aktualisiert: 08.02.2012 17:07 Uhr
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WIPFELD
"Bezug zu den Bürgern verloren"
Leserforum
Zu den Artikeln „Wipfelder verlieren ihre Rechte“ vom 27. Januar und „Rechtler ärgern sich über den Bürgermeister“ vom 7. Februar
Wipfelds Bürgermeister ist zutiefst christsozial. Da verwundert es nicht wenig, dass traditionelle Rechte aufgelöst und die daraus zu erwartenden „Gewinne“ dem Kollektiv zu Gute kommen sollen. Gut, die Eurokrise ist da, die Gemeinde nach der Verwirklichung zahlreicher Projekte abgebrannt, aber dass die zu erwartenden 4880 Euro im Jahr daran kaum etwas ändern können, ist keine Milchmädchenrechnung. Vermutlich kämen sie dadurch, dass die Besitzer der alten Häuser, auf denen die Rechte liegen, meist fest im Dorfleben verankert sind, auf die eine oder andere Weise sowieso der Gemeinde zu Gute. Leider sieht man hier nur den schnellen Euro. Aber wenn „die Sachlage erörtern“ für ihn bedeutet, dass man Rechtler und Pächter vor vollendete Tatsachen stellt und teilweise zwingt, die Pachten offenzulegen, scheint ihm der Bezug zu seinen Bürgern verloren gegangen zu sein. Vielleicht hätte er sich eher am berühmten Dorfschultheiß Nikolaus Müller orientieren sollen, der nicht nur in dem unter Zeißner gebauten Literaturhaus gewürdigt wird, sondern auch eben jene Gemeinderechte eingeführt hat.
Margret Pabst-Baumgärtner
97537 Wipfeld
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