publiziert: 08.02.2012 17:58 Uhr
aktualisiert: 08.02.2012 18:04 Uhr
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Die ganz große Liebe zum Theater

Elisabeth und Robert Seemann begehen heute ihre Goldene Hochzeit
  • Bekanntes Paar aus Sömmersdorf: Elisabeth und Robert Seemann begehen ihre Goldhochzeit.
    Foto: Eidel
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In der Liebe zum Theater sind sie sich gleich, im Einsatz für die Dorfgemeinschaft und für Hilfsbedürftige ebenso: Der Ehrenvorsitzende der Fränkischen Passionsspiele Sömmersdorf, Robert Seemann, und seine Frau Elisabeth blicken an diesem Donnerstag auf 50 Ehejahre zurück.

Standesamtlich haben beide am 9. Februar 1962 geheiratet, zwei Tage später kirchlich. Das war vier Jahre, nachdem es bei Robert Seemann und der jungen Elisabeth Pfister aus Brebersdorf beim Tanz in Heugrumbach gefunkt hatte. Nach der Hochzeit begannen die Eheleute, das Seemannsche Elternhaus neu zu bauen, mit wenigen Mitteln, Zug um Zug. Ihren Beruf als Sekretärin beim Schweinfurter Unternehmen Kugelfischer gab Elisabeth Seemann auf, als ihre beiden Kinder geboren waren.

Robert Seemann hatte seinen Vater im Krieg verloren, eine entbehrungsreiche Jugend erlebt, dann im Zimmererhandwerk und später als Bauhandwerker gearbeitet.

Seine „musische Ader“, wie er sagt, hatte ihn schon als 18-Jährigen zur Mithilfe bei der Wiederbelebung der Passionsspiele getrieben. Den Verein führte er 30 Jahre lang bis 2006. Seine Frau gründete eine Jugendtheatergruppe und übernahm 40 Jahre lang dort die Regie. Für die Passionsspiele stand sie, wie ihr Mann, nicht nur auf der Bühne, sondern bewältigte jahrzehntelang den Kartenvorverkauf.

Während Elisabeth Seemann zudem eine Frauengymnastikgruppe mitgründete, bei der sie noch heute mitturnt, half Robert Seemann als Klarinettist bei der Entstehung des Musikvereins, bei dem er 25 Jahre lang musizierte. Beim Männergesangverein singt er seit 50 Jahren, zudem war er 20 Jahre lang im Vorsitz. Auch im Gemeinderat engagierte er sich.

Der Unfalltod ihrer Tochter traf die Familie schwer. Die schwere Zeit ertrug das Paar „mit Gottes Beistand“, wie es sagt, und durch kreative Beschäftigung, die innere Ruhe schenkte: er beim Holzschnitzen, Ton-Modellieren, sie beim Malen oder Stricken.

Über das Engagement in Theaterverbänden und in der Europassion lernte das Ehepaar Menschen im In- und Ausland kennen. Bis heute pflegt es für den Verein diese Kontakte. Es erlebte zudem die Not im rumänischen Passionsspielort Miercurea Ciuk und rief vor 15 Jahren die Rumänienhilfe ins Leben.

Die Diözese Würzburg würdigte beider Verdienste mit Ehrennadeln, Robert Seemann erhielt unter anderem die Ehrennadel der Gemeinde und die Ehrenurkunde des Landkreises.

sia
    
    

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