publiziert: 17.12.2009 17:08 Uhr
aktualisiert: 17.12.2009 18:34 Uhr
» zur Übersicht Engel des Alltags
    
    
Artikel
 

Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text
Ein Engel hat die Nikoläuse voll im Griff

Ob Bartpflege oder Terminplanung: Hildegard Gais ist die Managerin der heiligen Männer
  • Strahlend weißer Bart, leuchtend roter Mantel – dank Hildegard Gais, dem Engel der Nikoläuse.
    FOTO Wiedemann
Bild von

Wer wäscht eigentlich den Mantel vom heiligen Nikolaus? Wer bürstet ihm den Bart, wem unterliegt die Buchführung fürs Goldene Buch und wer bindet dem Ruprecht die Rute? Macht der Nikolaus das etwa alles selbst? Weit gefehlt. Der Mann hat ohnehin schon genug zu tun, mit seinen vielen Hausbesuchen. Für Terminplanung und sämtliche Vorbereitungen ist ein Engel zuständig – zumindest in der Nikolaus-Zweigstelle Wipfeld.

Hildegard Gais hat seit 1986 den Posten als persönlicher Engel des Nikolauses inne – oder besser: der Nikoläuse. Von Wipfeld aus besuchen jedes Jahr nämlich gleich mehrere heilige Männer und Knecht Ruprechts brave (und weniger brave) Kinder. Gais ist die Mutter der Nikolaus-Aktion. Jedes Jahr sucht sie Männer, die am Nikolaustag mit Geschenkesack auf dem Rücken und Ruprecht zur Seite auf Bescherungstour gehen. Immer würden nur die Nikoläuse beachtet, sagt Uwe Schneider, ein ehemaliger Knecht Ruprecht. Was Gais fast unbemerkt im Hintergrund leistet, fand er so toll, dass er sie zum Nikolaus-Engel erkoren hat.

Sie macht die ganze Organisationsarbeit. Familien, Firmen, Kindergärten oder Schulen buchen die Wipfelder Nikoläuse bei Gais und sie teilt die Heiligen Männer zu. Das ist gar nicht so einfach, weil die meisten noch einen Job ohne Rauschebart und Bischofsmütze haben. Der Engel sorgt dafür, dass die Familien rechtzeitig den Inhalt für die Geschenkesäcke liefern und dass die Eintragungen im Goldenen Buch stimmen.

Sie ist es auch, die den Nikoläusen die Mäntel wäscht und bügelt und das struppige Kostüm vom Ruprecht pflegt. Die Bärte werden übrigens auch gewaschen – sind ja praktischerweise nicht angewachsen. Wer seinen Schlitten grade nicht parat hat, den fährt Gais zur Bescherung. Bis Würzburg hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass es im Landkreis Schweinfurt eine Nikolaus-Truppe gibt. Nach dem 6. Dezember lädt der Engel das ganze Nikolaus-Team zu einem großen Essen zu sich nach Hause ein.

Ein Nikolaus-Besuch macht zehn Euro, Spenden sind gern gesehen. Der Erlös geht an die Regenbogenstation der Kinderklinik Schweinfurt. Über 31 000 Euro haben Gais und ihre Nikoläuse bisher für die krebskranken Kinder gesammelt.

Haben Sie auch einen Engel? Dann machen Sie mit! Texte und Bilder reichen Sie bitte entweder über red.schweinfurt-land@mainpost.de per E-Mail ein oder schicken sie an das Schweinfurter Tagblatt, Schultesstraße 19 a, 97 421 Schweinfurt.

Von Daniela Moschberger
    
    

Diesen Artikel

  • Webnews einstellen
  • Teilen
Kontakt Redaktion     An Bekannten versenden     Druckversion
    
    

Die neuesten Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben...
Zum Kommentar abschicken bitte vorher einloggen
Benutzername Passwort
 
     
Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de? Dann jetzt gleich »hier registrieren
    
Anzeige
    

Direkt zur Redaktion 

E-Mail, Telefon und Brief
Auf diesem Weg finden Ihre Informationen den direkten Weg zu unserer Lokalredaktion. »mehr
    
    

Gelesen

 
    

Kommentiert

 
    
Anzeige
    

Stadtkultur Schweinfurt 

Theater, Kabarett,
Kunst und mehr
Die Stadt Schweinfurt hat kulturell eine ganze Menge zu bieten. »mehr
    
    
Anzeige
WG-Gesucht.de gibt Ihrer Region eine Stimme

Hier finden Sie Ihre WG in Schweinfurt.

WG-Gesucht.de, die kostenlose WG-Börse im Internet.

    
    

Fotografen und ihre Fotos 

Bilder und Eindrücke
Wir stellen ambitionierte Hobbyfotografen aus der Region Main-Rhön vor. »mehr
    
    

Grüsse aus der Region 

Kostenlose Grußkarten
Senden Sie Ihren Freunden und Bekannten eine elektronische Grußkarte aus der Region, auch Tiere! »mehr
    
    

Meine Maschine und ich 

Außergewöhnliches
Wir stellen Menschen vor, die eine besondere Beziehung zu einem technischen Gerät haben. »mehr
    
    

Recht auf Auskunft 

Kommunalpolitik
Bürger haben ein Recht auf politische Teilhabe und Journalisten ein Recht auf Auskunft. Das mussten auch einige Bürgermeister erst lernen. »mehr
    
    

Zeichen setzen 

Förderpreis für
engagierte Bürger
Lesen Sie alles über den Preis und machen Sie Vorschläge, wer ihn bekommen soll. »mehr