aktualisiert: 04.07.2011 10:17 Uhr
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SCHWEINFURT
Bauerngasse kehrt 2011 zurück ins Festival
Headliner-Band Frida Gold sorgt für einen Hauch von Fußball-WM beim 19. Honky Tonk
19 Jahre jung wird das Honky Tonk-Festival am 9. Juli. 50 Bands und DJs treten diesmal auf insgesamt 36 Bühnen in der Innenstadt auf. Neben Konzerten sowohl in Kneipen als auch auf Plätzen und mit einigen „Festivals im Festival“ stehen der Auftritt der Formation Frida Gold und die Festival-Rückkehr der Bauerngasse im Fokus.
Die Hamburger Newcomer-Band mit dem H&M-Model am Mikrofon, die im Frühjahr noch mit Kylie Minogue auf Tour waren, hat mit ihrer Frauenfußball-WM-Hymne „Wovon sollen wir träumen“ derzeit den Sommer-Ohrwurm schlechthin gelandet. Ebenfalls auf der Bühne im Rathausinnenhof auftreten wird der bekannte Comedian Volker Heißmann („Waltraud & Mariechen“); „zusammen mit einer Big Band wird er zeigen, dass er auch ein großartiger Musiker ist“, sagte Ralf Hofmann von der Blues Agency bei der Vorstellung des Programms im neuen Domizil der Agentur, der Alten Reichsvogtei.
Besondere Acts sind zudem die Konzerte der AB/CD-Band im Roth-Innenhof und des Entertainers Schildkröte, jener wortkargen Kultfigur aus der TV-Sendung Dittsche, der auf dem neuen Festivalplatz direkt vor der Kunsthalle mit fetzigem Boogie-Woogie aufwarten wird. Dass solche Gruppen und Sänger bei einem Festival wie dem Honky Tonk auftreten, ist für den Veranstalter nicht nur ein glücklicher Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger harter Arbeit seines Teams. So kommt zum Beispiel Frida Gold aufgrund zweier kurzfristiger Absagen bei anderen Festivals als kleine Entschädigung nach Schweinfurt.
„Wir sind ein Festival, das eher zur Discountklasse gehört, auch wenn wir Markenklasse präsentieren.“ Dass man für ein solches Event nur 14 Euro – so viel kostet es an der Abendkasse – zahle, gebe es nirgends.
Trotz des fortgeschrittenen Festival-Alters bemüht sich die veranstaltende Blues Agency, stets neue Akzente zu setzen. „Das Festival ist kein Selbstläufer. Wir versuchen es immer noch spannender zu machen.“
Besonders freut sich Hofmann über die Rückkehr der Bauerngasse. Fünf Wirte und der dortige Waschsalon haben sich zusammengeschlossen, es gibt eine Open-air-Bühne und reichlich Kulinarisches, wie überall in der Stadt.
Und das Festival wächst auch mit seinem Alter und den Bedürfnissen der treuen Besucher. Die Macher haben einiges für den Nachwuchs auf die Beine gestellt, erneut das myhonkytonk.de-Szenefestival auf dem Sparkassenparkplatz oder das SWC-Rock-Festival im Stattbahnhof mit Programm bis 4 Uhr morgens. Und so ein Kneipenwandertag kann anstrengend sein, gerade für ältere Gäste; deshalb gibt's ab diesem Jahr mehrere Sitzmöglichkeiten an verschiedenen Bühnen.
Welche Dimensionen das Festival nach 19 Jahren angenommen hat, verdeutlichten einigen Zahlen: 30 000 Euro kosten Bühnen, Technik, Strom und Wasser; die gleiche Summe fällt an für die Musikverwertungsgesellschaft Gema, den Sicherheitsdienst, Gebühren und Sozialkosten, und weitere 15 000 Euro sind unter anderem für Absperrungen und Reinigung fällig. „Da haben wir aber noch keine einzige Band bezahlt“, betont der Veranstalter. Wenn dann das Wetter schlecht sei am Tag des Festivals, können das an der Abendkasse schnell 1000 Besucher weniger sein. Daher galt Hofmanns Dank den stützenden Säulen des Festivals, vor allem den langjährigen Sponsoren und der Stadtverwaltung, aber auch seinem Team.
Erfreut zeigte er sich über den guten Vorverkauf in der Region. Und auf Facebook haben sich jetzt schon über 3000 Fans und Freunde für die große Party in der Innenstadt angemeldet. Im letzten Jahr kamen schließlich mehr als 13 000.
Fotos und Berichte aus den Vorjahren: www.mainpost.de/honkytonk
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