aktualisiert: 11.10.2011 18:14 Uhr
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WAIGOLSHAUSEN
Gute Aussichten in der grünen Branche
161 Gärtner-Gesellen aus ganz Unterfranken sind in Waigolshausen freigesprochen worden
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Unterfrankens beste Nachwuchsgärtner: Bei der Freisprechungsfeier des Prüfungsjahrgangs 2011 sind sie in Waigolshausen ausgezeichnet worden. Unser Bild zeigt die Erst-, Zweit- und Drittplatzierten der einzelnen Ausbildungsrichtungen mit (links im Bild) Elmar Gimperlein, Bezirksvorsitzender des Bayerischen Gärtnereiverbandes, Landrat Harald Leitherer (rechts) sowie Bürgermeister Peter Pfister (Dritter von rechts). Links von Landrat Leitherer: die Jahrgangsbeste Franziska Ruppert.Foto: Gerald Gerstner
„Es erfüllt mich mit Stolz“, hat Elmar Gimperlein, Bezirksvorsitzender des Bayerischen Gärtnereiverbandes, nach zahlreichen Grußworten den „Höhepunkt“ der Veranstaltung eingeläutet, die feierliche Freisprechung von 161 jungen Gärtnern aus ganz Unterfranken. Im Beisein von Eltern, Ausbildern und Prüfern entband Gimperlein in Waigolshausen mit diesem traditionellen Akt den Prüfungsjahrgang 2011 von den Pflichten und Aufgaben von Ausbildungszeit und Berufsschule und hieß den Nachwuchs „im Kreis der Gärtner herzlich willkommen“.
Ihre Prüfungsurkunden erhielten die frischgebackenen Gesellen aus den Händen der Vorsitzenden ihrer gärtnerischen Verbände.
Jörg Müller, am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kitzingen verantwortlich für die Berufsbildung, wertete die vielen Ehrengäste bei der Freisprechung als Zeichen – nicht nur für die wirtschaftliche Bedeutung der grünen Branche, sondern auch für ihre gesellschaftliche Anerkennung. Allein im Landkreis Schweinfurt gebe es mehr als 2000 Arbeitsplätze im gärtnerischen Bereich, dazu komme ein Vielfaches in vor- und nachgelagerten Branchen.
Gärtnerische Berufe böten hervorragende Erwerbsquellen und ein riesiges Angebot, sagte Landrat Harald Leitherer, der trotz des Nürnberger CSU-Parteitags gekommen war. Gute Berufsaussichten sah er auch wegen des kontinuierlichen Rückgangs an Fachkräften. Er forderte die Nachwuchsgärtner dazu auf, sich weiterzubilden und nicht auf dem Gelernten auszuruhen. Ein „gut gemeinter Ratschlag“, den die jungen Gärtner noch wiederholt zu hören bekamen. Vom Techniker und Meister bis hin zum Studium stünden viele Optionen offen, stellte Joachim Eichner, Bezirksvorsitzender des Verbandes für Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau fest.
Nach ihrer dreijährigen Ausbildung dürfen sich die Absolventen nun Gärtner der Fachrichtungen Garten-/Landschaftsbau, Zierpflanzenbau, Baumschule, Gemüsebau, Obstbau und Friedhofsgärtnerei nennen. „Den Abschluss muss man sich nach wie vor hart erarbeiten“, doch die Leistungsbereitschaft habe sich gelohnt, sagte Christian Zörner vom Verband Bayerischer Erwerbsobstbau. Waigolshausens Bürgermeister Peter Pfister gratulierte wie viele zur bestandenen Prüfung. Er unterstrich auch die Bedeutung der handwerklichen Berufe für die Volkswirtschaft.
Mit Verweis auf die Gartenschau in Kitzingen stellte Gimperlein fest, dass das Jahr 2011 vielen in positiver Erinnerung bleiben werde. Unter Beteiligung fast aller gärtnerischen Sparten konnte hier gezeigt werden, „was im Gartenbau alles möglich ist“. Das Echo: positiv. Doch das Leben der Gärtner sei nicht immer einfach. Zugesetzt haben den Gärtnern in diesem Jahr das Wetter und manchem Betrieb vor allem EHEC und seine Folgen. Die vielen Untersuchungen zeigten vor allem eins: dass hiesiges Gemüse sauber sei und mit Genuss gegessen werden könne, stellte der Gärtnermeister fest.
Besonders ausgezeichnet wurden bei der Freisprechungsfeier die Besten des Jahrgangs. Erste Plätze in den einzelnen Ausbildungsrichtungen belegten Dominik Bayer (Bundorf, Werker Garten- und Landschaftsbau), Philipp Nees (Grafenrheinfeld, Garten- und Landschaftsbau), Kevin Hartmann (Elfershausen, Baumschule), Marco Lehnert (Werker Zierpflanzenbau), Franziska Ruppert (Wartmannsroth-Waizenbach, Zierpflanzenbau), Daniela Moll (Sankt Ludwig, Werkerin Gemüsebau) und Martin Walther (Spalt/Großweingarten, Obstbau).
Franziska Ruppert, mit der „Traumnote 1,06“ Jahrgangsbeste, gehörte wie gewohnt das Schlusswort. Die Abiturientin, die im Bayerischen Staatsbad Bad Kissingen Zierpflanzenbau gelernt hat, warf einen Blick zurück auf die Schulzeit und zeigte sich vor allem stolz auf ihren „wunderschönen Beruf“. Dass Blumen, Gemüse und Obst gefragt sind, zeigte sich am Ende auch, als die üppige Bühnendekoration freigegeben wurde: Ruckzuck war alles verschwunden.
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