aktualisiert: 05.01.2012 10:46 Uhr
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KREIS SCHWEINFURT
Grafenrheinfeld: Region will weg von Atomstrom
Gemeinden im Landkreis Schweinfurt wollen künftig verstärkt auf erneuerbare Energien setzen
Der Landkreis denkt um. Die Katastrophe in Japan und die umstrittenen Übungsflüge über dem Kernkraftwerk in Grafenrheinfeld haben Konsequenzen. Viele Gemeinden im Landkreis protestieren in Resolutionen gegen die Überflüge, einige wollen raus aus der Kernkraft und für ihre Einrichtungen künftig keinen Atomstrom mehr nutzen. Selbst Grafenrheinfeld will aussteigen.
Dort beschloss der Gemeinderat, für Einrichtungen der Gemeinde auf Ökostrom umzusteigen – auch wenn das rund 2100 Euro im Jahr mehr kostet und das Kernkraftwerk Hauptsteuerzahler der Gemeinde ist. Zudem fordert der Rat in einem Brief an das Verteidigungsministerium, die militärischen Übungsflüge in der Nähe des Atommeilers zu beenden.
Grafenrheinfeld ist nicht allein. Auch in anderen Gemeinderäten, wie in Bergrheinfeld, Gochsheim, Niederwerrn, Schwebheim und Sennfeld kritisiert man die Überflüge und macht sich Gedanken, wie eine Energieversorgung ohne Atomkraft aussehen könnte.
Nun hat auch Stadtlauringens Bürgermeister Friedel Heckenlauer in seiner Eigenschaft als Kreisvorsitzender des Bayerischen Gemeindetags einen Brief verfasst. Darin fordert er die Kanzlerin auf, sich für ein Ende der Übungsflüge über dem Atommeiler in Grafenrheinfeld einzusetzen. 19 Bürgermeister aus Gemeinden im Landkreis haben den Brief unterzeichnet. Kopien gehen an die Bundestags- und Landtagsabgeordneten aus der Region und das Verteidigungsministeriums.
Was die Bürgermeister in den Gemeinden zur Diskussion sagen und welche Gemeinden künftig nur noch auf Naturstrom und erneuerbare Energien setzen wollen, lesen Sie im Laufe des Tages.
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Die neuesten Kommentare
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fuertiere (233 Kommentare) am 17.06.2011 14:45
gegen Atomkraft !!!Atomkraft muss ein Auslaufmodell bleiben. Sonne, Wind und Wasser plus Energieeffizienz und Einsparung gehören die Zukunft! |
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kabole (85 Kommentare) am 19.04.2011 15:27
World Trade Center 11.09.2001Wären die beiden Flugzeuge am 11. September 2001 nicht auf ein Bürogebäude gestürtzt, sondern auf ein AKW in New York und dieses schwer beschädigt, dann hätten 30-40 Millionen Menschen evakuiert werden müssen!Die Bemerkung von chs unter 3) ist deshalb nicht nur strohdumm, sondern menschenverachtend!! Karl-Bolko Lesser |
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unsi1337 (15 Kommentare) am 19.04.2011 13:51
FlugzeugeDann nehm ich Punkt 3 auf. Wenn ein Flugzeug in auf ein Wohnhaus stürzt sterben vielleicht 4 Menschen, wenn es auf ein Atomkraftwerk stürzt, sterben ein paar Tausend und ein paar Hunderttausend werden krank (dazu Folgeschäden, etc., etc.). |
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Gartenfreak (472 Kommentare) am 19.04.2011 09:16
chsWarum so grantig, warste zu lange in der Sonne;-)Hättest du alle Berichte die es bisher gab gelesen ,wäre auch Dir klar das die erneuerbaren Energien ( Wasser , Biokraftwerke, Wind und Sonne) mehr Arbeitsplätze schaffen als Atom. Ich weiss als Atombefürworter , wie Sie , hat man es nicht mehr leicht da die Menschen endlich aufgewacht sind.
Punkt 3 ist mir zu dumm um überhaupt darauf zu antworten. Den letzten Satz im Artikel bitte nochmals lesen, Gartenfreak |
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chs (24 Kommentare) am 18.04.2011 16:22
Schlampige BerichterstattungGemeinden und Journalisten: bitte sachlich präzise werden und nicht allgemein, so ungefähr:1) Niemand in Deutschland bezieht "Atomstrom", sondern eine Mischung aus verschiedenen Stromerzeugungswegen, vor allem aus Steinkohle und Braunkohle, die aus Klimaschutzgründen eigentlich schon längst nicht mehr produzieren sollten, was aber derzeit niemand interessiert. 2) 2/3 des Stroms werden von den Industrie mit ihren Arbeitsplätzen verbraucht. Die Gemeinden mit ihren Beamten tun sich leicht, "umzusteigen" (was das genau heißt, weiß auch keiner). 3) Es gibt keine "Überflüge" des KKW, sondern dafür gibt es Schutzzonen. Wenn aber ein Absturz eines Flugzeugs als dauernde Gefahr dargestellt wird, warum dürfen Flugzeuge über Wohngebiete fliegen - müssen die nicht auch geschützt werden?? |
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