aktualisiert: 03.05.2010 10:26 Uhr
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SCHWEINFURT
Glockengeläut und „Nazis raus“
(fan) Der Umzug der Neonazis ist um 15.45 Uhr am Schuttberg angelangt, wo sie ihre Kundgebung abhalten. Aus den Häusern der Anlieger kommt ihnen auf Transparenten und teils von den Bewohnern selbst die geballte Anlehnung entgegen. Von der Friedrich-Stein-Straße her am St.-Kilian-Gemeindezentrum wird die Kundgebung der Rechten immer wieder von „Nazis raus“-Rufen übertönt. Die Kirche St. Kilian hat die rechte Kundgebung eine ganze Zeitlang mit Glockenläuten begleitet – wohl dumpfe Parolen wie „Arbeit, Freiheit, Recht und Brot – deutscher nationaler Sozialismus“ zu übertönen.
Entgegen der offiziell bis zuletzt verkündeten Schweinfurter CSU-Parteilinie, sich am bunten Bündnis gegen die Nazis nicht zu beteiligen, weil darin auch Linke mitwirken, haben sich an dem beeindruckendem Demonstrationszug mit mindestens 8000 Teilnehmern CSU-Mitglieder und Mandatsträger aus Schweinfurter wie aus dem Landkreis in großer Zahl beteiligt. Unter ihnen war auch der Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion, Stefan Funk. Viele CSU-Bürgermeister aus dem Landkreis demonstrierten mit. Einer – auf die eigentümliche Begründung der offiziellen Nichtteilnahme angesprochen – sagte gequält, „dazu sag' ich lieber mal nichts“.
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