen Meilenstein. Im Bild die Pfarrer Stephan Bonawitz (links) und Georg Hartmann (rechts) am „Drücker“, ÜZ-Vorstandsvorsitzender Robert Wächter (Dritter von links), Geschäftsführer Gerd Bock (rechts neben Pfarrer Hartmann), Projektleiter Elmar Tell (rechts) sowie ÜZ-Aufsichtsratsmitglieder und Vertreter der umliegenden Gemeinden.Foto: Daniela Schneider
Weniger als zehn Monate Bauzeit, 4,4 Millionen Euro Gesamtinvestitionsvolumen, ein modernes Schalthaus, 50 Kilometer unterirdische Kabel und zwei Transformatoren: das neue, mittlerweile vierte Umspannwerk der Überlandzentrale (ÜZ) Lüsfeld ist ein kleines Wunderwerk der Technik mit zukunftsweisendem Charakter, sagen die Verantwortlichen.
Seit Ende 2010 in Betrieb, angeschlossen an die 110-Kilovolt-Leitung der E.ON Netz GmbH, garantiert es die sichere Stromversorgung im ÜZ-Netzgebiet. Offiziell wurde es jetzt per symbolischem Knopfdruck und Gottes Segen seiner Bestimmung feierlich übergeben. Die Sonne schien und ein kräftiger Wind blies – eine Situation, die maßgeblich für den Bau des neuen Einspeisepunktes verantwortlich ist, wie Vorstandsvorsitzender Robert Wächter erläuterte.
Regenerative Erzeugeranlagen, besonders die vielen großen Freifeld-Photovoltaikanlagen in der Region, erzeugen eine Menge Strom und haben nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz Anspruch auf den Anschluss an das nächstgelegenen Stromnetz. Und wenn schon ein neues Umspannwerk nötig ist, dann sollte es auch gleich, wie Projektleiter Elmar Tell betonte, einen technologischen Meilenstein markieren. Der Standort ist ideal, die nötige Hochspannungsleitung gleich in der Nähe. Keine Freileitungen stören das Landschaftsbild, das Schalthaus ist architektonisch ansprechend, die Schaltanlage dank gekapselter Ausführung wartungsarm und zwei Hochspannungstrafos, einer im Einsatz und einer für den Notfall, würden die ohnehin schon überdurchschnittlichen Versorgungszuverlässigkeit der ÜZ optimieren. Reparaturarbeiten, Ausfälle oder Revisionen bekomme der Netzkunde nicht mehr mit und die Ausfallzeiten von 1,2 Minuten pro Kunde und Jahr (2010) würden weiter minimiert.
Dabei glänzt die ÜZ im bundesweiten Durchschnitt, der bei 14,6 Minuten liegt, sowieso schon. Auch auf dem Feld der Energieversorgung bringt der Zeitgeist, wie Vorstand Gerd Bock gerade im Hinblick auf Japan so treffend bemerkte, „Veränderungen im Monatsrhythmus“, denen sich die ÜZ mit ihren Zukunftsvisionen gerne anpasst. Die Arbeit und die Projekte der ÜZ-Verantwortlichen sind wichtig, so auch der Tonus der beiden Pfarrer Stephan Bonawitz und Georg Hartmann vor der Segnung, für unser aller täglich Leben. Doch sollte man trotz der wirklich „beeindruckenden Technik“ stets eine gewisse Demut vor Gottes Energien im Auge behalten. Denn nichts sei selbstverständlich. Und die Ressourcen, die wir nutzen, ob als Wind, Sonne oder Rohstoff, seien weder in ihrer Gänze von uns beherrsch-, noch beeinflussbar.
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