publiziert: 13.07.2010 10:29 Uhr
aktualisiert: 13.07.2010 15:12 Uhr
» zur Übersicht Landkreis Schweinfurt
    
    
Artikel
 

Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text GELDERSHEIM
Ende einer Weltreise für Neuseeländer: Wohnmobil auf A71 ausgebrannt

Gasflaschen explodiert

Am Montagnachmittag hat auf der A71 die Weltreise eines neuseeländischen Ehepaares ein abruptes Ende gefunden. Ihr Wohnmobil fing Feuer und brannte vollständig aus.

  • Feuerwehr
  • Feuerwehr
  • Feuerwehr
Bild von
3 Bilder

Der Mann und die Frau, die lediglich die Kleidung am eigenen Leib retten konnten, erfuhren danach von der Verkehrspolizei Werneck und dem Arbeitersamariterbund eine Welle der Hilfsbereitschaft.

Der Flugzeugmechaniker und die Studentin waren mit ihrem Wohnmobil nach eigenen Angaben bereits seit dreieinhalb Jahren unterwegs und hatten dabei zahlreiche Länder besucht. Am Mittwoch hatte es die Reisenden auch in das Frankenland verschlagen. Kurz nach 16 Uhr fuhr das Ehepaar auf der A71 in Richtung Erfurt.

In Höhe Geldersheim stellten die Insassen dann plötzlich fest, dass es im Motorraum brannte. Dem Fahrer gelang es gerade noch, das Fahrzeug auf dem Standstreifen abzustellen. Dort griffen die Flammen dann schnell um sich. Als die Feuerwehren aus Werneck aus Geldersheim eintrafen, schlugen die Flammen bereits zehn Meter in den Himmel.

Trotz des raschen Einsatzes der Löschmannschaften brannte das Wohnmobil vollständig aus. Nicht nur das Fahrzeug, sondern auch alles, was das neuseeländische Ehepaar auf seiner Weltreise dabei hatte, wurde ein Raub der Flammen. Glücklicherweise gab es keine Verletzten. Der Sachschaden dürfte sich auf fast 20.000 Euro belaufen. Die Ursache für das Feuer ist noch unklar.

In der Folge erfuhren die auf der Autobahn gestrandeten Weltenbummler eine Welle der Hilfsbereitschaft. Polizei und vor allem der Einsatzleiter des Arbeitersamariterbundes kümmerten sich um das Ehepaar, das außer den eigenen Kleidern nichts mehr hatte. Aus dem Tresor des ausgebrannten Wohnmobils konnten glücklicherweise der Reisepass des Mannes und die Kfz-Versicherungspapiere gerettet werden.

Noch am Nachmittag fuhr der Mitarbeiter des Arbeitersamariterbundes nach Schweinfurt, wo sich der Flugzeugmechaniker und seine Ehefrau in einem großen Bekleidungsmarkt neu einkleiden konnten. Außerdem organisierte der Mann einen Gasthof in Werneck, wo die Gestrandeten umsonst übernachten konnten. Auch für kostenloses Essen in einem Lokal auf dem Gelände des Wernecker Gewerbegebietes sorgte der Einsatzleiter.

Das Ehepaar wartet jetzt auf Geld, das Verwandte in Neuseeland im Laufe des Dienstags schicken wollen. Laut Auskunft des 30-Jährigen ist die Weltreise nun definitiv beendet. Wann es per Flugzeug nach Hause geht, steht noch nicht fest. Wenngleich sich der Mann und die Frau das Ende ihrer jahrelangen Weltreise mit Sicherheit anders vorgestellt hatten, bleiben aufgrund der Hilfsbereitschaft, die dem Ehepaar zuteil wurde, auch angenehme Erinnerungen an Unterfranken.

hb
    
    

Diesen Artikel

  • Webnews einstellen
  • Teilen
Kontakt Redaktion     An Bekannten versenden     Druckversion
    
    

Die neuesten Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben...
Zum Kommentar abschicken bitte vorher einloggen
Benutzername Passwort
 
     
Sie sind noch kein Mitglied auf mainpost.de? Dann jetzt gleich »hier registrieren
    
Anzeige
    

Direkt zur Redaktion 

E-Mail, Telefon und Brief
Auf diesem Weg finden Ihre Informationen den direkten Weg zu unserer Lokalredaktion. »mehr
    
    

Gelesen

 
    

Kommentiert

 
    
Anzeige
    

Stadtkultur Schweinfurt 

Theater, Kabarett,
Kunst und mehr
Die Stadt Schweinfurt hat kulturell eine ganze Menge zu bieten. »mehr
    
    
Anzeige
WG-Gesucht.de gibt Ihrer Region eine Stimme

Hier finden Sie Ihre WG in Schweinfurt.

WG-Gesucht.de, die kostenlose WG-Börse im Internet.

    
    

Fotografen und ihre Fotos 

Bilder und Eindrücke
Wir stellen ambitionierte Hobbyfotografen aus der Region Main-Rhön vor. »mehr
    
    

Grüsse aus der Region 

Kostenlose Grußkarten
Senden Sie Ihren Freunden und Bekannten eine elektronische Grußkarte aus der Region, auch Tiere! »mehr
    
    

Meine Maschine und ich 

Außergewöhnliches
Wir stellen Menschen vor, die eine besondere Beziehung zu einem technischen Gerät haben. »mehr
    
    

Recht auf Auskunft 

Kommunalpolitik
Bürger haben ein Recht auf politische Teilhabe und Journalisten ein Recht auf Auskunft. Das mussten auch einige Bürgermeister erst lernen. »mehr
    
    

Zeichen setzen 

Förderpreis für
engagierte Bürger
Lesen Sie alles über den Preis und machen Sie Vorschläge, wer ihn bekommen soll. »mehr