aktualisiert: 08.07.2010 16:12 Uhr
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SCHWEINFURT
Ausgehen und Livemusik hören
Viele neue Ideen und Konzepte beim 17. Honky-Tonk-Festival am 4. Juli
Erinnern wir uns an das Honky Tonk 2008: Jahrhundertwetter, über 16 000 Besucher, Riesenstimmung. Am 4. Juli findet das 17. Festival statt, und Blues-Agency-Chef Ralf Hofmann will das Vorjahr noch toppen. Gesagt hat er das bei der Vorab-Pressekonferenz. Der 16. Durchgang habe seiner Veranstaltungsagentur einen richtigen Schub gegeben, und wenn seine Vorgabe auch „eine richtige Herausforderung“ sei: Mit viel Neuem und wiederbelebtem Alten sei das Ziel erreichbar.
„Wir fiebern dem Festival entgegen“, sagte eingangs Pressesprecherin Katja Eden bei der erstmals im Jugendgästehaus veranstalteten Runde vor einem Dutzend Medienvertretern. 50 Bands und DJs sollen die Innenstadt in eine riesige Partyzone verwandeln, Motto: „Eine Stadt, eine Nacht, jede Menge Livemusik.“
Erfreut stellte danach Hofmann fest, dass es trotz wirtschaftlich nicht einfacher Zeiten gelungen sei, vier neue Sponsoren zu finden. Deren und die Vertreter der bisherigen Geldgeber waren anwesend und wurden mit warmen Dankesworten für ihre Unterstützung bedacht.
Zuwächse gebe es aber auch bei den Besucherzahlen in anderen Honky-Tonk-Städten. Hofmann erklärte das mit dem guten Preis/Leistungsverhältnis. Die Menschen wollten auch in schwierigen Zeiten „ausgehen, Freunde treffen und Livemusik hören“, das aber zu einem angemessenen Preis und nicht Bon Jovi für 120 Euro.
Dass das auch für Schweinfurt gelte, bestätigten die in der „Early-Bird-Aktion“ angebotenen 500 Bändchen fürs Honky Tonk in einer Woche: Die Neun-Euro-Tickets sind alle verkauft. Einen Euro weniger kostet das Szene-Ticket für die jüngere Zielgruppe, mit der die zwei Spezialparties besucht werden können. Nach wie vor günstig sei für „handgemachte Musik“ aber auch das normale Vorverkaufs-Bändchen für 12 Euro. Hofmann: „Vielleicht sind wir wirklich das Festival der Rezession.“
Der erste Blues-Agent stellte auf die Musikvielfalt in diesem Jahr ab. Alte Musikhasen treffen auf Newcomer, internationale Musiker auf nationale und regionale. „Besonders freut uns die unglaubliche Bandbreite lokaler und regionaler Künstler“, sagte Hofmann und nannte Gospelchor „Bridge to a Prayer“, „Ghost Rockets“, „tonquadrat“ und die Honky-Tonk-Helden Mad Bob oder Monkeyman. An neuen und frischen Bands zählte er „Sulander“ oder die Würzburger Abteilung mit „Tanzkinder“ und „Gold Minor“ auf, die im Skatepark auftreten.
Erneut habe man sich bemüht, die Entwicklung der Stadt ins Festival einzubauen. So werde es eine stärkere Ost-West-Ausdehnung vom Skatepark bis zum Albrecht-Dürer-Platz geben. Als besonders erfreulich bezeichnete Hofmann das Comeback der Bauerngasse als Partymeile, eine Neuauflage des Innenhofs der Alten Reichsvogtei und endlich wieder eine Abschlussfeier im Bauhof am Sennfelder Bahnhof.
An Beispielen für die „zahlreichen neuen Ideen und Konzepte“ kulinarischer wie akustischer Art nannte er die Markthalle, den erstmals bespielten Platz vor der Kunsthalle mit dem Sax's, die Premiere am Albrecht-Dürer-Platz und das spannende Projekt Skatepark-Festival.
Zahlreiche Aktionen wie das DB-Autohaus-Partyareal auf dem Marktplatz und die Gewinnaktion des Hauptsponsors Sparkasse würden das vielfältige Programm auf besondere Weise abrunden.
Einen letzten Schwerpunkt der Pressekonferenz bildete die Präsentation der jetzt „wesentlich moderneren Homepage“. Umgesetzt worden seien die Prämissen mehr Service und mehr Information. Was das bedeutet? „Wer möchte, erhält deutlich umfassendere Informationen zu jeder Band als bisher, bis hin zu, wenn möglich, Hörbeispielen.“ Genauso sind alle Servicemodule gesondert und nutzerfreundlicher zusammengefasst. Und ganz wichtig: „Die neue Kommunikationsplattform zwischen Fans und Veranstalter.“ Dazu gibt es zu jedem Festival ein eigenes Diskussion-Forum.
Am Ende einige Hinweise: Der Nichtraucherschutz („das Rauchverbot gilt in allen Gaststätten“) und der Appell an die Festivalbesucher, die bereitgestellten Toilettenwagen beziehungsweise öffentlichen Toiletten zu benutzen, um die Innenstadt und ihre Gassen zu schonen.
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