aktualisiert: 29.01.2012 17:46 Uhr
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GEROLZHOFEN
Attraktives Gemeindezentrum geschaffen
Festgottesdienst zur Einweihung der Erlöserkirche
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Mit einem Festgottesdienst feierte die evangelisch-lutherische Gemeinde die Einweihung der Erlöserkirche. Mit dabei waren der Regionalbischof des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg, Christian Schmidt, der Casteller Dekan Günter Schuster, Pfarrer Jean-Pierre Barraud, Pfarrerin Anja Saltenberger-Barraud, Prädikant Gottfried Schemm sowie der katholische Pfarrer Stefan Mai. (vorne von links). Im Hintergrund die Mitglieder des Kammerchores des Dekanates Castell, die den Gottesdienst musikalisch umrahmten.Fotos: Klaus Brandl -
Neu gegliedert: Beim Umbau der Erlöserkirche wurden die alten Strukturen des Gotteshauses grundlegend geändert. So folgte eine Öffnung des ehemaligen Kirchenraumes nach Norden mit eichenen Holzschiebetüren, die die „alte“ Kirche mit dem „neuen“ Gemeindezentrum verbindet.
Mit einem Festgottesdienst in den umgebauten Räumlichkeiten der Erlöserkirche Gerolzhofen haben die Mitglieder der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde zusammen mit Vertretern aus beiden Kirchen, Politik und Wirtschaft das Ende der umfassenden Umbaumaßnahmen ihres Gotteshauses gefeiert.
Beim Umbau wurden die Strukturen des Gotteshauses grundlegend verändert. So folgte eine Öffnung des ehemaligen Kirchenraumes nach Norden mit eichenen Holzschiebetüren, die die „alte“ Kirche mit dem „neuen“ Gemeindezentrum verbindet. Pfarrer Jean-Pierre Barraud zeigte sich sichtlich froh und erleichtert über die gelungene Verbindung von Alt und Neu mit viel Glas, Licht, hellen Farben, goldfarbenen Elementen, der Einbindung der alten Empore und Kirchendecke. Altar, Ambo und Taufschalenelemente sind aus Messing und harmonieren herrlich zusammen mit dem tragenden, unbehandelten Eichenholz. „Einerseits bin ich erlöst, dass wir die anstrengende Umbauphase mit der Auflösung der alten Strukturen geschafft haben; zum anderen freue ich mich jetzt über ein attraktives Gemeindezentrum, das viel Licht und hoffentlich auch viele Menschen hereinlockt“, fügte Barraud an. „Sie sehen hier ein offenes Haus und genau das wollen wir auch sein“, ergänzte der Geistliche.
Nach dem feierlichen Einzug der Geistlichen überraschte Jean-Pierre Barraud die Geburtstagskinder der evangelisch-lutherischen Gemeinde, indem er sie nach vorne holte und einen Schlüsselanhänger mit der Prägung „Ich bin“ überreichte. Der Schriftzug ist auch in der Platte des Altars eingefräst und bezieht sich auf die „Ich bin“-Sätze der Bibel, in der Gott nicht einfach Gott heißt, sondern er sich selbst als „Ich bin der der Ich bin“ bezeichnet.
Die Weihe des Ambo, der Taufschale, des Altars und des gesamten Gemeindehauses vollzog der evangelische Regionalbischof des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg, Christian Schmidt, der auch die Festpredigt hielt. Im Zusammenwirken mit dem Casteller Dekan Günter Klöss-Schuster erbat er insbesondere für das Gemeindezentrum den Segen „für alle, die hier ein- und ausgehen“.
Entgegen üblicher Einweihungszeremonien gab es keinerlei Grußworte politischer Vertreter. Anwesend waren Landrat Harald Leitherer, Bürgermeisterin Irmgard Krammer, nahezu alle Bürgermeister der VG-Gemeinden und viele Mitgliedern des Gerolzhöfer Stadtrates.
Die Fürbitten las Pfarrerin Anja Saltenberger-Barraud zusammen mit den Vertretern des Kirchenvorstandes, Ingeborg Kiefer-Heegen, Gabriele Knippel, Beate Kraft und Irmtraud Triebel.
Welch hohen Stellenwert die Ökumene in Gerolzhofen bereits jetzt hat zeigt die Tatsache, dass der katholische Pfarrer Stefan Mai aus dem Johannesevangelium las. Die Anwesenheit dreier weiterer katholischer Geistlicher erfreute nicht nur Pfarrer Barraud. Sie zeigt vor allem die Bereitschaft beider Kirchen zur weiteren Zusammenarbeit.
Musikalisch umrahmt wurde der Festgottesdienst vom Posaunenchor Gerolzhofen unter der Leitung von Fritz Albert, dem Kammerchor des Dekanates Castell unter Leitung von Rainer Gaar und von Darbietungen des Mönchstockheimers Daniel Ort am Marimbaphon. Der Musiklehrer entlockte dem baulich am ehesten mit dem Xylophon verwandten Musikinstrument wundervolle Klänge und erzeugte vor allem mit der Präsentation des Stückes „Willow in the Wind“ eine fast spirituelle Stimmung.
Im Anschluss an den Gottesdienst folgte ein großer Empfang in den Räumen des neuen Gemeindezentrums. Dort konnte man bei einem durch einen Barista mit wunderschöner Crema-Zeichnung bereiteten Cappuccino die neuen Räumlichkeiten begutachten.
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