publiziert: 13.09.2009 14:03 Uhr
aktualisiert: 13.09.2009 16:36 Uhr
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Grüne: Den Erfolg des EEG ausbauen

Grüne Spitzenkandidaten sorgen sich um hiesige Arbeitsplätze
  • Warben um Stimmen und für ihr Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG): Hans-Josef Fell, Christine Scheel und Hans Plate.
    FOTO Laszlo Ruppert
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Mit Nachhaltigkeit und krisensicheren Zielen modellieren die Grünen ihr politisches Wahlkampfprogramm. Allen voran in Umwelt-, Nahrungs- und Klima-, ganz besonders aber in Arbeitsplatz- und Wirtschaftsfragen setze man weiter auf die aktuell spürbaren Synergieeffekte grüner Energiepolitik.

Am Samstag erklärten die beiden unterfränkischen Bundestags-Spitzenkandidaten Christine Scheel und Hans-Josef Fell sowie der hiesige Direktkandidat Hans Plate am Schweinfurter Marktplatz warum und wie.

„Schweinfurt wird's spüren“, wenn der kurzzeitige Erfolg der Abwrackprämie verpuffe und in der Autozuliefererbranche die jüngst prognostizierten 90 000 Arbeitsplätze wackeln, prognostizierte Fell den rund 50 Zuhörern vor dem Rathaus.

Natürlich auch mit solchen Seitenhieben gegen die aktuelle Regierungspolitik warb der 57-jährige Hammelburger für sein Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Dessen absolute und vor allem auszubauende Erfolgsgeschichte habe in den vergangenen sieben Jahren umweltschädliche Emissionen und milliardenteuren Brennstoffimport verhindert sowie 200 000 krisensichere Arbeitsplätze geschaffen.

„Das stabilisiert auch die Wirtschaft in Schweinfurt“, von deren Kugellagerproduktion inzwischen ein ganzes Drittel in Windkraftanlagen gehe. Dass angesichts dessen gerade im hiesigen Regionalplan nun der Bau weiterer Windräder verhindert werden soll, prangerte Fell als überholte „Ideologie ohne Zukunftslösungen“ an.

Erneuerbare Energien

Statt Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke, wie das in Grafenrheinfeld, streben die Grünen einen Erneuerbare-Energie-Anteil von 50 Prozent am in Deutschland produzierten Strom an.

Durchschlagend und langfristig sollen auch die Konzepte grüner Steuer- und Gesundheits-, Familien- und Bildungspolitik überzeugen, unterstrich die 52-jährige Aschaffenburgerin Christine Scheel in dem knapp einstündigen Dialoggespräch auf dem sonnenblumengeschmückten „Podium“, einem landwirtschaftlichen Hänger.

Auch Themen wie Gentechnik und Mindestlohn, Bankenkrise und politische Moral wurden heiß diskutiert. Insbesondere bei den anschließenden persönlichen Gesprächen mit den drei Bundestagskandidaten rund um den Infostand, der als „Fingerfood“ mit süßen Zwetschgen aufwartete und für die jüngsten Politikinteressierten bunte Luftballons bereithielt, die quasi im Akkord von Hand aufgepumpt werden mussten.

Von unserer Mitarbeiterin Gabi Kriese
    
    

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