publiziert: 01.01.2012 18:40 Uhr
aktualisiert: 02.01.2012 14:04 Uhr
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Großfeuerwerk fiel kleiner aus

Technischer Defekt in der Zündanlage beendete Spektakel in Kronungen vor dem Finale
  • Schön, aber viel zu kurz: Das Großfeuerwerk in Kronungen endete am Neujahrsabend bereits nach sechs, statt der geplanten 14 Minuten. Ursache war ein technischer Defekt in der Zündanlage.
    Horst Breunig
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„Schön, aber viel zu kurz.“ Das war der einhellige Tenor der zahlreichen Schaulustigen, die am Neujahrsabend dem in dieser Zeitung angekündigten Großfeuerwerk in Kronungen beigewohnt hatten. Insbesondere vermissten die Zuschauer ein prunkvolles Finale, wie man dies etwa von den Volksfest-Eröffnungs- oder -Abschluss-Feuerwerken her kennt. Ein Anruf am Montag bei Feuerwerksmeister Marcel Keilholz brachte Licht ins nächtliche Dunkel, das bei dem Event bereits nach sechs statt geplanten 14 Minuten eingetreten war.

„Wir hatten einen technischen Defekt in der Zündanlage“, so der Pyrotechniker von der Schweinfurter Firma Emotion-Fireworks. Ein Firmware-Update an der technischen Einrichtung, das man zum Jahresende durch die Vertreiberfirma vornehmen ließ, sei offensichtlich schief gelaufen. Die Befehle der handgesteuerten Sendeanlage erreichten so teils mehrere Empfangsteile gleichzeitig, die Zündanlage erkannte diesen Fehler und schaltete automatisch ab. „Es ist nach einer solchen Abschaltung nicht mehr möglich, das Feuerwerk etwa mit Hilfe manueller Steuerungsmaßnahmen fortzusetzen“, erklärt Marcel Keilholz das unvermittelte Ende des Spektakels.

In Kronungen und Poppenhausen sowie insbesondere entlang der Verbindungsstraße, wo ein besonders guter Blick auf das Ereignis garantiert war, hatten sich zahlreiche Neugierige nicht nur aus der Umgebung eingefunden; darunter viele Familien mit Kindern, die ihrem Nachwuchs nach der Dunst verhangenen Silvesternacht noch einmal ein zünftiges Neujahrs-Feuerwerk bieten wollten. Zunächst lief auch alles glatt, wobei von den ganz großen Effekten lediglich eine Goldbrokat-Bombe gezündet wurde, weil man sich die weiteren sowie den weit über 300 Euro teuren Einzeleffekt „Croce di malta“ für das Finale aufsparen wollte.

„Letztlich wurde nur etwa ein Fünftel unseres Arsenals für diesen Abend gezündet“, so Keilholz, „und das komplette Finale mussten wir wieder aus den Mörsern herausholen.“ Er freue sich zwar, dass auch dieses Rumpffeuerwerk im Prinzip gut angekommen sei, betone aber, das dies „nicht die Handschrift unseres Unternehmens ist“, was Stammzuschauer sofort auch bemerkt hätten. Keilholz („Ich leide da am allermeisten drunter...“) entschuldigt sich ausdrücklich bei der Öffentlichkeit für die entgangenen Feuerwerksfreuden und kündigt Wiedergutmachung an. „Wenn es nach uns geht, wird es eine zweite Auflage der Veranstaltung geben“, so Keilholz; ein Termin stehe indes noch nicht fest.



Wie es zu dem Feuerwerk einen Tag nach Silvester kam, lesen Sie in der Vorgeschichte.
Von unserem Redaktionsmitglied Holger Laschka
    
    

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Die neuesten Kommentare

chrihand (366 Kommentare) am 03.01.2012 09:29

Comuteritis

Jetzt legt fehlerhafte Firmware sogar schon Feuerwerke lahm....
O tempora, o mores
Es lebe die gute alte Zündschnur....
(0)
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