aktualisiert: 29.05.2009 19:27 Uhr
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Aufgegabelt: Selbstbewusst in Sennfeld
Dass Begrifflichkeiten in der großen Politik eine große Rolle spielen, weiß Claudia Roth natürlich. Aber bei ihrem Blitzbesuch am Freitagnachmittag in Sennfeld durfte die Grünen-Bundesvorsitzende am eigenen Leib spüren, wie das so ist, wenn man sprachlich in die falsche Schublade greift. „Stadtteil von Schweinfurt“ war ihr über die Lippen gekommen. Das rief (natürlich) Walter Rachle auf den Plan. Der ist zwar kein eingeborener, aber dafür ein bekennender Sennfelder. Und der hielt der Chefin erstmal einen historisch-politisch-soziologischen Vortrag über den Freiheitsdrang Sennfelds, das ja immerhin zu den ganz wenigen freien Reichsdörfern gezählt hat, denen es gelungen war, sich vom Würzburger Fürstbischof loszusagen. Und überhaupt: Dies sei auch der Grund, warum Sennfeld so tolerant ist. Und nun sogar die Grünen-Hochburg im Kreis. „Wir kriegen bis zu 20 Prozent.“ Da machte die Bundes-Claudia noch größere Augen als sonst.
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