publiziert: 07.02.2012 18:13 Uhr
aktualisiert: 07.02.2012 18:15 Uhr
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Großartig

Don-Kosaken-Chor Serge Jaroff begeisterte in Wetzhausen
  • Stimmgewaltige Männer: Der Don Kosaken Chor Serge Jaroff begeisterte in Wetzhausen.
    Foto: Elke Tober-Vogt
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Dem Don-Kosaken-Chor eilt ein guter Ruf voraus. Zahlreich waren daher die Besucher von nah und fern gekommen, um einem Konzert zu lauschen, welches durch Vermittlung von Ruth von Truchseß in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Stadtlauringen in der evangelischen Kirche zu Wetzhausen stattfand.

Und der Eindruck war überwältigend: Was die 14 Sänger unter Leitung von Wanja Hlibka darboten, erfüllte alle Träume und Vorstellungen, die man mit diesem Mythos verbindet.

Solistenqualität haben sie alle, und was sich da an Stimmgewalt zu einem homogenen Ensemble fügt, erreicht beeindruckendes Volumen. Immer wieder schälen sich einzelne Stimmen solistisch aus dem Gesamtklang, treten fein abgestimmt hervor und integrieren sich wieder. Glockengleich erklingt eine Sopranstimme, schwarz und sonor der tiefe Bass. Pracht und Strahlkraft, Emotion und Sensibilität prägen diesen individuellen Chorcharakter.

Ganz gezielt werden Effekte eingesetzt, die sich aus einem Chorambitus von vier Oktaven und der ganz speziellen traditionellen Stimmfärbung dieser Männer ergeben. Und wenn man glaubt, es gäbe keine Steigerung mehr, setzen sie noch eins drauf: Unauffällig schleicht sich beispielsweise ein Bassist aus dem Chorklang, um sich dann im rechten Moment quasi wie ein Verstärker dazuzuschalten. Großartig.

Geistliche russische Klänge erklangen im ersten Teil, Populäres und pfiffiger Witz in der zweiten Hälfte. Da durften die „Abendglocken“ nicht fehlen, die im Chor einen der vielen Solisten umschmeichelten. Hell ließ der Sopranist sein Stimmglöcklein erklingen und löste stehende Ovationen aus, die zur Wiederholung des Titels führten.

Und schließlich ging's auf zu „Kalinka“ – Da wurden dann aber alle Register der Fermaten-Show und des Sängerwettstreits „länger und lauter“ gezogen. Dem Dirigenten genügen bei alldem kleinste Zeichen: Man versteht sich und ist bestens eingespielt.

Umjubelt am Ende „Ich bete an die Macht der Liebe“. Atemlose Stille und ein gebannt lauschendes Publikum auch hier. Jubelnde Beifallsstürme folgten als Dank für einen großen Konzertabend. Elke Tober-Vogt

    
    

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