publiziert: 27.06.2012 18:01 Uhr
aktualisiert: 29.06.2012 12:03 Uhr
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Baden im See, aber bitte nicht nackt

Grafenrheinfeld kämpft gegen FKKler am Anglersee

Idyllisch gelegen, ein Kleinod der Natur ist der Anglersee im Naherholungsgebiet der Gemeinde. Es soll dort auch idyllisch bleiben und zu viel Natur ist nicht erwünscht. Nach wie vor kämpft der Gemeinderat gegen die Nacktbader.

Eigens wurde ein Sicherheitsdienst beauftragt. Der legte dem Rat jetzt eine erste Bilanz vor. 41 Personen habe man schon beim Sonnenbaden ohne Kleidung ertappt und entsprechend ermahnt. An den darauffolgenden Tagen seien drei Platzverbote ausgesprochen worden.

So sieben bis elf Personen täglich seien in den vergangenen Tagen erwischt worden, berichtete Bürgermeisterin Sabine Lutz. Das sei bedenklich, denn die Saison habe noch nicht einmal richtig begonnen.

Ein Problem sieht Bürgermeisterin Sabine Lutz in der Tatsache, dass der See im Internet immer noch als FKK-See beworben wird. „Wer stellt denn sowas ins Internet!“, empörte sich Edith Werner. Am Wochenende sei es sogar zu tätlichen Auseinandersetzungen zwischen Nacktbadern und dem Sicherheitspersonal gekommen, berichtete Karl-Heinz Bayer. Die Wachmänner hätten daraufhin Anzeige gegen Unbekannt gestellt, nachdem die Nacktbader mit einem Auto ohne Kennzeichen geflohen seien.

ul
    
    

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rene2907 (376 Kommentare) am 28.06.2012 13:36

ist doch ganz einfach

Sicherheitsdienst abschaffen und mit dem gespareten Geld einen Sichtschutz errichten.
(3)
sprass (1 Kommentare) am 28.06.2012 09:03

Teilweise verständlich...

Ich verstehe die Reaktion mancher, dass ein Sicherheitsdienst etwas übertrieben ist. Jedoch wird dort nicht nur in Ruhe gesonnt oder gebaden. Desöfteren jogge ich eine längere Strecke und komme auf meiner Route auch gelegentlich dort vorbei (nein, ich bin kein Spanner). Nicht selten vergnügten sich ein paar Leute in aller Öffentlichkeit miteinandern - meist aber nicht nur zu zweit. Mich persönlich stört das nicht, jedoch kann ich mir vorstellen, dass es den ein oder anderen stört. Solange die Leute unter sich bleiben und keine durchtrainierten Jogger in den Busch ziehen, stört´s mich wenig grinsen (Achtung, Sarkasmus!)
(1)
lobi (405 Kommentare) am 28.06.2012 10:01

sollte es so sein

handelt es sich hier um eine Straftat: klick an Sex in der Öffentlichkeit
Ein Ordnungsdienst kann von einer Kommunaloberen nur beauftragt werden in so einem Falle die Polizei zu holen um diese Straftat festzustellen.
Exhibitionismus ist bei Männern ebenfalls strafbar, bei Frauen allerdings nicht.
klick an Exhibitionismus.

Bei reinem Nacktsein läge eine Ordnungswidrigkeit vor, wenn die Allgemeinheit belästigt wird: klick an Ordnungswidrigkeit

Hier ist es Ermessenssache in wieweit sich die "Allgemeinheit" belästigt fühlt, wenn es sich um öffentlichen Grund handelt.
Sollten die Nudisten darauf bestehen sich weiterhin nackt zu sonnen und zu baden, müsste eine abgetrennte FKK-Zone eingerichtet werden.
Ob der Sicherheitsdienst Steuerverschwendung ist oder nicht, weiß ich nicht zu beurteilen, da ich den Vertrag nicht kenne.
(2)
m512_main (1 Kommentare) am 28.06.2012 13:30

Differenzieren

(a) lobi hat Recht, wenn er schreibt, dass Sex in der Öffentlichkeit auf eine Straftat (§183a StGB) hinausläuft. Im übrigen wird gerade in sex Bereich viel gemutmaßt und gemunkelt, nicht immer ist alles, was man darüber so liest, wirklich wahr.

(b) lobi hat aber NICHT Recht, wenn er hinter reinem Nacktsein am X-See eine „Belästigung der Allgemeinheit“ im Sinne des § 118 Ordnungswidrigkeitengesetz vermutet. Das haben erst kürzlich Honorarprofessor und Ministerialdirigent Prof. Dr. Lemke und Dr. Mosbacher festgestellt. Sie entnehmen dies einem OLG-Urteil, nach dem einfache Nacktheit am Badesee („Nacktbaden“) nicht die Bedingung „grob ungehörigen zu sein“ erfüllt, was unbestritten im Falle des §118 OWiG nötig wäre.
(1)
lobi (405 Kommentare) am 28.06.2012 13:56

es wird differenziert

[...]
lobi schrub, dass
Zitat von lobi
Bei reinem Nacktsein läge eine Ordnungswidrigkeit vor, wenn die Allgemeinheit belästigt wird: klick an Ordnungswidrigkeit

Hier ist es Ermessenssache in wieweit sich die "Allgemeinheit" belästigt fühlt, wenn es sich um öffentlichen Grund handelt.

es Ermessenssache ist, sprich differenziert werden muss.
[...]
Nun bin ich erstaunt, dass auf weiteren Seiten im Netz aus der Gay-Szene dieser See ebenfalls beschrieben ist und man lese und staune auch jede Menge Parkplätze, Tischtennisplatten etc in Unterfranken.
Nun stellt sich die Frage, warum der Gemeinderat diese Regelung trifft und so verhalten Preis gibt, dass es sich nur um Nackte handelt. *Nachtigallichhördirtrapsen*

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